Full text: Pharus - 15.1924 (15)

Bücherschau. 
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Nunmehr ist auch der 2. Band des 
Methodischen Handbuches zur Eckerschen 
Schulbibel erschienen. Er enthält das 
Nene Testament. Das gesamte Werk ist 
damit in erfreulicher Weise zum Abschluß 
gebracht. Die im l Band dargelegten 
methodischen Grundsätze und Richtlinien 
sind in zielsicherer Weise durchgeführt. Die 
Darstellung der einzelnen Lektionen ist in 
kein starres Schema gepreßt, sondern läßt 
der individuellen Praxis volle Bewegungs 
freiheit. Hingewiesen sei auf die starke 
Betonung des psycho ogischen Momentes 
und des Arbeitsschulgedankens. 
vr. Lechner. 
Löffler, Dr. Klemens, Die Papstgeschichte 
von der französischen Revolution bis zur 
Gegenwart. Sammlung Kösel u. Friedrich 
Pustet. Band 46. 3. Auflage. Kempten 
1924. Verlag Joseph Kösel und Friedrich 
Pustet. 220 Seiten. 
Diese Papstgeschichte führt vor Pius VI., 
der sich unter Napoleons Hand demütigen 
mußte, bis zur gegenwärtigen Regierung 
Pius XI. Sie charakterisiert jedes der 
dazwischenliegenden, fast ausnahmslos hi 
storisch bedeutsamen Pontifikate, nach der 
persönlichen Art und dem Entwicklungs 
gang der Träger und dann vor allem nach 
der besonderen Geschichte und Leistungen 
des Pontifikats. Der Verfasser verbindet 
mit wisienschaftlicher Exaktheit lebensvolle 
Darstellung. Das Buch leistet für den 
kirchengeschichtlichen Unterricht vorzügliche 
Dienste, ist aber auch zu persönlichen 
Studien zu empfehlen, denn die Papst 
geschichte gilt seit Leopold von Ranke als 
ein wesentliches Stück der Weltge chichte. 
Or. Lechner. 
De Waal, Anton, Katakombenbilder. Regens 
burg 1923. 5. Auflage, Verlag Joseph 
Kösel und Friedrich Pustet. 
Das nunmehr in 5. Auflage erschienene 
Buch des bekannten Verfassers enthält drei 
Erzählungen aus den ersten Jahrhunderten 
der römischen Kirche: 1. Kranz und Krone. 
Eine Erzählung aus den Tagen der Apostel. 
2. Kaiser Domitian. Eine Erzählung aus 
dem 1. Jahrhundert nach Christus. 3. So- 
tenis. Eine Erzählung aus der Dio 
kletianischen Verfolgung. Das Buch ge 
hört in erster Linie in die Volks- und 
Schülerbibliotheken, läßt sich aber auch im 
kirchengeschichtlichen Unterricht ausgezeich 
net verwenden. Dr. Lechner. 
Zlebertz, Paul, Karl Fürst zu Löwenstein. 
Ein Bild seines Lebens und Wirkens. 
Kempten 1924, Verlag Joseph Kösel und 
Friedrich Pustet. Lexikonformat, 577 
Seiten mit 12 Abbildungen auf Kunst 
drucktafeln. Brosch. 12 Mark, Ganz 
leinen 15 Mark. 
Unter dem bescheidenen Titel „Lebens 
bild" verbirgt sich die Darstellung eines 
ergreifend frisch und lebendig gezeichneten 
Lebens voller Arbeit und Opfer. Es ist 
ein beispielloses Leben im Dienste der 
katholischen Sache. Der Aufschwung des 
Katholizismus in Deutschland ist mit dem 
Namen des Fürsten Karl zu Löwenstein 
aufs innigste verbunden. Als Pater Ray- 
mundes beschließt der Fürst sein arbeits 
reiches Leben in der stillen Klosterzelle. 
Es ist das Leben eines Heiligen der Tat, 
das hier mit feinem Verständnis und liebe 
voller Gründlichkeit vor uns aufgerollt 
wird bis zu dem seligen Sterben des 
86 jährigen deutschen Edelmanns. Die 
Biographie ist nicht bloß von geschicht 
licher Bedeutung, sondern enthält auch 
reiche persönliche Bildungswerte. Unsere 
studierende Jugend sollte in der Kirchen 
geschichte mit einer Persönlichkeit, wie es 
der Fürst von Löwenstein war, bekannt 
gemacht werden. Dr. M. Lechner. 
Deulsches Schulwesen im Ausland. 
Uoch, Dr. phil. Herbert, Das deutsche Schul 
wesen in Brasilien Langensalza 1923, 
Hermann Beyer u Söhne. 39 Seiten. 
Pädagogisches Magazin, Heft 948. 
In einer sehr klaren Darstellung führt 
der Verfasser, der von 1913—1922 in 
Brasilien und Argentinien im Schulwesen 
tätig war, zunächst den Leser in das öffent 
liche Unterrichtswesen ein, das er sowohl 
in seiner Entwicklung, als auch in seiner 
heutigen Bedeutung zeigt. Interessante 
Einblicke gibt er in die durch die Kriegs 
psychose veranlaßten Gesetzesänderungen, 
die seit 1917 in Brasilien vorgenommen 
wurden und zeigt die mannigfachen Schwie 
rigkeiten, die dem deutschen Schulwesen dort 
drohen, vor allem durch die schlechte finan 
zielle Lage der dort wirkenden deutschen 
Lehrer. Im Interesse der deutschen Art 
in Brasilien, die mit der deutschen Schule 
steht und fällt, wäre zu wünschen, daß die 
sehr beachtenswerten Ausführungen nicht 
ungehört verhallen. Dr. Szlirka. 
kurze Berichte und Mitteilungen. 
Jeremias Gotthelf. Jeremias Gotthelf ist der Schriftstellername für Albert Bitz ins. 
Er lebte von 1797 bis 1854 und war 22 Jahre lang Pfarrer im protestantischen 
Lützelflüh in der Schweiz. Erst mit 39 Jahren begann er seine schriftstellerische Tätig 
keit. Seine Schriften umfasien in der alten Berliner Ausgabe aus dem Verlag Springer
	        

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