Full text: Bildungsblätter oder Zeitung für die Jugend - 3.1808 (3)

  
 
 
 
 
 
 
RR 3 Ta mun 
Muorase 
ee 
zeitung 
Donnerstag 
er 
De Er en 
ie 5 
er (sr 4:3} 
FR 
den 
f 
 
Rn > 
EEE 
err dio 
 
 
ie 
ern 
here: a DErbesie gan 
fir die Rusend. 
135. 
10, Movember 1808, 
 
Bruchflücde aus einer Brodenreife, im 
Sabre 1807. 
(Def dd ı uf.) 
Das Thal, in welhem biefe Höhle liegt, fängt mit 
Elbingerode an und fchließt mit einem hoben Berge, an 
deflen Zuße eine Art Wirthehaus liegt. Dem Haufe ge= 
genäber ift die Marmormühle, in welder die gleich in 
der Nabe gebrochenen Marmorblöde in Tafeln zerfägt (ei: 
gentlih vielmehr burchgerieben), durch fehr einfache Ein- 
richtungen polirt und dann vielfältig gebraucht werben. 
Eine Menge Heinerer Arbeiten, 3.8. ZTabatsdofen, wers 
ven hier ebenfalls durch hechft einfahe Mafchinerien vers 
fertigt, beren Beichreibung, bei aller Weitläuftigkeit, 
doch fehr undeutlih ausfallen würde, Wer je einmal 
dergleihen gefeben bat, weiß, wo nicht mehr, Doc 
beffer, was er weiß, ald aus den umftändlihfien Be> 
fhreibungen. 
Sn der glübenden Mittagehige Famen wir nad 
Blankenburg, und jest fanden wir uns eben fo glüdlic, 
bier zu fenn, als ed und auf dem Hinwege höchft unan: 
genehm gewefen war. — Sin dem wohleingerichteten Saft: 
banfe des Lieutenant Hörnide — To heißt er, wo ich mid 
nit irre — mar Ulles auf’s nettefte eingerichtet, um 
ermüdete Neifende zu erquidten. — Sier befliegen wir 
dann, wie ich bereits erwähnt habe, die Teufels: 
mauer — ein Name, der mehreren hoben Eteinklippen 
in den umliegenden Gegenden gegeben wird, die eigents 
li aber alle nur einzelne hervorragende Yunkte der ges 
famten Elippigen Berge find, welde bie Tenfelömaner 
bilden, 
Einen fröblihen Abend haben wir in Blankenburg 
verlebt. E8 verfammelten fih mehrere gebildete Men: 
fhen, bie eine eigene Gefelfhaft audmacten, bei uns: 
ferm Wirth, zu einem gemeinfchaftlihen frugalen Abend: 
effen, welches wir freilich lieber mit ihnen, ale auf uns 
ferm Simmer allein genießen wollten; denn Nichts erheis 
tert mehr, als die fröhlihe Stimmung Anderer. Na 
Tifche wurden noch einige Stunden in dem netten Gar: 
ten am Haufe, unter dem reinen Sternenhimmel, in 
Lauben und im Gartenhaufe sugebraht. Es war fo fchön, 
daß ich erft um Mitternacht in’8 Bett kam. 
Edade, daß wir die Roßtrappe nicht fehen 
fonnten, auf welde wir und fo gefrenet hatten. Eg ges 
hört nicht hieher, durch welden verbrüßlichen Zufall wir 
genöthigt wurden, eine ganz andere Tour zu nehmen, 
als wir gewollt hatten. — Doc kamen wir in ber Nid- 
be diefer wilden Gegend vorbei und batten zugleich doc 
die Entfhädigung, von ber Furctbarfeit derfelben im 
Winter und unterrichten zu laffen, im weldher Jahreszeit 
fie nicht Teicht von einem Reifenden befucht wird und doc 
weit fehenswerther feyn dürfte, als im Sommer. — 
Die Bude flürst fih bier in einer wilden Gegend, zwis 
fhen fteilen Felsklippen, wol einige Hundert Fuß tief 
fhdumend und tobend hinunter. E8 ift begreiflih,, da 
fie unten fi tiefe Abgründe ausgehöhlt hat, che fie aus 
dem Thalihlunde fih im das flache Land hervorftärzt, 
135
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.