Full text: Deutsche Lehrerinnenzeitung : Organ des Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenvereins. - 48.1931 (48.1931)

 
 
 
 
 
 
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Organ des Allgeme 
 
  
Schriftleitung: Irma Stoß, Hamburg 37, Iſeſtr, 36. 
Behag Spreis: Giecteijapel 1,50 M. ; iir Mitglieder des A.D.L.V. bei Bezug dur 
te Nummern 25 Pf.=“ Poſtſc<he>-Nr. des erlages 
eine vierteljährl. 1,15M.; einzelne 
F. A. Herbig, G.m.b.H., Berlin 514 70. ==, Erſcheint am 1., 10. und 20. des Monats. 
SEINEN WR HDi Re . Seite Manuſkripte ohne ausreichendes Rü>porto werden nicht zu 
 
fri Inhalt: An Helene Lange, | 13. Mai 1930. Von Klara 3 
riſe und Schulpolitik. Von Oberſchutrat Dr. Olga Eſſig. == Von ſchwä 
Mrttembergiſchen Schulweſen. Von Oberregierungsrätin. Dr. Vera Vo 
 
Deutſche, 2? 
rerinnenzeilung ==> 
inen deutſchen Fehrerinnenvereins 
 
Berlin 
20, Mai 1931 
 
Verlag: F. A. Herbig, G.m. b. H., Berlin W 35. 
Anzeigen koſten: Die MUR Mitlimeter-Zeile 25 Pf. Alleinige 
Anz-Ann.: Anz.-Verw. Bertho 
Fſpr. Pallas 4588. PO . Berlin 6018. Schluß der Annahme 8 Tage vor Erſcheinen. 
jeſel G.m.b.H., Berlin W57, Pot3damer Str. 76b, 
geſandt. 
Wolff. == Um den „Humani8mus“. Von Gertrud Bäumer. =- Wirtſchafts8- 
biſcher Art und ſc<hwäbiſchem Schrifttum. Von Marta Baumann. =- Vom 
ümer. =- Sc<ulpolitiſches Programm des Allgemeinen Deutſchen Lehrerinnenvereins 
Feſtſchrift 
21. Hauptverſammlung des Allgemeinen Deutſchen Lehrerinnenvereins 
in Stuttgart, Pfingſten 1931. 
wendeten, 
An Helene Lange, | 13. Mai 1930. 
Von Klara Wolff. 
Nicht wie ein Meteor, der ſteil, 
Von fremder Macht geſchleudert, 
In kühner Kurve ſteigt, aufblißt 
In blendend blauem Feuerleuchten 
Und fällt in jähem Sturz, 
Verſhwindet =- 
Nicht ſo warſt Du. 
Ein mütterlich Geſtirn, aus eigner Kraft 
Den eignen Weg des ſelbſtgeſte>ten Zieles, 
Den Sonnenweg aus aller Götter Gnaden, 
Den gingſt Du unbeirrt und ſtark und groß, 
en Sonnenweg = 
Und ſelber Sonne, 
Und Sonnenſegen allen ſpendend. 
Was da verkümmert war und eingeengt 
Und blaß und kraftlos und am Boden liegend, 
Dem wedteſt tauſend Lebenskräfte Du. 
Das hob das Haupt, 
Das war dur<brauſt von Frühlingskräften, 
Das ſetzte Blüten an und reife aus 
Zu edler Frucht in eignem Tun; 
Das folgte Dir und wagte eigne Wege 
Und eigne Ziele aufzuſte>en, 
Das fühlte aller Götter Gnaden 
Dur<h Dich 
Und wagte unbeirrt zu ſein und ſtark und groß 
Wie Du. 
O mütterlihe Sonne, 
O edles Kunſtwerk aus des großen Schöpfers Hand! 
In unbekannte Weiten 3og 
Der Kosmos Dich, die Ewigkeit. 
Dein Weg führt weiter in Äonen, 
Heißt Dich, in andern Sphären wirken 
Nach Sonnenuntergang in ewig gleichem Werte, 
Dein Werk, das blieb zurü>. 
Die Fadel, die Du angezündet, 
Gott helfe uns, daß wir ſie weitertragen 
In Deinem Sinn, in Deinem Geiſt, in Deiner Liebe. 
Dann iſt Dein Gehen do< kein Sonnenuntergang, 
Dann iſt das Abendrot 
Das Morgenrot des neuen Tages, 
Des Tags, da Du in Deinem Erbe weiterwirkſt, 
Auf Erden weiterſchaffſt und weiterlebſt, 
Den Sonnen gleich, die wir nicht ſehn, 
Und die uns doc regieren. 
Geſegne uns Gott, daß alſo es geſchehe! 
 

	        

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