Full text: Evangelisches Schulblatt - 39.1895 (39)

Aus dem naturgeschichtlichen Unterrichte. Hl 
Was für einen Schwanz muß er also haben? Einen langen Schwanz. 
Wiederhole, was wir bis setzt besprochen haben! 
Name, Flügel und Schwanz?) Der Sperber wird auch Stoßvogel ge 
nannt, weil er eine Zeitlang ruhig hoch in der Luft schwebt, und dann plötzlich 
auf seine Beute losstößt. Er hat ziemlich lange, spitze und kräftige Flügel, mit 
denen er schnell und ausdauernd fliegen kann. Mit seinem langen Schwanz 
kann er sich in der Luft geschickt drehen und wenden. Er fliegt fast den ganzen 
Tag umher. 
Womit bemerkt der Stoßvogel die Vögel? Augen. 
Er sieht sie auch dann schon, wenn er noch sehr weit von ihnen ent 
fernt ist. 
Was ist also von seinem Gesicht zu sagen? Er kann sehr gut sehen. 
Sein Gesicht ist so scharf, daß er sogar kleine Vögel, wie Sperlinge und 
Zaunkönige bemerkt, wenn sie ihrem Neste zufliegen oder auf einem Aste sitzen. 
Gesicht. Sein Gesicht ist sehr scharf. Schon aus weiter Entfernung be 
merkt er kleine Vögel, die auf einem Aste sitzen oder ihrem Neste zufliegen. 
Gut fliegen und gut sehen kann auch ein andrer Vogel, der den Sommer 
bei uns nach Mücken und Fliegen jagt. 
Welcher Vogel ist das? Schwalbe. 
Ihr wißt auch noch, was für Beine die Schwalbe hat. 
Warum kann der Sperber solche Beine nicht gebrauchen? 
Wenn er kleine, schwache Beine hätte, so könnte er seine Beute nicht fest 
halten. 
Was für Beine muß der Sperber also haben? Lange, kräftige Beine. 
Was für Krallen muß er haben? Starke und spitze. 
Warum? Damit er seine Beute gut zerreißen kann. 
Warum brauchen seine Zehen nicht so zu stehen, wie beim Specht? Er 
braucht nicht zu klettern. 
Wie werden also wohl seine Zehen stehen? Drei nach vorn und eine 
nach hinten. 
Warum dürfen die Zehen nicht alle vier nach vorn gerichtet sein? Dann 
könnte er seine Beute und die Äste nicht so gut umklammern. 
Was wird er wegen der krummen Zehen und spitzen Krallen nicht so gut 
können? Laufen, Hüpfen. 
Warum ist das auch nicht nötig? Er braucht seine Nahrung nicht auf dem 
Boden zu suchen. 
Beine, Zehen, Krallen. Seine Beine sind lang und kräftig. An 
jedem Fuße befinden sich vier Zehen, drei stehen nach vorn und eine nach hinten, 
damit er sich auf den Zweigen gut festhalten und damit er seine Beute gut um- 
') Die Überschriften der Abschnitte werden an die Tafel geschrieben.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.