Full text: Evangelisches Schulblatt und deutsche Schulzeitung - 18.1874 (18)

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Zur Nachricht. 
(Vom Herausgeber.) 
1. 
Durch Gottes Güte ist mein hartnäckiges Augenleiden nunmehr glücklich ge 
hoben. Von jetzt an werde ich daher die Redaction des Schulblattes wieder in 
der frühern Weise selbst übernehmen. Den lieben Collegen, die mich in dieser 
Arbeit so lange vertreten haben, sei hiermit herzlich Dank gesagt, — ebenso den 
übrigen HH. Mitarbeitern, die treulich geholfen haben. 
Die Beiträge für die Haupthefte wolle man hinfort wieder an den Un 
terzeichneten adressiren, — die Beiträge für die Zwischen hefte aber an 
Hrn. Hauptlehrer Biermann in Barmen (Wichlinghausen), da Hr. Rektor 
Horn, wegen überhäufter Amtsgeschäfte, in der Schulblattarbeit eine Weile zu pau- 
siren wünscht. 
In Ansehung der Privatesrrespondenz sei angelegentlich gebeten, nicht 
zu starke Anforderungen an mich machen zu wollen, da die Augen immer noch 
eine gewisse Schonung bedürfen, und ich überdies manche rückständig gebliebene, 
Arbeit nachzuholen habe. 
2. 
Seit Jahresfrist werde ich von vielen Seiten mit der Anfrage bestürmt, ob 
das Handbuch zum Repetitorium noch nicht bald erscheinen werde. Dieses 
lebhafte Interesse, welches dem versprochenen Buche entgegengebracht wird, fällt mir 
natürlich nicht lästig; und die Ungeduld der Fragenden ist mir vollkommen ver 
ständlich. Allein sie werden mir gleichfalls glauben, wenn ich versichere, daß meine 
Ungeduld mit der ihrigen zu wetteifern vermag, und daß, wenn dieses Kräut 
chen mir hätte helfen können, dann das unliebsame Hemmniß längst beseitigt ge 
wesen wäre. Mir blieb aber nichts anderes übrig, als geduldig auszuharren — 
ein ganzes, rundes Jahr lang. Angesichts dieser Thatsache werden die lieben 
„Mitgenossen in der Geduldübung" hoffentlich gern bereit sein, es zu entschuldi 
gen, daß mein Versprechen nicht pünktlich gehalten worden ist. Darf ich doch 
selbst jetzt noch nicht wagen, einen nahen Termin bestimmt anzugeben, wann das 
Buch muthmaßlich fertig sein werde. Seitdem die Augen es gestatteten, hat sich 
zwar die Hand wider frisch ans Werk gemacht, allein von jener Seite meldet sich 
noch häufig die Mahnung: eile — mit Weile. 
Es ist auch gefragt worden, warum denn nicht einmal die erste Lieferung 
erscheinen könne. Ja — das hat ebenfalls seine Haken, seine besonderen. Die 
ursprünglichen Vorarbeiten waren nämlich nicht so angelegt, wie es der Bau 
meister macht, der unten, beim Anfang, anfängt und dann hübsch Stein auf 
Stein und Stockwerk auf Stockwerk fügt; vielmehr hatte ich, weil mich nichts 
drängte, je nach Gelegenheit und Anregung bald dieses, bald jenes Kapitel aus 
geführt. Als nun nach der Herausgabe des „Repetitoriums" — wozu ich mich 
durch etliche Freunde hatte drängen lassen — das Handbuch fertig gestellt werden 
sollte, da lagen nur lauter Bruchstücke vor. Das wäre zwar nicht so schlimm 
gewesen; aber es fehlten gerade auch die Stücke, welche im methodischen wie im 
sachlichen Theile die erste Lieferung bilden mußten; — und als ich eben fleißig 
damit beschäftigt war, diese ersten Lieferungen auszuarbeiten, da wurde mir die 
Feder aus der Hand genommen. — Der Leser sieht nun, an welchen Haken die 
ser Theil meines Versprechens hängen geblieben ist. Um Derer willen, welche
	        

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