Full text: Allgemeine deutsche Lehrerzeitung : pädagogische Zeitung ; Hauptblatt des Deutschen Lehrervereins. - 55.1926, [1. Halbjahr] (55.1926, [1. Halbjahr])

gemeine Deut 
Serauisgegeben vom Deutſchen Sehrerverein 
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MT 1.2.27 Be 060 24. -I80 1926. mum na 
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und Reichsſchulgeſeß: = Rundſchau. = Wirtſhaitliche 
er 'neuen Lehrerbildung. = Elternbeiratswahlen 
=" Derſchiedene>, = Anzeigen. = Als Beilage: „Sücherſchau NU 5 
Znhalt; Zur Durchführung d 
Fragen, = Deutſcher Cehrerverein. 
„Zur Dur<führung der neuen Lehrerbildung." 
54. Vertreterverſammlung zu Danzig am 26. Mai 1926. 
Es iſt ein kurzes Jahr her, daß. unſer erſter Herr Yor- In Bayern und Württemberg haben wir den früheren Zu 
zender, Kollege Wolff, auf der aligemeinen Verſammlung | ſtand. Wir müſſen ja beinalye wünſchen, daß dort nicht auch 
N Hambürg in ſeinem Vortrag „Das Reich und die Schule“ | eine landesgeſeßliche Regehug erfolgt; denn bei den politi- 
tuch über die Durchführung der Cohrerbildung im Veich | ſchen Verhältniſſen in beiden Ländern müßten - wir zu dem 
ſprochen mußte. Er bezeichnete dies damals als eine Tra- bunten Bild, das wir ſo ſchon haben, 'noH einige Farben 
'g8die, einen 'Leidensweg bis in den Karfreitag hinein. Die | töne mehr erwarten, und zwar einige Farbentöne beſonders 
Schuld daran ſchob er reſtlos ver Reichsregierung zu. Die „dunfſer Art. SEEM Ei 2 200 : : 
Verſammlung ſtimmte ihm einmütig zu und erhob' neben anz... Mitteldeutſchland- zeigt ein. erfreuliches Bild, Heſſen, Chü- 
deren als beſonders wichtige Forderung die folgende: Die ringen, Sachſen zeigen uns Cöſungen, die zwar nicht völlig 
ſeklich nach Artikel 145 Abſ. 2 zu übereinſtimmen, die aber doch den Wünſchen des Deutſchen 
FXogeln. "Dabei iſt ausdrüFlich feſtzulegen, daß die allgemeine Cebrervereins am nächſten kommen. Dazu wird ſich nun in 
Vorbildung durch das Boſtolyon der Abſchlußprüfung an einer allernächſter Zeit erfreulicherweiſe noch Hämburg im JOL 
zur Hochſchulreife führenden h3heren Schule erworben wird, „den geſellen. Neber Melenburg und Baden habe ich ſchon 
daß. die Berufsausbildung durch mindeſtens dreijähriges Stu-- |“ ein Wort verloren. Beide ſind inhaltlich verſchieden, ſie 
ium auf einer Hochſchule erfolat, und daß die Verſchiedenheit gleichen ſich aber darin, daß ſie der Verfaſſung. nicht ent- 
der Weltanſchauungen nicht organiſatoriſch zum AnzdruX | ſprechen. Preußen bringt: nun wieder. eine andere Art der 
onamen darf. 6 das Bild im Deutſchen Veich ein ſehr bunt- 
jores Vorſigenden, dieſer einmütige Ruf 
Löſung, 10 daß 
Dieſe Worte unſere ſcheXiges geworden iſt. Dabei ſagt Artikel 145 I6ſ2 223 DiS 
er Verſammlung ſind wirkunagslos verballt. Auch im dem Cohrerbildung iſt im 
regierung nic rufenſte Hüter und W 
-Veiche . einheitlich zu [35ſen.““ Der. bes 
ſoſſonen Jahre hat die Reiä 
v 2 ächter der Verfaſſung, die Reichsregie- 
brüng der Cohverbildung getan. Aber dafür haben „wir | rung, ſchweigt und läßt eine ſolche Entwicklung zu. 
Tdrleben müſſen, daß in drei Ländern eine. Regelung der Lelwer- |. Dio. großen Gefahren, die dieſe durchaus verſchiedene 
bildun3 im vorigen Jahre erfolgt iſt, in MoFlenburg, Preußen Geſtaltung der neuen Coehwerbildung int- Reich? bringen wird, 
> . N liegen auf der Hand. Jeh will heute vor dieſer Verſammlung 
nur. dne einzige Gefahr: heransgreifen: Jede Cöſung der 
Cohrerbildung, die nicht der Verfaſſung entſpricht, die nicht 
den Forderungen des Deutſchen Cohrervereins gerecht wird, 
gefährdet das gli ; 
geſprochen haben. Daß „die Vegelung in Merlenburgs Js SETS lich Erreichte in Sachſen, GIE vob 
erfaſſungswidrig und durdzaus ünzulänglich iſt, darüber ver“ Heſſen: Deriber Hen: wr uns klar ſein. (Sehr richtig!), 
liere" its bier kein Wort (Sey aut!) Bedauerlich iſt aber Böi uns in Sachſen verfolgt man mit größter Aufmerkſamkeit 
MEENN . MXP ANCEE EE AESCHLEN Te 444 n » " Haraunae im Reic i 50. “4, goſinnten Zei 
Jauch die „Regelung in "Baden. Auch ſie «entſpricht keiner der |. die Vorgänge im Reich; Die uns „freundlich geſinnten Jer 
Erni € ZEE uu e ELIS I DFERDSNEE tungen. baben mit Genugtuung die Regelung in Baden zum 
rei Forderungen, „die 106 .0DeN „Vorge FNSe NIG SRE ENSE REITEN 2 zi 1 923 23385 
Fondors b Kufen it-die geſekliche Vegelung in Baden ves" AbdruX. gebracht. Der Doutſche. Lehrerverein iſt verpflichtet, 
Vers e ECHC -OlC CIE BLIENG SIE H, E +76 C 0: N.-1 „BB , . c 
BN Sn ! En hervorragend Mitalieder einer politi- | darauf jeme volle Aufmerkſamkeit zu lenken.“ Der Deutſche 
SII Weis ee Toſt Jind). Meet überall, ic | Lehrerverein müiß es, ſoweit es in ſeinen Kräften liegt, ver- 
chen Dartei mitbeteiligt geweſen 17» HIE ZOE DEA ERT In EIU BE WRTIUNS | 8 ER IEE 
ſage da it Z ſonder m Nachdru?k an“ in Sachſen, vie | kindern, daß die- Cehrerbildung in Thüringen „und Sachſen 
ge das mit bvbejo dere SAQUUVTIVTs EM ZUE ; H 2097 TILN | es LEES DE MAGEN NEID He 
Kn E Mun ös „| ernſtlich gefährdet wird. is 
onſt über GE AIST ZEI ELL! WENN. CZ gilt, die PORT AIT MEI RBERUR EF KEN KEINEN 7 . 
Bn überafl me I SEILEN WERBELARID durchzuführen, wie Z4 will bei dieſer Gelegenheit einige Worte über die 
ie Feupiſ UNDEN DE GUUS AR UPETOEet Programm und der augenbliFliche. Lage in, bezug auf die Lehrerbildung verlieren, 
Erlau, M anch, NEN e „NHebAyamn Tegeben worden iſt, | wie ſie ſich in Sachſen geſtaltet hat. Die EntwiXelung der 
BE erung, die zu dieſem Fro9 CIE | Cehrerbildung in Sa mit de 
; dpa außen entſpricht. durchaus vom Sächſiſchen Lehrerverem, alſo auch der Deutſche Sehrer- 
ME et auch MT FREIEN fordern muß. Gerade verein völlig einverſtanden ſein konnten. Einige Tatſachen: 
+ z4 vert, was der Deutſche LONE dam wollen wir mit Be- | Yor- vier Jahren, 19227 wurde vom Sächſiſchen Candtag das 
WIRR auf, Me&lenburg mm. el daß in Preußen "Geſe über die Umwandlung "Dep SOMA NAN ZDeIen die 
SEG und Genugtuung. is reſtlos durchgeführt iſt, Deutſchnationalen beſchloſſen. Im Jahre darauf wurde das 
Mwoſten eine unſerer NE Ee »ugniſſes einer höheren neue Cehrerbildungsgeſeß vom Landtag einmütig, alio. von 
Re das DetlageE O en mg 1. preußiſche Re allen Parteien, von den Kommuniſten bis zu den. Deutſch 
wi Bedauerlicherweiſe eben "Nau? eigentlichen Borufs- nationalen beſchloſſen. Es konnten nun drei Jahve ruhigen 
Wing wieder eine Abſeitsſte EHEN "eider ſind disſe Aufbaues und Ausbaues unſerer beiden pädagogiſchen In- 
Sbildung in den beſonderen 7, | ; 5 ütute erfolgen. Auch das zahlenmäßige Wachstum der" 
; D< u doſftonen getteitnt. (Seht: 1.3 ; ' 
Akademien „auch nach den Konfeſſion roi bedauern Studonten war ein ſolches, wie es „unſeren Erwartungen „und 
iin Wenn ſchon eine GI B1v668 Art der Akademie auch den Notwendigkeiten in Sachſen entſprach. Die Sall 
1645 S I 0m “ T: . N . 
. dann müßte uns auh nom darüber "ruht zur“ der 
4 SEE “Studenten melrte fich von Jahr zu „Jahr. In dieſem 
<haffen werden, die ſimultane, Aber 
e "Semeſter kamen rund 100 neue Studenten lhänzu. "In bezug“ 
eit noh alles. WIE 2RCZMG iſchen Neiche aus? | auf das weitere Wachstum können wir mit äller Rule in 
Wie ſieht nun zurzeit das Bild im Deum pi die Zukunft bliken. Jun - dieſem Augenblick nun, w9 VRS 2,0 M 
ais ; | Werk in "Sachſen der Vollendung zum Greifen nahe iſt, ſeht 
Vortrag, gehalten “von Herrn Gleißb er g- Dresden auf der 
Lelwerbildung iſt reichsge 
zur Durch- 
Baden. > RBL RENE , 7 
Goräde dieſe Regelungen ſind. es, die uns nötigen, auch auf 
dieſer Vertreterverſaummlung. Wi! der zu dem Stellung 31 
vereits deutlich genug“ aus" 
3 
anon, was wir in Hamburg 
«ſen war bisher eine ſolche, mit der wir 
die Regelung in Pr 
 
X) Nach der ſtenographi 
ſchen Aufnalyme- 

	        

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