388 Wohlwolken, = Wohnung,
ſie iſt allein wahre Licbe, Die Quelle, aus der ſie entſpringt, iſi
lauter und rein, =- cs iſt näwlich Dankbarkeit gegen Gott, Nach-
ahmung Jeſu und reiner Eifer, die Summe dcs menſc zu vermindern, ſo weit es möglich iſt. Ein ſelcher wohlthätiger Menſch
hat ſich aber auch einer über alle Erwartung reichlichen Vergeltung zu
erfreuen, und zwar, äußerlid) und in ſeinem Innern -- Freude, Bes
wußtſeyn und Zunehmen an Aehnlichkeit mit Gott, der Urquell aller
Liebe. Auch wird dieſe Vergeltung ohne Ende und Auſhören ſcyn.
Was er einem von ſeinen geringſten Brüdern gethan hat, das ſicht
Jeſys ſo an, als ob es ihm ſelbſt gethan worden ſcy, --- Für eine
ſolche Wohlthätigkeit wird auch der lichſt empfänglich zu machen ſuchen ; er wird ſie mit dem eigentlichen
Weſen und der Quelle, ſo wie mit den Eigenſchaften derſelben bekannt
machen , und dieß bei einer jeden Gelegenheit, die ſich ihm darbietet.
Beſonders wird er die Kindcr durc< Beiſpiele dazu kräftig ermuntern,
die entweder aus dem Leben ſelbſt oder aus der heiligen Schriſt genom
men ſind. Dergleichen edle Beiſpiele ſind namentlich : Booz, der
alte Tobias 2c. womit die Ermunterung Davids verbunden wer-
den kann: „Wohl dem, der für die Armen ſorgt, Der Herv errettet
ihn zur Zeit der Noth. Der Herr aihält ihn -- verleiht ihm langes
Leben , und macht ihm auch ſclich. Der Herr
ſteht ihm in der Krankheit bei, und wendet ihm ſeine Krankheit um.“
(Pſ. 40, 2? =-- 4.)
Wohlwollen (Der Wille das Wohl Anderer zu befördern.)
Beſtimmt ſich der Wille ſelbſt zur Liebe für das Wohl Anderer,
ſo wird er zum Wohlwollen im höhern Sinne. Wohlwollen iſt Fülle
der Menſchlichkeit , die ſich über Alles ergießt, was ihr in der Natur
und Menſchheit erreichbar iſt. Von ihr aus geht der Trieb, alles
Vorhandene zu ſchüßen, und allen lebendigen Weſen wohl zu thun,
nicht darum, weil ſie ſo oder anders ſind oder erſcheinen, ſondern da?
rum , weil ſie da ſind und zum Reich des Leben gehören. Das Herz
das in Wohlwollen überfließt, iſt nicht nur reich an Gefühlen der
Menſchlichkeit gegen Menſchen, es iſt eben ſo reich an erhebenden
Freuden der Natur gegenüber , als an Kräften allenthalben zu ſeg-
nen und zu beglücken. Von ihm aus geht das Licht der Menſcheu-
freundlichkeit, das gleich der Sonne am Himmel ſeine Strahlen leuch-
ten läßt über Gute und Böſe, über Gerechte uud Ungerechte, über
alle, die da Kinder ſind eines Vaters. Beiſpiele ſind; Abrahams
Fürbitte für Sodoma z Moſes und ſeine Geſeße zum Beſten der
Armen. (S, auc) Art. Haß.) '
Wohnung, die, ſvlite hell, geräumig, ho< und trocken ſeyn,
damit die Kinder die Ausſicht in's Freie genießen könnten. Allein
nur ſehr ſelten iſt es den Eltern vergönnt, ihren Kindern ein Wohn-
zimmer zuzuweiſen, welches die gedachten Eigenſchaften in ſich ver?
einigte. Es bleibt ihnen daher nichts anderes übrig, als das wenig
Geeignete, das ſich nicht wohl ändern läßt, ſo viel möglich unſchäd-
lich zu machen. Und dieß geſchieht durch Reinlichkeit und die df:
tere Erfriſchung mittelſt geſunder und reiner Luft 2c, Ganz beſon-

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