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H. In der lateiniſchen und andern Sprachen
N. h., in der hebräiſchen 3 (he) geſchrieben, iſt. in. al-
len Alphabeten jener der .&, in dem der Lettern äber
der fünfte Buchſtabe, der die. beſondere Cigenthümlich»
Leit hat, daß er weder ein eigentlicher Conſonant no<
* Wotal, ſondern ein bloßer Hauchlaut -vor, und ein
Dehnungszeichen aach einem Vocal iſt. Daher wird
er auch im Griechiſchen, (wo er bloß dur) ein Hauch-
- zeichen, den Spiritus asper bezeichnet wird) und im
- Lateiniſchen als kein |
- nach ver bekannten Regel der Proſodik: H Don est
lÜttera. Mit -den Conſonanten C, P und .T ader
verbunden, bildet er die weicher klingenden. Ch. .Ph
und Th. In der ſtaviſchen, wendiſchen, und" böh-
miſchen Sprache wird er. auch. den Conſonanten. Lund
r vorgeſebt und wie G oder Gh ausgeſprochen, 3. B.
- Ylubos Gluüvoſch , HoSpvdar Ghospodar, (daher“ der
Name der Stadt Gla <äu aus Hluchiowe entſtanden
- 4ſt,) und. im Ruſſiſchen haben H und SG ſogar“ nur
ein und daſſelbe Zeichen. Au in der älteſten fräufi-
- ſchen Sprache wurde das H. oft den Conſonantey l
- ind r vorangeſebt, als in den Namen Hlotar, Hru-
- dolf u. ſ. w.- Im Franzöſiſchen wird es in vielen
Wörtern auh nicht einmal als Hauchlaut ausgeſpro-
Sranzöſiſchen gebildeten, wie Honour 2(., im Jealieni-
en aber gar nicht.
ehe es für diele Worte (wie hie, hora, Hadrianus ?c.)
als Abbreviatur, wozu es aud) im. Deutſchen viel»
fach, als für heiliger, Hert, in EnrrentreHmungen für
haben, auf Recepten für hora, bexba 2c. gebraucht
wird. Als Zahlzeichen bedeutet es im Lateiniſchen 200,
„in neuern Sprahen 8. In der Muſik. aber, im
- neueren Tonſyſtem die ſiebente diatoniſche Klängſtufe,
oder die 12. und lekte- Saite der diatoniſch= tiſchen Tonleiter, welche: früher-.B genannt“ wurde.
Das durch ein + erhöhete H heißt His und Hes, ge-
wöhnlich aber B. we re,
. . Saas, IZ. L.; Paſtor zu Eppendorf, vo er
im TF. 1839 ſtarb. . Gah: Dinter"s Gebete und
Einleitungen-zum Religionsunterrichte, Zwi>au. 1833.
8. heraus, welche Dieſterweg (ſ. deſſen Biographie
- und Characteriſtik vom Profe)ſor- „Dr. .Shübß: im
- ten. Hefte des bei in Leipzig
den Converſationslexikon der neu eſten Literatur- und
Staätengeſhichte) in ſeiner trefflichen pädagogiſchen
Zeitſchrift: Rheiniſche Blätter für Erziehung und Un-
terricht, 43. Bd. Heft 43. S. 3287 empfohlen hat.
- &Smabetrieb ſ. Habſucht.“ - - ,
u “Sabgier ſ. Habſu H. 7 | '
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=== Auf römiſchen Inſchriften
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wirklicher Buchſtabe betrachtet,
O. Wigand in Leipzig erſcheinen- .
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- Habil, Habilität f. Geſchi>lichkeit, G&
waändtheit. -
*"Sabitüde ſ. Gewohnheit.
“ DSabitnuell heißt eine jede, aus Gewohnheit
entſpringende und bleibend gewordene Cigenheit des
Menſchen, welche hierdurch) von der in ſeiner Natur
begründeten Cigeuſchaft verſchieden - iſt. Die Ges
wehnheit iſt die durch oftere Wiederholung entſtandene
Beſtimmung und Leichtigkeit zu irgend einer Verrich»
tung.oder Handlung, wie jene Wiederholung ſelbſt die
Gewöhnung iſt. Die Gewohnheit wird alſo da:
- durc) mehr. und mehr verſtärkt, je öfter eine Thätigkeit
. ober Wirkungsweiſe immer wieder dieſelbe Richtung
"nimmt, bis ſie endlich dadurch habituell, oder, wie
- man ſagt, gleichſam zur andern Natur wird, in wels
hem Sinne Schiller in Wallenſtein die Gewohnheit
":rdes Menſchen Amme“ genannt hat. Sie übt alſo
„Fine ſehr große und-verbreitete Gewalt Über ihn in ſei»
"nem Leben aus. Auch das Unnatürliche wird durch
. ſie oft zu ſeiner andexn Natur, denn.er kann ſich eben
"ſowohl an das Schlechte wie das Gute, an das Nas»
turwidrige wie das Naturgemäße gewöhnen, und wie
- der Körper, ſo ſteht auch der Geiſt und das Herz hier-
in unter ihrer Macht. Tugenden und Laſter, wie
alle Fertigkeiten beruhen darauf, daß ſie durch sftere
Uebung zu Gewohnheiten geworden ſind. Die Ge-
wohnheit bildet alſo ein überaus großes Gebiet der
menſchlihen Thätigkeit und bringt auch im Geiſte
das Mechaniſche hervor, d. h. das unwillkührliche,
„bewrßtloſe Vorziehen grtiſter Thätigkeiten, zu unſerm
Wohl wie zu unſerm Schaden, zu unſerer Unabhängig-
Feit von allem Aeußern, indem ſie die Eindrü>ke der
Dinge abſtumpft, wie zur Abhängigkeit, indem ſie uns
- ihnen unterwirft. Der freie Geiſt des Menſchen ſoll
aber nichts aus. bloßer Gewohnheit ſein , wie das ver:
nunftloſe Thier , das ihrer Macht unterworfen iſt.
Die Gewöhnung kann abſichtlich oder unabſichtlich ſein,
„aber er kann und. foll ſie auch im lehteren Falle eben
- ſo. gut wie-im erſteren, beherrſchen. Da nun die Ge»
wohnheit alſo der körperlichen und geiſtigen wie mos
. raliſchen Bildung des Menſchen eben ſo förderlich als
- nachtheilig werden kanu , ſo wird ſie dadurch zu einem.
ber wichtigſten . Gegenſtände der Pädagogik.
alle Erziehung muß hauptſächlich von dem Zwe>e aus-
gehen: den Zögling zu dem, was ihm zu ſeinem phy-
- ſiſchen und geiſtigen. Wohl (mens .520a ip. corpore
- 8300). gereicht, durch Gewohnheit zu leiten, und da-
. gegen allen zum Böſen führenden Gewohnheiten vor-
„zubeugen,. oder wo ſie ſich ſchon gebildet: haben, . Cin-
„Halt zu thun, -So wie körperliche und geiſtige Krüfte
Denn -

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