Full text: Die Lehrerin in Schule und Haus - 18.1901/1902 (18)

Allgemeine deutſche Penſion3anſtalt für Lehrerinnen und Erzieherinnen. 979 
 
Aus den Einnahmen der Anſtalt (Eintritt8geld, Mitgliederbeiträge, 
Kapitaleinzahlungen und Zinſen des angeſammelten Kapitalvermögen3) wird 
nach Beſtreitung der Verwaltungskoſten die Prämienreſerve gebildet. 
Aus dem bisherigen Hilfsfonds wird ein Reſervefonds von 300 000 Mt. 
abgezweigt, welcher als Rückhalt zu dienen hat, um den verſicherten Mit- 
gliedern die unbedingte Regelmäßigkeit und Sicherheit in dex Auszahlung 
der verſicherten Penſionen zu gewährleiſten. =- Der übrige Teil des Hilfs- 
fonds (einſ<ließlich der unverwendeten Zinserträge des Reſervefond8) wird 
weiterhin als Hilfsfonds verwaltet und wie bi8her verwendet: 
a) zur Gewährung von laufenden Beihilfen an ſolche Anſtalt8mitglieder, 
welche vor dem Fälligkeitstermin der eingekauften Penſion dauernd dienſt- 
unfähig werden; 
b) zur Gewährung von einmaligen Beihilfen an Anſtalt8mitglieder in 
außerordentlichen Krankheits- und Notfällen. Dem Hilfsfonds gehören zur 
Zeit als beſondere Stiftungen an: die Großmannſche Stiftung, die Jubi- 
läumsſtiſtung und die Julius Bleichröder - Stiſtung. Dieſe Stiftungen, 
jowie andere, die ihm ſpäter etwa noc< zufallen werden, ſind nach den bei 
der Übereignung getroffenen Beſtimmungen, erforderlichenfall8s nach Feſt- 
ſezung der Generalverjammlung, als beſondere Stiftungsfonds zu ver- 
walten. 
Nach der Verleſung dieſes Entwurfs und einer eingehenden Exrläute- 
vung desſelben durch den Herrn Vortragenden wies Herr Miniſterialdirektor 
Db. S<hwarßkopff darauf hin, daß das Privatverſicherungs8geſetß lediglich 
den Zwe verfolge, die geordnete Verwaltung der Vrivatverſicherungs- 
gejellſchaften und die Berechtigungen der Verſicherten ſicher zu ſtellen. 
In Übereinſtimmung hiermit ſeien veraltete Beſtimmungen des Statuts 
beſeitigt, aber der Kern ſei, ſoweit irgend möglich, erhalten. Diejenigen 
Beſtimmungen, welche eine Abweichung von den bis8herigen Saßungen dar- 
ſtellen, ſeien geſeßlich vorgeſchrieben und müßten daher notwendig auf- 
genommen werden. Gine Durchberatung der einzelnen Paragraphen ſei 
innerhalb einer kurzen Sißung nicht gut möglich. Nach ſeinem Dafürhalten 
ſcheine auch angeſichts der eingehenden Vorarbeiten von den Herren Sach- 
verſtändigen, welche bei ihrer Arbeit noc< von Mitgliedern des Reich3- 
aufſichtsamts für Privatverſicherungen unterſtüßt worden ſeien, die Be- 
ſprechung der einzelnen Beſtimmungen kaum notwendig zu ſein. Er 
empfiehlt deShalb, das Kuratorium wolle im allgemeinen ſeine Zuſtimmung 
zu dem verleſenen Entwurf ausſprechen und wolle, um die endgültige Feſt- 
ſtellung der neuen Saßungen möglichſt zu fördern, den Central-Verwaltungs- 
ausſc<huß ermächtigen, die zur Erlangung der Genehmigung dieſer Satzung 
durch das Kaiſerliche Aufſichtzamt etwa noch erforderlichen Abänderungen 
auszuführen. Das Kuratorium nimmt dieſen Vorſchlag einſtimmig an und 
vollzieht ſodann einſtimmig die zur Weiterführung der Geſchäfte nötigen 
Wahlen für den neuen Vorſtand. Derſelbe ſoll aus folgenden Mit- 
gliedern beſtehen: 
1. Miniſterialdirektor, Wirklißer Geheimer Ober - Regierungsrat D. 
Schwartkopff, Direktor; 
2. Schulrat Städel, ſtellvertretender Direktor; 
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