Full text: Universal-Lexicon der Erziehungs- und Unterrichtslehre für ältere und jüngere christliche Volksschullehrer - 3 (1842) (3)

T. 
T, t, tt, th, iſt ein Konſonant oder Mitlauter und der zwane 
zigſte Buchſtabe des deutſchen Abc, welcher ſtärker als d ausgeſpros 
<en wird, -- Das t macht oft genauen Unterſchied, Taube, Daube, 
Taxe , Dachſe, Teich, Deich, Torf, Dorf, Troſt, Droſt, treuer, 
dreier, trüber, drüber ; wechſelt manchmal mit D, Teutſch, Deutſch, 
Tinte, Dinte, Tocht, Docht; wird des Wohllautes wegen einge: 
ſchaltet, eigentlich, weſentlich, wiſſentlich, kenntlich 2.3 wird in 
fremden Wörtern vor i und nach einem Vokal wie z geſprochen, 
Ambition, Motion, Portion, Erercitium; wird aber auch in mans 
<en mit z vertauſcht, Grazie, Nazion , Porzion, Exrercizien, =- 
Das tt nebſt dt und dd macht auch oft genauen Unterſchied . Ge- 
witter , Widder , Hütte, Hüte, Statt, Stadt. --- Das th ſoll das 
Mittel zwiſchen dem weichen d und harten t halten und macht ebene 
ſalls genauen Unterſchied, Thau, Tau, Thon, Ton, Drath, trat, 
räthlich, röthlich, redlich; ſteht als Subſtantivendung, Drath, 
Nach , Bläthe, iſt noch ungewiß in Gebet und Gebeth, Gebot und 
Geboth, Bote und Bothe; ſteht noch in einigen fremden Wörtern, 
die kein th haben, Karthaune , Myrthen, Pathe, Thurm; iſt un- 
nöthig und unrichtig in Abendteuer, Amarant, Amiant, Kate- 
gorie ?c. == Uebrigens muß man t und d nicht unmittelbar hinter 
einander zu ſehr häufen : Dem, der des Todes Gewalt hat 2c. 
Tabac>krauchen. (S,. Art. Nahrung d. Lehrers.) . 
Tabelle. Dieſes Wort kommt von dem lateiniſchen tabella 
her, und bedeutet ein überſichtliches Verzeichniß ſowohl in Perſonen 
als Sachen. . Die Tabellen , ſofern ſie die Schule betreffen, ſind ſo- 
nach nichts anders als geordnete Verzeichniſſe zur ſchnellen Ueberſicht 
der Schüler, der Lehrgegenſtände und anderer einſchlägigen Notizen, 
um ſie bequem überſchauen und beurtheilen zu können, Hinſichtlich 
des Lehrers ſind die Tabellen zunächſt zur Rechenſchaft gegen. die 
Oberſchulbehörde beſtimmt ; ſie leiten dieſelbe nicht nur in der ndöthi- 
gen Beurtheilung des Schulbeſtandes, ſondern ſie geben auch dem 
Lehrer ſelbſt ein Mittel der Selbſtcontrole an die Hand. In dieſer 
doppelten Beziehung liegt daher nicht wenig daran, daß die Schul- 
tabellen, weil ſie gleichſam als ein ſtehendes Protokoll der Schule zu 
betrachten ſind, fleißzig, genau und gewiſſenhaft geführt werden ſol- 
len , damit man ſich beſonders in Anſtandsfällen, mit Zuverläßigkeit 
darauf berufen kann. Auch müſſen dieſe Tabellen, ſo wie ſie der 
Unſverſ, Lexikon, 3ter Band, 1
	        

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