Volltext: Pädagogische Woche - 12.1916 (12)

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füu Karussell: auch die Eigenschaftswörter drall und drollig hängen 
damit zusammen. Jenes heißt eigentlich: fest gedreht, dann: straff, 
stramm, gedrungen, und dieses schließt sich an ndl. ckrol an, das 
eigentlich „Kegel", „kleines Männchen", dann auch „Possenmacher" be 
deutet, und wovon das englische droll „Schalk" und französische 
äröla „possierlich" Entlehnungen sind. Welche wichtige Rolle das 
Drillen in unserm Soldatenleben spielt, zeigen die vielen launigen 
Ausdrücke, die der Soldat dafür kennt. Die Rekruten werden nicht nur 
gedrillt, sondern auch gezwiebelt, gebimst, geschnickt (schnieken == 
schnellen), aufgedreht, (plattdeutsch) opgedreiht, aufgeschwänzt, gestaucht, 
gestrippt, gebeutelt, gepiesakt, getriezt, geschliffen, hochgenommen; es 
wird ihnen die Kimme poliert, die Hammelbeine werden ihnen gestreckt 
oder langgezogen, und was dieser zum Teil noch derberen Ausdrücke 
mehr sind, bis endlich Zug oder Schmiß in die Abteilung kommt. 
Imme (Essen). 
In fiarmernäcbien. 
Die Rechte streck ich schmerzlich oft 
in Harmesnächten 
und fühl gedrückt sie unverhofft 
von einer Rechten — 
Was Gott ist. wird in Ewigkeit 
kein Mensch ergründen; 
doch will er treu sich allezeit 
mit uns Verbünden. 
Konrad Ferdinand Meyer.- (Gedichte, Leipzig, 1904 2ß . S. 58.) 
Ballerniann-ßrabdtnkmal. 
• Kath. Lehrerverein Meschede-Bestwig 10 M. 
Uni weitere Gaben bittet 
Bochum. Kamp. 
Verellirvenammlungen. 
fcrtSöemn Medebach und Umgegend. Nächste Versammlung ain 
Samstag, 25. März bei Aßhauer, Medebach, gegen 3 Uhr. Tages 
ordnung: 1. Erhebung der Beiträge zur Haftpflichtversicherung und für 
die Vereinskasse. 2. Verschiedenes. Um vollzähliges Erscheinen wird 
dringend gebeten. 
Ortsverein Rheine und Umgegend. Sonnabend, 18. Mürz, des 
Nachmittags 5 Uhr, Versammlung im Zentral-Hotel. Tagesordnung: 
1. Bericht über die letzte Versammlung. 2. Verlesung eingegangener 
Schriffftücke. 3. Referat über zeitgemäße Fragen. 4. Meinungs 
austausch. 
Ortsverein Lippstadt und Umgegend. Die nächste Versammlung 
findet am Mittwoch, den 15. März, nachmittags 3'.. Uhr im Gasthof 
zu den 3 Kronen (Bousel am Markt), Lippstadt statt. Tagesord 
nung: 1. Protokoll. 2. Kriegsanleihe. 3. Vortrag: Das Papsttum 
im Weltkriege. 4. Zahlung der Haftpflichtbeiträge und Aufnahme 
in die Haftpflichtversicherung. 5. Vorstandswahl. 6. Verschiedenes. 
Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird dringend ge 
beten. 
Eigentum der Hermann-Hubertus-Stiftung. 
Verantwortlich: I. V.: K. Kamp, Bochum. Gedruckt in der Mär 
kischen Vereinsdruckerei Schürmann & Klagges, Bochum, Mühlenstr. 
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.233orhrnfatoliosür o3infrrhaIfung 
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Cc{c. eine wohlfeile, volkstümliche Wochenschrift, 
‘stJ’ will eine Auslese des Besten, was Dichter und 
Denker geschaffen, in die weiten Kreise der hierfür 
Empfänglichen tragen. 
r /^ir 6it zur Dichtung. Wiffenschaft und 
r Kunst auch bei den heute noch Teilnahmslosen er- 
: wecken, die allgemeine Urteilskraft schärfen, und durch ge- 
! dicgenen Lesestoff die Flut elenden und schlechten Schreib- 
S wcrkS verdrängen. • • 
: /(^ie steht auf gemeinnütziger Grundlage und wird alle 
r >s=r Überschüsse der Gesamtheit für Aufgaben zu- 
: weisen, die im Sinne der genannten Ziele sind. 
Vierteljährlich Mk. 1.92 mir Bestellgeld. Jeder 
Bezieher erhält vierteljährlich ein wertvolles 
Buch als Beigabe, jährlich also vier Bücher. Durch 
jede Buchhandlung und Poilansrali zu beziehen. 
: Die Lese bringt in jedem Heft gute literarische Dei- 
• träge aus den Geistesschätzen aller Völker und aller 
| Zeiten. Volkstümliche Aufsätze über alle wichtige» 
j Gebiete der Wiffenschaft, insbesondere über 0!akur- 
! künde. Technik, Kulturgeschichte und Philosophie'. 
Aufsätze über Kunst und Kunst-Betrachrung. 
| Beiträge über das Theater, Humor. Satire uirr> 
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