Full text: Bildungsblätter oder Zeitung für die Jugend - 3.1808 (3)

 
 
 
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Ssuaend. 
39. November 1808, 
 
Slumination de8 Marktes gu Leipzig den 25. 
Sept. 1978. 
(Zur Rupfertafel Jr. 36.) 
Hi: nöthigen Erläuterungen an dufen Kupfer finden 
die Leier in dem 11 8ten Erud diefer Zeitung. Eine un: 
vorbergeiehene Kranfbeir des Künftlerd machte die frü;ere 
Erfheinung diefed Kupfers unmöglic. 
Alte Erzählungen, Schwänfe und 
Scdnurren. 
Mande Fonlihe Erzählung batten unfere alten 
Dorfahren und mancen Iufiigen Scherz, von welden vies 
le wieder in neuern Zeiten hervorgefuht wurden, Mieds 
reren unferer 2ejer ift gewiß die Eryablung von dem En: 
gel erinnerlih, der mir einem Menfhen eine Reife mat 
und dem Mann, der fie am Ende bed erfien Meiretages 
mit vieler Gaftfreundlichkeit aufnimmntt, ein goldenes Ge: 
fig mitninimt, weldes er dem mürriihen nnd unzufries 
denen Wirthe Ichenft, bei dem fie die zweite Nadıtbers 
berge nehmen; in der dritten Nacıherberge aber foger 
ben einzigen Sohn des trefflihen Mannes erwürgte, kei 
dem fie blichen. 
Bzi einem alten deutihen Echriftfteller bieß biefe 
Erzahlung: Der Waldbruder, vom hbeimliden 
Gericht Sottes, 
Eine andere Erzählung von dem ungebuldigen Gärt- 
ner, der dem Hafen Feinen ohlfopf gonnen will und den 
Edelmann um Hülfe bittet, ber ihm, um den Hafen zu 
begen, mit leinen Vierten, Hunden und Tagdgefolge den 
ganzen Garten zu Schanden madbt, ft and eine alte Sa- 
ge, die von den Sunfingern erzahlt wird, melde in 
Baiern eben Das find, was die Eildbürger in Eacfen 
feyn follen. — 
Sch enthalte mich mehrerer Beifpiele; ich will aber 
Dagegen mande alte Erzählungen und Schnurren hier wie- 
derholen, die wenig oder gar nicht mehr befannt feyn 
durften. 8 fickt denn doc da und dort manches Körkte 
lein Salz in Lehre, Narh und Luft darin und zumellen 
fieden ganze Fäplein voll Cal; darin, Die alte Art ber 
Erzählung ift je aumweilen für unfere Zeit und Eitte zwar 
ein wenig algu Derb, und fo hab’ ich fie denn freilich wol 
mildern müfen; aber ich habe fie doch deswegen nicht et: 
wa gar jo fehr uinfhafen wollen, daß ihr Alter und ihre 
Art im Inhalt ganz unfenntlih blieben. — Warum ich 
fie hier erzähle, darüber Kab’ ich manderlei Gründe, für 
welche bier aber Der Plag weit weniger fkidlih ift, ale 
für die Erzählungen felbft, Die ale ein Städ von unferm 
Nationalfıhan der erwactenen und gebildetern Tugend 
bilig zu treuen Sünden übergeben werden fellen, damit 
fih der Edas nit verliere. — Und ih meine, daf 
fon diefer Grund nicht ungegtündet it, — Dob, zur 
Sade! gr
	        

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