Paläſtina. =- Parochialſchuten.
PBeograpyie d. heil. Landes. Lithogr. u. illum. (Mit 10
Beikärtc mann Wandkarte d. heil. Landes nach d. beſten Hilfsquel-
len, beſ. nach den neueſten Ermittelungen v. Robinſon und
Smith, ſo wie nach d. v. Dr. Ritter redigirten Karte ent-
worfen. (Nebft: Plan von Alt-Jeruſalem und ſeiner Um-
gegend. = Die Sinai-Halbinſel). 2 BLU in Oelfarbendr.
Imp :Fo!. Gaſſel, 1843. 3 Thlr. Deſſen Handkarte
d. heil. Landes. Lithogr. u. ilum. Ebendaſ. x Thlr. Ed.
Winkelmann Wandkarte von Paläſtina, herausgeg. von
Dan. Bölter. 2 lithogr. u. ilum. Bl. in Imp.-Fol. Eßg-
lingen, 1843. 3 Thlr. .
Zurbibliſchen Geographie überhaupt:
Dr 6. CE. BG. Zerrenner Karte z. bibl. Geographie für
Schulen eingerichtet. Lithogr. v. A. Platt. JImp.-Fol.
Magdeburg, 1836. + Thlr. Dr. R. Schneider nüueſte
Wandkarte zx. bibl. Geſchichte nach d. neueſten Forſchungen
u. EntdeFungen. Dresden, J. Naumann, 1844. 2 Thir.
K. Srnſt Wandkarte d. bibl. Geographie. Ein Hilfsmit-
tel z. Verſinnlichung d. bibl. Geſchichte mit Bezug auf d. alte
Geſ ſchulen, ſo wie auch 3. Privatunterrichte bearb. Brestau,
Grüſon. 13 Thlr.
Bilder und Anſichten:
EC. F. KA. Roſenmüller Anfichten von Paläſtina nah L,
Mayer's DriginalzeiHn. Leipzig, 1810. Bilder aus
d. heil. Lande. 40 ausgewähltye Originalanſichten bibl.-
wichtiger Orte, treu nach d. Natur aufgenommen u. gezeichn.
v. I. M. Bernaß. Mit erläutert. Texte von G. H. v.
Schubert. Stuttgart, Steinkopf. 4 Hft. 92 Thlr. Bil»
dertafein z. Gebr.» b. Unterricht in d. bibl. Geſchichte u.
Alterthyumskunde, herausgeg. v. K. Vormann. Berlin,
GS. Bormann. 4x Thir. (Dieſe 3 Bildertafeln ſtellen dar :
das Innere der Stiftshätte 3 die in derſelben ſich befindenden
heit. Geräthe , als die Bundezslade, den Rauchaltar , den
randopferaltar; den Schaubrottiſchz den Leuchter 3; den
Prieſter u. d. Hohenprieſter in Amtökleidung 3; jüdiſche Müne-
zen u. muſikaliſc Parabel [. Gleichniß.
Parifins (JI. Ludolph). Dieker im erſten
Viertel dieſes Jahrhunderts für Schullehrer nüblich
wirkende Geiſtliche war, ſeinem Berufe nach, Super-
intendent und Director des Schullehrerſeminars zu
Gardelegen in der Altmark. Der Tag ſeiner Ge:
burt iſt uns unbekannt, bekannt aber der Tag feines
Todes; er ſtarb am x. Jan. 1829, Seine uns be»
kannten Schriften ſind: -
Pariſius, I. L. Mäterialien 3. Katechiſation nach Anleikt.
v. Luther's Katehismus. 8. Magdeburg, Heinrichshofen,
1819. (1 Thlr. 5 Nar.). Deſſen Handb. f. Volksſchul-
lehrer b. Gebr. d. Bibel in d. Schule. Ebend. 2, verb. u.
verm. Aufl. 1829. Für Schullehrer noH immer brauchbar
zum Verſtehen d. Bibel. Deſſen bibl. Sprüche, welche
in Dr. M. Luther's |U. Katechismus enthaltend ſind. 8.
Leipzig, b. Barth, 1817. (232 Nagr.). Deſſen Dr, M.
Tuthe's &. Katehismus , erklärt u. mit ndthigen Zuſäßten
verm., 4 Gxbr. f. d. Jugend u. z. Erinner. u. Erbauung f.
Erwachſene. 15. verb. Aufl. Leipzig, Barty, 1843. G+ Nagr.)
Parizek (Alexander). Dieſer würdige Geiſt-
licht katholiſcher Confeſſion hat gleicherweiſe wie viele
ſeiner gelehrten Glaubensgenoſſen edelnübßlich in und für
die Schule gewirkt. Er war Doctor der Theologie,
Dekan der theoldgiſchen FTacultät, inful. Prälat und
Director des Erziehungsinſtituts zu St. Johann in
Prag. Er war daſelbſt im Jahre 1748 am 10. Nov.
geboren und ſtarb am 45. April 4822. Seine uns
bekannt gewordenen Sculſchriften find:
Parizek, A. Skizze eines rechtſchaffenen Schulkehrers, Ka»
u. Sculdirectorsz ein Beitr. z. Bildung angehen»
der Schulmänner, nebſt einem-Anhange von 100 Aphorigs
men über d. Lehramt u. Volksſchulweſen überhaupt. Prag,
Widtmann , 1808. (W Ngr.). Derſ. üb. Lehrmethode
in Volksſchulen. Ebend. 8. 1820. (25 Ngr.) Derxrſ.
367
Mriftl. Tugendſchule f. Kinder. Ebend. 8. 1811. (10 Ngr.).
Derſ. Leitfaden d. Vorleſungen üb. d. Kakechetik, mit d.
Pädagogik u. Methodik verb. Ebend. 8. 1816. (7: Nagr.).
Derſ. Erklär. d. ſonntägigen Evangelien f. d. Jugend, ein
pract. Hilfsb. f. Katecheten u. Homileten. Prag. 5. Ausg.
1809. 6. Au8sg. Mainz, 1836. 2 Bde. 8. (2 Thlr.).
D eſſ. Erklär. d. ſonntägl. Epiſteln u. ſ w. Prag, 1806.
Mainz, 1832. 2 Bde. 8. (2 Thlr. 20 Ngar.).
Parochialſchulen. Unter Parochie (griech.
AGO ou) verſteht man bekanntlich den Kirchſprens
gel, das Kirchſpiel, d. h. die Geſammtzahl der in
eine Kirche gepfarrten Bewohner und den von ihnen
bewohnten Bezirk. Parochialſchulen ſind demnach
ſolche Schulen, wele für die Kinder aller, in einem
und demſelben Kirchſpiele wohnenden, Cingepfarrten
beſtimmt ſind. Dieſe Schulen befinden ſich in der Rer
gel am Wohnſiße des Pfarrers (Parochus). Man
neunt dieſelben auch Haupt-, Pfarr- oder Kirchſchulen,
Für die Bedürfniſſe weitläufiger Kirchſpiele können ber
greiflicher Weiſe die Parochialſchulen nicht ausreichen :
es mußten neben ihnen noch andere Schulen (Nebene
oder Localſchulen) gebildet werden. Ueber die Verhält
niſſe der leßtern vergleiche man den Artikel „N ormale«
ſc Zwar reden ſchon die Kirchväter der erſten Jahre
hunderte unſrer Zeitrehnung von „hriftlichen Lande-
ſchullehrern" (d&cduoxa)or T0» 8 Sarg xmumg abc.
Tw»); aber die Entſtehung der eigentlichen Parochial-
ſchulen gehört einer ſpätern Zeit, namentlich dem 6.
Jahrhunderte, an. Doch darf man ſich unter denſel:
ben keine Volksſchulen denkenz ſie waren vielmehr dazu
beſtimmt, junge Leute zum geiſtlichen Amte zu bilden,
und können deshalb mit Predigerſeminarien verglichen
werden. Sie wurden immer von Amtsgeiſtlichen in
ihrem eigenen Hauſe gehalten. Sy wurde auf der Kir:
im Jahre 529 verordnet, „daß alle Pfarrer, nach einer
ſchon durc) ganz Ztalien eingeführten und ſehr heilfa:
men Sitte, junge, unverheirathete Leute zu ſich in's
Haus nehmen, dieſelben als deren geiſtliche Väter ers
ziehen und im Worte Gottes unterrichten ſollten, um
ſich auf dieſe Weiſe würdige Nachfolger zu bilden, ===
Einen ähnlichen Zwe> hatten urſprünglich die Kloc
ſterſchulen und die an den Wohnſißen der Biſchöfe
eingerichteten Episkopals* oder Kathedralſ Doh dienten ſie weiterhin nicht bloß für Erziehung der
Geiſtlichen und Mönche, ſondern wurden auch von den-
jenigen Laien benußkt, die eine höhere Bildung erſtreb-
ten. Beſonders ragten ſeit dem 6. Jahrhunderte ein:
zelne Kloſterſchulen in Jrland (Armagh), England
(Canterbury, York und Weſtminſter), Frankreich
(Paris, Tours, Lyon, Clermont, Orleans, Rheims),
und Deutſchland (Fulda, Corvey, Regensburg, Hers«
feld, Salzburg u. a.) in jener Beziehung hervor. Zn
dieſen wurden außer den theologiſchen Wiſſenſchaften
die ſogenannten ſieden freien Künſte (Arithmetik,
Geometrie, Aſtronomie, Muſik, Grammatik, Dialek:
tik und Mhetorik) gelehrt. Die drei lebtern unter dite
fen freien Künſten bezeichnete man auch mit dem Na»
men Trivium, Dieſes Trivium bildete den Lehrſtoff
der ſtädtiſchen Parochialſchulen, die deshalb auch Trie«
vialſchulen genannt wurden und einigermaßen die
noch fehlenden Bürger: und Volksſchulen zu erſeßen
beſtimmt waren.
Erſt Karl der Große gab dem Schulweſen cine

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