Full text: Evangelisches Schulblatt - 49.1905 (49)

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Evangelischer Schulblatt. 
April. 
&j*^j*j* I. Abteilung. Abhandlungen. 
Immanuel Lants Religion.') 
Vom Herausgeber. 
Das Evangl. Schulblatt mußte sich im vorigen Jahre bei dem Kant- 
Gedenktag mit einem kurzen Hinweis begnügen. Gelegentlich einer Anzeige der 
von Vorländer neu herausgegebenen Schriften Kants, namentlich der 
„Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft" 
wurde ein genaueres Eingehen auf diese Schriften in Aussicht gestellt. Erst 
heute kann ich diese Zusage einlösen. Wir stehen vor dem Schiller-Gedenktag. 
Schiller läßt sich nicht ohne Kant verstehen. Er las Kants „Religion" bereits 
während ihres Druckes in Jena und fühlte sich, wie er seinem Freunde 
Gottfried Körner schrieb, schon von der bis dahin gelesenen ersten Hälfte „hin 
gerissen" und konnte „die übrigen Bogen kaum erwarten." Der Inhalt sei die 
„scharfsinnigste Exegesis des christlichen Religionsbegriffes aus philosophischen 
Gründen." (Rach Vorländers Einleitung.) 
Als Nachtrag zur Kantfeier und zugleich um einen Aufsatz über Schillers 
philosophisch-ethische Bedeutung vorzubereiten, soll nun hier Kants religiöse An 
schauung skizziert werden. Vorländers ganz vortreffliche Ausgabe des Kantschen 
Werkes über Religion, insbesondere die ausführliche Einleitung, die über alles 
diesbezügliche Wissenswerte genaue Auskunft gibt, nebst den andern unten 
verzeichneten Schriften über Kant geben ausgiebigen Stoff zu einer solchen Dar 
stellung an die Hand. 
i) Zugleich Anzeige folgender Schriften: 1. Immanuel Kant, Die Religion 
innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft. 260 S., 3,20 M. Herausgegeben von 
Karl Vorländer. Verlag der Dürrschen Buchhandlung, Leipzig 1903. 2. Ch. A. 
Thilo, Kants Religionsphilosophie. 65 S., 1,20 M. 3. vr. Max Apel, Immanuel 
Kant, Ein Bild seines Lebens und Denkens. 102 S-, 1 M. 4. D. Julius Kaftan, 
Kant, der Philosoph des Protestantismus. 34 S-, 0,50 M. 5. Ludwig Goldschmidt, 
Kant über Freiheit, Unsterblichkeit, Gott. 39 S., 0,80 M. Verlag von E. F. Thiene 
mann, Gotha.
	        

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