Full text: Evangelisches Schulblatt - 56.1912 (56)

evangelisches Schulblatt. 
mal 
I. Abteilung. Abhandlungen. 
Bemerkungen zu Ausdrücken, die durch Dörpfeld 
in die Pädagog. Literatur eingeführt worden find. 
von w. Vogelfang, Rektor in Barmen. 
Herr Seminar-Oberlehrer Zeißig in Oschatz, der eine „Geschichte der pädagogischen 
Terminologie" herauszugeben gedenkt, bat um eine „Zusammenstellung der pädagogischen 
Bezeichnungen, die durch Dörpfeld sich eingebürgert haben". Von jedem torminus 
wünschte er zu wissen, „wo (Buch, Zeitschrift, Seitenangabe) und wann der Ausdruck 
das erste Mal auftritt, welche sachliche und sprachliche Erklärung der Urheber 
gibt u. dgl. m.". 
Um seinem Wunsche zu entsprechen, und weil auch ich es für wichtig Kalte, daß 
die von Dörpfeld in die pädagogische Literatur eingeführten Ausdrücke zusammengestellt 
werden, möchte ich zunächst die Leser des „Ev. Schulbl." mit nachstehenden Bemerkungen 
zu 16 Ausdrücken bekannt machen, die meines Wissens zuerst von D. gebraucht worden 
sind. Sollte einer der Leser noch andere von mir übersehene Ausdrücke kennen, oder 
sollte ich diese oder jene Bezeichnung mit Unrecht Dörpfeld zugeschrieben haben, so bitte 
ich, mich darauf aufmerksam zu machen, damit ich in einem Nachtrag die nötigen Be 
richtigungen oder Ergänzungen veröffentlichen kann. 
UutliropogogiK. Mit diesem Ausdruck bezeichnet D. im Aprilheft des 
Ev. Schulbl. 1887 „die Pädagogik im großen Stil, die Gesamtpädagogik, 
welche nicht bloß die Unmündigen, sondern auch die Erwachsenen umschließt". 
„Dazu gehört denn, um unten anzufangen, vorab die Jugenderziehung in 
Haus und Schule, sodann die gesamte Wirksamkeit der Kirche oder die prak 
tische Theologie, und ferner ein Teil der Wirksamkeit des Staates, nämlich 
soweit dasselbe in den Dienst der sittlichen Ideen tritt." (Ges. Schr. XL Bd., 
S. 206.) 
Aus dieser Auffassung der Pädagogik sind D.s Schriften zur Schul 
verfassung (8. u. 9. Bd.) zur Ethik (11. Bd.) und die im 10. Band unter 
dem Titel „Sozialpädagogisches" vereinigten Aufsätze geboren. D. war eben, 
wie vr. von Rohden im Vorwort zum 11. Bande schreibt, „ein Schulmann, 
13
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.