Full text: Jahresberichte über das höhere Schulwesen - 32.1917 (32)

NatüurwisSenschaft. AT, 103 
abweigend mit Hertwigs Buch (Jb. XXXI, 101) auseinander, dessen Aus- 
führungen vielfach gerade den Darwinismns stützen, und betont die von 
Hertwig nicht genügend berücksichtigte Bedeutung der vergleichenden 
Morphologie. deren Wegen er am Skelett der Wirbeltiere erörtert. Koch 
bespricht eine Anzahl neuerer Angichten Über den Tod und die Alters- 
erscheinungen. 
Die Einführung im die Bioloqie der Farbstoffe von Bab ä& k behandelt 
deren photosynthetische Funktion, ihre Schutzaufgaben, ihre Bedeutung 
als Regerven, als Abfallsprodukte, ihre respiratorischen, degenerativen und 
rezeptorischen Aufgaben, also ihre physiologische Bedeutung. Sodann wird 
die ökologische erörtert, die vorwiegend eine Sympathische ist, aber auch 
für die geschlechtlichen Beziehungen verwendet wird. Weiter erörtert Verf. 
- die Entstehung der Farbstoffe, ihre Lichtempfindlichkeit, die Bewegungen 
der Chromatophoren, ihre Innervierung. 
Die Probleme der modernen Planktonforschung Brehms betreffen 
„Glazialbiologie“, also Einflüsge der Eiszeit: Entstehung neuer Formen, 
die Zyklomorphosge, Veränderung in den Fortpflanzungsverhältniggen, 
Kinwanderung neuer Typen ins Süßwassger. 
Kekstein hat unter dem neuen Titel Die Schädlinge im Tier- und 
Pflanzenreich (Jb. XXI1, 61) diege nicht nur gegehildert, Sondern er hat 
auch Ratschläge für zhre Bekämpfung beigefügt. Diegem Gesichtspunkt sehr 
entsprechend ist die Schrift gegliedert. -Für-das Haus, den Garten, Feld und 
Wiege, den Wald und die Fischgewässer werden die betreffenden Feinde 
zugammen behandelt: Säuger, Vögel, Lurche, Gliederfüßer, Weichtiere, 
Würmer, Pflanzen. Recht interesSant Sind die Jedesmaligen Angichten des 
hervorragenden Praktikers und seine Entscheidung über die „Nützlichkeit“ 
oder „Schädlichkeit“ des betreffenden Lebewesens, zumal da die Rück- 
Sichten auf Naturdenkmalerhaltung hier mitsprechen. Man wird bei Eck- 
Stein Jjedesmal besten Rat erhalten. 
Geogqraphaisches. Morton führt uns in Lehrspaziergängen durch die 
norddalmatintische Ingel Arbe und zeigt uns 5 die reiche Fülle ihrer naturge< 
Schicehtlichen-Scehönheten: 2507 
2. Pflanzenkunde. 
A. Lehrverfahren. 
Wagner beantwortet die Frage Wie belehren wir die Schüler über die 
Grunazüge der Pflanzenernährung unter Ausführung chemisch-analyttscher, 
pfrystoloqischer und mikhroskoptscher Arbeiten ? durch die Vorführung ein- 
Schlägiger Versgüche. * 
Tobler zeigt in Seiner Darstellung und Aufgabe der wirtschaftlichen 
Botanak, wie der Einzelstoff aufzufasgen oder abzuleiten ist und wie er mit 
anderen Gebieten verknüpft werden Kann. Es empfiehlt Sich, wie auch 
Songt bei der Behandlung der einzelnen biologischen Themata, nicht ztets 
denselben Gang einzuschlagen. 
 
 

	        

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