Full text: Evangelisches Schulblatt - 39.1895 (39)

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III. Abteilung. Litterarischer Wegweiser. 
Zur Dörpfeld-Bibliographie. 
In dem neuesten Heft der Mitteilungen der Comenius-Gesellschaft (Come- 
nius-Blätter für Volkserziehung 1895, Nr. 1 u. 2) findet sich ein sehr sympa 
thischer Artikel von Pfarrer Lic. A. Hacken b e'r g in Hottenbach über die Idee 
der Schulgemeinde: Friedrich Wilhelm Dörpfeld zum Gedächtnis. Eines 
Schulmeisters Testament. 
Dörpfelds Fundamentstück wird da mit vollster und wärmster Zustimmung 
besprochen. 
Wer hilft mit zu einer genauen Dörpfeld-Bibliographie, d. h. einer zuver 
lässigen Übersicht über alle Nekrologe, Besprechungen des Dörpfeldschen Lebens 
werkes im allgemeinen und seiner Schulverfassungsideen im besonderen? Mir sind 
die Nekrologe von Hermann im Daheim, Ufer in der Christl. Welt, Horn im 
Kirchl. Monatöblatt, Honke in den Freiburger Blättern, Hollkamm (Päd. Studien), 
Körner (Deutsche Lehrerzeitung), Trüper (Lehrerzeitung für Thüringen), Starck 
(Bayerische Lehrerzeitung), Dr. P. (Rheinisch-Westfäl. Ztg.), Dr. By. (Leipziger 
Tageblatt), außerdem einige in fremden Sprachen bekannt geworden. Zur Propa 
ganda für die Dörpfeldschen Ideen gehört vollständige Kenntnis und Würdigung 
aller darauf bezüglichen Veröffentlichungen. Bitte also um Material, womöglich 
gleich verarbeitetes und die Originale dazu. v. R. 
III. Abteilung. Litterarischer Wegweiser. 
H. Schwochow: Die Bearbeitung 
pädagogischer Themen. 2. Aust. 
Gera bei Theodor Hofmauu. 268 S. 
2,40 M., geb. 2,80 M. 
Der Verfasser begründet die Abfassung 
seines Buches mit der Behauptung, daß 
manchen jungen Lehrern die Herstellung 
der schriftlichen Arbeiten, sowohl der 
Aufsätze für die Prüfungen, als anch die 
Bearbeitung pädagogischer Themen für 
die Lehrerkonferenzen viel Sorge mache. 
Der eine wisse nicht, wie er das zur 
gründlichen Bearbeitung erforderliche 
Material herbeischaffen solle, ein anderer 
dem es an. der logischen Schulung fehlt, 
sei nicht imstande, den Stoff fach- nnd 
zweckgemäß zu ordnen und zu gliedern, 
mit einem Worte, er könne nicht dis 
ponieren. 
Es ist dies keine günstige Meinung 
für den Stand der Lehrerbildung; ich 
halte diese Voraussetzung trotz der ge 
machten Einschränkung auch nicht für 
dem Thatbestände entsprechend, meine 
vielmehr, daß jeder vom Seminar ord 
nungsmäßig abgegangene Lehrer dispo 
nieren gelernt haben müsse. — Anders 
verhält es sich mit dem zuerst geltend 
gemachten Gesichtspunkte. Das Verlan 
gen, eine Kenntnis des vorhandenen, 
specielle pädagogische Fragen behandeln 
den Materials zu erlangen, ist bei 
jungen Lehrern ebenso erklärlich als be 
rechtigt ; in dieser Hinsicht ist thatsächlich 
ein Bedürfnis vorhanden. Demselben 
ist in vorliegendem Buche nach Kräften 
abgeholfen. Der 2. Teil desselben bildet 
einen Wegweiser in die pädagogische 
Litteratur (S. 78—267), dem die An 
erkennung geschickter Anlage und sorg 
fältiger Zusammenstellung nicht versagt 
werden kann. Der Verfasser hat dem 
selben eine zweckmäßige Anleitung zum 
Gebrauch auf S. 78—82 vorausgeschickt. 
Wenn dieser Wegweiser auch nur die 
Gestalt eines Katalogs hat, so bietet er 
doch den Vorzug, daß er fast alle resp. 
die wichtigsten in den einzelnen Disciplinen 
vorhandenen Schriften und Abhandlungen 
aufzählt, und zwar in alphabetischer Ord-
	        

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