Schulhäuſer. -- Eulordnung.
ZerrennerG. EC. G. Dr. Grundſäße d. Shul-Erzichung,
der Schulkunde u. Unterrichtwiſſenſchaft u. ſ. w. A virv.
Aufl. Magdeburg, 1833. S. 8. 89 ff. HoffmannZ.A.
Leber. Dr. Practiſchcs Handb. d. deutſc<. Volksſchulver;ai-
fung u. d. Shulre S. 1. Avtbh. S. 126 ff. 11, 114 ff. Erforderniſſe b. Schulv.
u. 116 ff. Krunig, Encyclopädie u. ſ. w. fortgeſcst v.
Korth, 149. Th. Berlin, 1828. Art. „Schule“ S. 105
ff. u. „„Schulſtube.“ =- Voit (Konigl. Kreisbau-Inſpcct.
zu Augsburg.) Die Landoaukunjt in allen ihren Hauptthei-
len u- 1. w. 1. Theil, in beſondercr RüEſicht auf Gebäude
d. Cultus u. d. Erzichung. Augsburg u. Leipz. 1826. ---
Zwölf Blätiir Entwürfe zu Schul - u. Pfarrhäuſern nach
d. Sonncnbaulchre, v. Dr. Z. M. CG. G. Vorherr. Mün-
din, b. FleiſMmmann. 1834. -- Sammlung v. Normal-
zei 120, 200 Kinvec Uu. |. w. (5 große Blätter.) Berlin, 1821.
Schullehrer ovder Schulmeiſter ſ. „Ele-
mentariehrer“, „Landſchullehrer“, „CEigen-
ſchaften eines guten Lehrers,“
Schullehrer - Bibeln. --- Ueber dieſelben ſehe
man den Artikel „Bibel-Ausgaben“ Th. 1. S. 310
ff. = Ein beachtenswerther, die Schullehrer->Bibeln
betreffender Aufſaß findet ſich auch in den Blättern
"aus Süddeutſchland für das Volks- Erziehungs-
und Volks- Unterrichts - Weſen. 1838. IL S. 58 ff.
„Ueber practiſche Bibel-Bearbeitungen“ --
von Freihofer. =-- Dieſer Aufſas giebt eine gründ»
liche Beurtheilung der Dinter'ſc ſchen Schullehrer = Bibeln und des Lis ko'ſchen neuen
Teſtaments. Ueber Dinter lieſ*t man hier freilich das
Urtheil : „Es finden ſich zwar überall treffliche Winke
für die Lehrer und mandhe wohl zu beherzigende
Wahrheit für's practiſche Leben 3 =- wer aber das Ci-
genthümlich- Chriſtliche, die Clemente unſres Glaubens
iernen und auch lehren will, darf nicht bei Dinter in
die Schule gehen.“ =- Dagegen werden Brandts und
Li8ko'*s Bearbeitungen. der heiligen Schrift faſt unbe-
dingt empfohlen ; nächſt denſelben auch :
1) Das neue Teſtament n. Dr. Mart, Luthers Ueberſeßung,
mit Einleit. u. erklärenden Anmerk. Herausgeg. durch
Otto v. Gerla<, Liccnt. d. Theol., Paſtor zu St. Eli-
ſabeth in Berlin. Berlin u. Stettin 1835 f. 2) Die er-
Llärte Hausbibel v. ds Gebrüdern Richter. 2. Aufl.
Barmen, 1835--38.
Dagegen erklärt fich Freihofer wider folgende Hilfs-
mittel zur Bibelauslegung :
3. M. Fleiſ ſchen Behandlung d. neuteſtamentl. Geſ Einleitung verſehen u. d. Lehrern d. evangel. Volksſchulen
zu gefälliger Veachtung übergeben. Nördlingen, 1833.
Ch. C. Wallbrect bibliſc bliklichen, verſtändl. Erklärung d. in d. Bibel vorkommen-
den unbekannten Wörter u. Ausdrü>e , mit Bezeichnung d.
Ausſprache , Hinweiſ. auf d. Vibelſtellen u. vielen Anmerk,.
Nebſt einem Anhange. Handb. z. Nachſchlagen f. angehende
Lehrer it. Bibelfreunde. Göttingen, 1837.
Derſelbe Jahrgang der Blätter aus Süddeutſchland
SE auch (S. 248 ff.) einen beachtenswerthen Auf:
aß:
„Ueber die Behandlung der bibliſchen Ge-
ſchichte in der Volksſc nebſt Beurtheilung d. bibliſchen Hiſtorien - Büchcr von Zahn,
einigen Predigern im Gant. Baſel, Morgenbeſſer, Otto, Schu-
fnecht, Adler , Rquſchenbuſch , Beer u. A.
Zur Geſchichte der Bibelausgaben :
I. M. Göze Hiſtorie der niederſächſiſchen Bibeln. Halle,
Gebauer. 1 Thir. Derſ. Verzeichniß ſeiner Sammlung
jeltener u. merkwürd. Bibeln in verſchiedenen Sprachen
mit kritiſchen u. literar. Anmerkungen. Ebendaſ. 1 Thlr.
Schnlinſpection ſ. Aufficht über die Volks-
ſchuſs u. ſf: w. xk- Bd,
G43
S ſteht man die äußere Cinrichtung des Schulweſens
überhaupt und der einzelnen Schulen insbeſondere.
Cinige Pädagogen (z. B. Dr. Hoffmann in ſeinem
Hantbuche der deutſchen Voiksſchulver aſſung) haben
ſich dafür auch des Wortes „Sculbhaushalt“ be:
dient z; doh möchte leßter Uusdruck paſſender auf die
Mittel ſich anwenden laſſen, durc<4 welche das Beſtehen
der Schule geſichert wird (Deconomie der Schule im
eigentlichen Sinne).
Die Schulordnung iſt eine doppelte: 1) Zeitord-
nung und 2) räumliche Ordnung. = (Die mei»
ſten ältern Schulgeſeße hatten es nur mit dieſer Seite
des Schulweſens zu thun, indem ſie die Rechte der
Lehrer ganz unbeachtet ließen 3; ſie kündigten ſich da-
her auch nur als „S den Artikel „Scchulgeſeke“).
Die Zeitordnung giebt Beſtimmungen über die
Dauer der Schulzeit, über Aufnahme und Entlaſſung
der Schulkinder 3; übec die tägliche Unterrichtszeitz über
Sculbeſucg und Sculverſaumniſſe 3 über die Scul-
ferien. Die räumliche Ordnung dagegen hat es mit
der Einrichtung des Lehrzimmers, der Claſſenabthei-
lung, dem Claſſenſiße (Location) und der Claſſenver-
ſezung (Trenslocation) zu thun. -- Mittel zur Auf-
rehthaltung der Schulordnung ſind die Sc gen und Sculreviſionen, die Schultabellen und die
Sculzucht im engern Sinne. Die Gegenſtände haben
in beſondern Artikeln ihre Crledigung gefunden, auf
welche hier zu verweiſen iſt.
Ueber das Verhältniß der Schulordnung zu dem
Unterrichte und zum ganzen Zwee der Schulerziehung
ſagt Denzel (Einleitung in die Erziehungs: und Un-
terrichtslehre Th. 11. S. 63 f.):
„Die Ordnung, welche in einer Schule als einer
Unterrichtsanſtalt getroffen wird, muß natürlich darauf
berechnet ſein , denjenigen Zuſtand derſelben zu begrün-
den, in welchem der Unterricht auf eine wirkſame Art
ohne Hinderniß ertheilt werden kann. Alle Cinrich-
tungen, welc her zunächſt auf den Unterricht, und die Geſeße, auf
welche ſie ſich gründet, ſind von der Art, daß ohne
ihre Befolgung von Seiten des geſammten Kinderver-
eins kein gedeihlicher Unterricht ſtattfinden kann. --
Allein da die Schule eine erziehende Anſtalt iſt, ſo
hat die Schulordnung vornehmlich auch die. Aufgabe,
diejenigen Lücken in der moraliſchen Erziehung aus-
zufüllen , welche der Unterricht ſeiner Natur nach laſ-
ſen muß. Beide Bildungsmittel greifen auch ſtets in
einander ein und unterſtüßen ſich wechſel8weiſe für den
Zwe der Erziehung.“
„Cs giebt gewiſſe allgemeine Gemüths- und
Willensrichtungen, mit deren Hervorbringung
nicht nur die ſittliche Erziehung elementariſch beginnen
muß, ſondern welche auch die Grundbedingungen alles
kräftigen Auffaſſens, Thuns und Vollbringens ſind.
Sie werden durch Gewöhnung zu Fertigkeiten und
ſeven den Menſchen in den Stand, das, was er will,
und ſo, wie er es will, auszuführen. Hierher rechnen
wir die Gewöhnung zur Aufmerkſamkeit, zur aus-
dauernden Thätigkeit, zur Ordnung und Pünct-
lichkeit, zum Gehorſam, zur Reinlichkeit, Wohl:
auſtändigkeit, zur Offenheit, zur Dienſtleis
ftung und wir ſehen uoch dinzu zur äußeren Ehr
+

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