Full text: Bildungsblätter oder Zeitung für die Jugend - 3.1808 (3)

 
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zeitung für die Rusaend. 
 
Donnerstag III. 15. September 1808. 
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Der frobe Tag. den, pradtvollen Anblid eine Art von Zeft bereitet. Nur 
(Befihruß.) da diefe Srerne fehr weit entfernt und daher fehr groß 
— feyen, erfuhren fie damald. Der erfle finnlihe Anblie 
V. 
Die Rüdfebr 
&; mar für die Herrmann’fhe Familie hohe Zeit zum 
Aufdruhe. Echon war die gute Mutter beforgt um ihre 
Kleinen geworden. Shre Kouife wiegte fih fchon in fanf- 
tem Schlummer auf ben Armen eines guten Mütter: 
hend, die an dem muntern Sinde ihre Freude gehabt 
hatte und fib Etwas darauf zu gute that, daß die Klei- 
ne unter allen Anwefenden nur tbrer Pflege anvertraut 
werden wollte, Aber Suftav war wah, mur etwas ftil- 
ler. Zur Alle war cd ein frober Tag gewefen,; vom Xel- 
teften bie zum Kleinften hatte Seder Sefellfhaft und Ge- 
fpielen feines Alters gefunden, und Alles trug fehöne Er: 
innerungen mit beim. Unter berzliben Umarmungen 
fhieben fie. Rafch rote der Wagen fort. Die Mehre: 
fien waren ftil; nur Wilhelm batte nob Manderlei zu 
fragen. Cd war ein berrliher Abend; das Thaugemölf 
fentte fib bald herab und die Luft ward wieder bunft: 
freier. In Welten fanf der fitelformige Mond nieder, 
der fo befcheidener, ald im vollen Slanzge, aud) ben übri- 
gen Fleineren Kichtern bervorzuftrablen. erlaubte, Wil: 
beim fuchte Sternlein zu entdeden,- und zählte. Auch 
Wilhelmine fand mehrere. Schon vor einem Sabre war 
der Water mit ihnen unter den Sternenbimmel der Win- 
ternacht getreten und hatte ihnen durch diefen überrafchen- 
nahm fie fo ein, daß fie Nichte weiter fragten, Eie fucds 
ten die größern auf, freuten fih über den heflen Ecein 
bes Supiter und unterfhieden ihn von dem ftillern röth- 
lihen Glanze des Mare. Die Konftellationen des Bären 
und des Drion fielen den Kindern auf; der Bater nannte 
ihnen die Namen und binfort wollten fie nur den Bären 
und den Orion fuhen. Uber jet ward Orion vergeblich 
gefuht ; der Vater fagte ihnen, er fey jegt nicht zu fin- 
den. Aber dafür fchimmerte der Abendftern, den fie dag 
erfte Mal nicht fahen, in vollem Lichte unweit des Mon: 
ded. — 
„Ah, Vater,” rief. Wilhelm, „einen fo großen, 
fhönen Stern fahen wir nob nie! Der muß hundert 
Mal größer feyn, als alle übrigen.” 
Dielleiht tft er weit Fleiner, 
nd da fpaßen! Sch fehe ja, daß alle übrigen 
Heiner find,” 
Sf les fo, wie eh fheint? — Glaubt du, 
daß diefen Abend die Bäume alle fhwarz geworben find? 
„Mein, des Abende fehen fie nur fo aus,’ 
“Und dap der Berg, ben wir bei unferer Abfahrs 
feitwärte liegen faben, aus blauer Erde befteht? 
„D nein!“ 
Wie gienge das nun wol zu, dab der Stern grös 
Ber fchiene und Eleiner wäre? — Zitder Haba 
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