Full text: Evangelisches Schulblatt - 39.1895 (39)

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I. Abteilung. Abhandlungeu. 
es sagt: die Vorstellung entspricht dem Objekt, 
stimmt überein. 
b) Die vier übrigen Begriffe (Prädikate). 
«) keine Beschaffenheit der V o r st e l l u n g e n (Intelligenz); das 
Gute Beschaffenheit des Willens; 
ß) alle - Beziehungen entweder zum Begehren, oder wenig 
stens zum Gefühl (gefallen) - nur Schätzungsurteile. 
Summa: wahr - a) kein Schätzungsurteil — setzt kein Begehren 
voraus. 
b) Urteil über die Vorstellungen (Erkenntnis). 
Die vier Schätzungsurteile. 
Sie setzen voraus: einen Wunsch, Jntereffe, Neigung, Zweck, — 
kurz, Willen. 
Das Wollen wird zum Gegenstände hingezogen — 
durch irgend ein Jntereffe, 
durch eine Triebfeder; 
und darum zieht das Wollen den Gegenstand vor. 
(Ein Gut). 
Gegenteil: (wo ein solches Interesse, Triebfeder fehlt) - ver 
werfen (Übel). 
A. relative Schätzung = 2. „zweckmäßig, " nützlich — um 
etwas Anderes willen geschätzt. 
B. nicht relative Schätzung (das Objekt selbst geschätzt- 
a) um des Begehrens willen geschätzt 3. angenehm (Be 
friedigung, Lust, 
«) sinnlich, 
ß) geistig. (Ehre. Besitz.) 
b) nicht um des Begehrens willen 4. schön — (gefallen: „die 
Sterne, die begehrt man nicht," 
Unterschied vom Angenehmen (Lust, Begierde): 
a) beim Angenehmen ist die Lust nur im Eigen- 
besitz, d. h. man kann den Genuß nicht mit andern 
teil en; 
b) das Schöne fordert eine höhere Intelligenz und 
befördert sie - steigert sich mit der Intelligenz. 
6 A. über den Willen selbst - 9. gut. 
Unterschied von gut und schön: die Formen der äußeren 
Dinge - schön; die Formen des Wollens -gut.
	        

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