Full text: Pädagogische Woche - 12.1916 (12)

Zeitschrift der Hermann-Hubertus-Stiftung. 
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llr. 32. Bochum, 5. August 1916 12. Jahrgang 
Inhaltsverzeichnis: Heldentod. — Verhandlungsbericht der 
Sitzung des Gesamtvorstandes des K. L.-V. d. D. R- rn Fulda. — 
Westfälischer Prov.-Verein des K. L.-V. d. D. R. - Aus dem Schul 
leben. — Dies und das. — Versammlungen. —Rechtsfchutzauskunftst. 
Heldentod. 
- Das I u l i h e f t 1916 des „Zentralblattes" nennt wieder 12 9 
Namen von Schulleuten, die den Heldentod für das Vaterland starben. 
Unter diesen befinden sich 114 s e m i n a r i s ch gebildete Schulmänner, 
nämlich: 1 Rektor, 1 Hauptlehrer, 69 Volksschullehrer, 20 Schulamts 
bewerber, 15 Seminaristen, 1 Präparand, 2 Seminarlehrer, 1 Mittel 
schullehrer, 3 Präparandenlehrer, 1 Lehrer an höheren Lehranstalten, 
zusammen 114. — Davon waren: 23 Leutnant, 1 Feldwebelleutnant, 
7 Offizierstellvertreter, 13 Vizefeldwebel, 23 Unteroffiziere, 19 Gefreite, 
28 Gemeine, zusammen. 114. 6 waren Kriegsfreiwilige, 3 waren 
Kompagnieführer und 1 war Adjutant. 1 hat das Eiserne Kreuz 1. 
Klasse, 4 hatten das Eiserne Kreuz 2. Klaffe. Insgesamt meldete 
das „Zentralblatt" bis jetzt 7 6 2 7 Namen von Helden, die den Tod 
für das Vaterland starben, nämlich: 40 Rektoren, 19 Hauptlehrer, 
4513 Volksschullehrer, 2 Volksschullehrerinnen, 602 Schulamtsbewerber, 
958 Seminaristen, 128 Präparanden, 103 Seminar- und Präparanden 
lehrer, 67 Mittelschullehrer, 59 sem. gebildete Lehrer an höheren Lehr 
anstalten, 14 Zeichenlehrer, 1 Blindenlehrer, 12 Taubstummenlehrer. 
1198 waren Offiziere, Feldwebel oder Offizierstellvertreter, 1611 waren 
Unteroffiziere, 898 waren Gefreite, 293 hatten das Eiserne Kreuz. 
Kath.LehrerverbanddesDeutschenReiches 
Sitzung des Gesamtvorstandes in Fulda 
am 12., 13. und 14. Juni 1916. 
Verhündlungsbericht. 
1. Verhandlungs-Tag. 
Mit gewohnter Pünktlichkeit eröffnet der Verbandsvorsitzende, 
Rektor Kamp (Bochum) am 2. Pfingsttage abends 74s Uhr die 
Kriegstagung des Gesamtvorstandes und widmet den Erschienenen, 
insbesondere den beiden als Gäste anwesenden Vertretern 
Kath. Lehrervereine Oesterreichs, den Herren Bürgerschuldirektor 
Furie a (Bad Ischl) und Katechet und Kooperator Pfene- 
b erg er (Linz) herzliche Worte der Begrüßung; er bedauert es, 
den Anwesenden nicht den köstlichen Friedensgruß entbieten zu 
können. Ein Kriegsgruß müsse es sein, ernst wie der grausige 
Krieg. Die großen Kriegsereignisse würdigend, schließt er mit 
dein feierlichen Gelöbnis: „Wir blicken voll Bewunderung und 
Stolz auf unsere heldenmütigen Truppen und ihre Führer und 
erhoffen mit unerschütterlichem Vertrauen den Sieg der deutschen 
Waffen. Es erfüllt uns mit freudiger Genugtuung, daß Tausende 
unserer Standes- und Vereinsbrüder in den Reihen der tapferen 
Streiter stehen und ruhmreichen Anteil an den herrlichen Er 
folgen der deutschen und unserer Verbündeten Heere haben. Wie 
alle, d'e draußen stehen, in fester Entschlossenheit und voll Sieges 
zuversicht die Waffen nicht niederlegen wollen und nicht nieder 
legen werden, bis die Feinde, die uns den Krieg aufgezwungen 
haben, medergerungen sind, so wird auch das deutsche Volk aus 
harren und durchhalten, mögen die Opfer noch so groß sein. 
Diesen Gedanken in Jugend und Volk zu fördern und zum 
felsenfesten Entschluß zu steigern, an dem jede Hoffnung unserer 
Feinde auf Vernichtung und Besiegung Deutschlands zerschellt, 
sei nach wie vor unsere schöne Aufgabe. 
Wir begrüßen in dankbarer Anerkennung alle Maßnahmen, 
die in dieser schweren Zeit getroffen sind, um dem deutschen Volke 
erträgliche Zustände im Lande zu erhalten, damit es die schweren 
Folgen des Krieges zu erttagen vermag; wir werden vis zum 
Ende unsere ganze Kraft zur tatkräftigen Mithilfe einsetzen und 
Verständnis dafür in allen Schichten der Bevölkerung zu ver 
mitteln suchen. Alle Einrichtungen zur Linderung der Wunden 
des Krieges, auch nach seiner Beendigung, werden wir freudig 
unterstützen. 
Wir sind erfüllt von hoher Freude, daß trotz der langen, 
harten Kriegszeit mit ihren gewaltigen Forderungen die Kultur- 
aufgaben, insbesondere auch auf dem Gebiete der Schule, im Lande 
wie auch in den besetzten Gebieten ihre unverminderte Pflege ge 
sunden zu haben, als Beweis für unsere ungebrochene Kraft. 
Voll Vertrauen blicken wir in die Zukunft. Wer beglückwünschen 
Land und Volk und uns selbst, dag die deutsche Schule den Be 
weis geliefert hat, daß sie aus dem rechten Wege war und im rechten 
Geist ein Geschlecht erzogen und gebildet hat, welches das Höchste 
zu leisten und das Schwerste zu ertragen imstaitde ist. Nach 
diesen Grundsätzen wollen wir weiter wirken. Mit den gesamten 
deutschen Volksichullehrern sind wir einig in dem Gelöbnis wei 
terer, treuer Pflichterfüllung. Mit dem Stolz auf die rückhalt 
lose Anerkennung der Taten unserer Standesbrüder im Felde und 
unserer Arbeit daheim verbinden wir den Schwur, weitere» seien 
es auch härtere Opfer, zu bringen. 
Wir werden bereitwillig an den neuen Aufgaben der bewähr- 
ten alten Schule mitarbeiten; wir wollen dem Ausstieg des Volks- 
schullchrerstandes, wie wir ihn im Kriege erkennen weiter die 
Wege ebnen durch großes Denken und Tun in großer Zeit. In 
alter Glaubenstreue und alter Liebe zu Kaiser und Reich treten 
tvir an die neuen Aufgaben in einer kommenden neuen Zeit. 
Möge der Segen Gottes, den wir morgen früh am Grabe des hl. 
Bcuisatius, des großen Apostels der Deutschen, erflehen, uns 
befänden sein." 
Worte innigen Gedenkens widmete der Vorsitzende sodann 
dem kurz nach der letzten Vcrbandstagung verstorbenen Vorstands- 
mitgliede, Herrn Gymnasiallehrer Hallermann (Werl), dem 
laicgjährigen 1. Vorsitzenden des Zweigverbandes Westfalen, der, 
körperlich ein Schwächling, doch stark an Geist und Willenskraft 
gewesen sei, und alles jederzeit gern in den Dienst der guten 
Sache des Verbandes gestellt habe. Die Anwesenden ehren sein 
Andenken, indem sie sich von ihren Plätzen erheben. 
Fortbildungsschuldirektor Ritzel (Fulda) begrüßt die Ver 
sammlung mit folgenden Worten: 
„Meine sehr verehrten Herren! Liebe Kollegen! Ich habe 
die Ehre, Ihnen, meine sehr verehrten Herren, im Namen des 
Vereins kath. Lehrer in der Diözese Fulda und insbesondere im 
Auftrage dessen Vorstandes einen herzlichen Willkommengruß zu 
entbieten. Genehmigen Sie zugleich den Ausdruck meines ver 
bindlichsten Dankes dafür, daß Sie meiner Einladung Folge ge 
leistet und Fulda als Tagungsort gewählt haben. Ich darf wohl 
hoffen, daß Ihnen die Wahl nicht allzu schwer geworden ist; 
denn ich wüßte in der Tat keine deutsche Stadt, welche einer
	        

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