Volltext: Neue Bilder-Gallerie für junge Söhne und Töchter zur angenehmen und nützlichen Selbstbeschäftigung aus dem Reiche der Natur, Kunst, Sitten und des gemeinen Lebens - 7.1800 (7)

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vder ſchwer ſtarb, wenn das Blut nicht quk floß, 
ſo galt dieſes für ein bdſes Zeichen göttlicher Ungnade. 
„Aus dem Eingeweide des geſchlachteten Thieres 
weißagte der Prieſter. Nachher wurde das Opfer- 
thier auf dem Altare verbrannt: anfangs ganz, in 
ſpäteren Zeiten aber nur einzelne der Gottheit geweihte 
Stücke, z. B. die Keulen nebſt Fett und Eingeweiden. 
Um die Flamme zu vermehren, ward Wein und 
Weihrauch uns : Feuer geſchütte. Während des 
Verbrennens beteten die Prieſter und der Urheber des 
Opfers gemeinſchaftlich, und legten ihre Hände das 
bei auf den Altar. Zuweilen ward auf muſikaliſchen 
Werkzeugen dabei geſpielt; auch wohl um den Altar 
getanzt, und Pfoblieder auf die Gottheit dabei geſungen. 
acs Endigung des Opfers bekam der Prieſter, 
und an e'nigen Orte auch die Könige oder andere obrig- 
Feitliche Perſonen einen beſtimmten Antheil von dema 
ſelben , z- B. in Athen gehörte dem Prieſter die Haut 
und die Füße, und der zehnte Theil des Opfers den 
Prytanen; der größere Theil ward gemeinſchaftlich 
verzehrt und die Menſchen fühlten ſim erhabener durch 
den Gedanken, ihr Mahl mit der Gottheit getheilt zu 
haben,
	        

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