Full text: Allgemeine deutsche Lehrerzeitung : pädagogische Zeitung ; Hauptblatt des Deutschen Lehrervereins. - 56.1927, [1. Halbjahr] (56.1927, [1. Halbjahr])

 
 
 
Allgemeine „Deutſche Lehretzeitung.. 
 
Der Schadon iſt" nicht zu "groß. | ſchul&' gehen wilk, wird an ſeiner Vollanſtält als reif 
nent“ feetächtiger *Scnffe gefehadet;- im neht-rorf "beurteilt. Wieder“ mit "Recht. '. Abox was dent 
wendig. Jur - rechten Zeit ſondert ſic echt iſt, iſt für den andern nur billig. Oder ſins fü 
( voir. ſelbſt. Jedenfalls iſt ' die +|" die Schüler der Vorſchulen == und an ilre Stelle ſind doc 
dundene Velaſtung von geringerem Schaden, als wenn ! die "Gründſchnlen auch getreten == von einem anderen Qa 
Grund einer Begabungsprüfung oinem Kinde die | von ihrem auch nicht akademiſch gebildeten Vorſchullelhm 
Schule grundſe y verſperren wollte. Wer |. geprüft worden, wenn ſie zur Serta durchgehen ſollten? 
denn mwoHh nicht: erlebt, daß aus ſehr mäßigen“ Sex- 
taitern in der Prima führende Röpfe geworden ſind? 
Uind endlich, ' häben wir nicht. die Einheitsſchule? Ver- 
faſjung=mäßig: ſollen ſich auf der Grundſchule alle anderen 
Schularten aufbauen. Warum dam einr“ durch eine Auf- 
nahmepyrüfung ſcharf markierter Tremmitgsttrich zwiſchen der 
Grundſchule und der Serta der höheren "Schufe? Wenn ein 
Schüler“ au ex Realſchule entlaſſen wird und in die Ober- 
r Dollanſtalt übertreten will, jo denkt kein Menſch 
daran, ihn einer beſonderem. Prüfung zu. unterziehen. . Mit 
Recht. r r er Realſchule würde es als ein unbe- 
! Und wer zur Hock- 
Als Reſultat all meiner Ueberlegungen bleibt nur mm 
Die Aufnahmeprüfung für die Sexta der- höheren Schy 
kann und muß daher verſchwinden. Ausnahmefälle beſtätig 
anch hier nur die Regel. Zu folhen Nusnahmen wäre ab 
keinesfalls . em Schüler zu rechnen, der mit Genehmigut 
der vorgeſezten Behörde in der Grundſchule ein Jahr üb 
ſpringt und ſo ihren Stoff in. drei Jahren bewältigt. M 
weit die Schüler von Privatſchalen in diejer Frag2 eine [ok 
Ausnahme bilden, das zu unterſuchen, würde hier zu we 
führen. Jh hoffe, gelegentlich auf dieſe. Frage zurüXkommt 
zu können. Dr. 5. Speidels 
< 
 
2 
 
, & , .-“„ 
Die mittlere Reife, 
men mit den Unterrichtsver- 1. Gründe für. dieſe Haltung ſind. hier nicht meht zu wied 
eicheminiſtermm des Innern | holen. Nber die Tatſache muß nochmals feſtgeſtellt worde * 
Erteilung des Zeugniſſes der | zumal neuerdings verſucht wird, in völliger Umkehrung denn 
mittleren Reife noch nicht berausgegeben ſind, gehen immer | Tatfachen, die Oeffentlichkeit. glauben zu machen, daß | . 
mehr Länder dazu über, unter Berufung auf die unveröffent- | „Volksſchullehrerfchaft für die- mittlere Reife ſozuſagen 9 
lichten Richtlinien die Frage für ihr Schulweſen zu regeln. | antwortlich ſei. So ſchrieb z. B.. Prof. A. Rönig, der Ge 
59 wieſen wir ſchon vor einiger Zeit'an dieſer Stelle auf | ſchäftsführer des Verbandes" ehemaliger Reätfchüler Deutfä 
Regelung. des Freiſtaatos Sachſen Hin, 'die es audy | lands in den-,Dresd. Nachr“ (wir zitieren nach dem Deutſcheit 
[ Je 
| 
Obgleich. die im Einverne 
waltungen der Länder vom 2 
aufgeſtellten Nichtlimien für die 
1er 
x 
y 
vs 
Y 
- €; 
S5 
“0 % 
[+] N 
lfsfchülern ermöglicht, unter gewiſſen » Voraus- | 'Philölogenblatt;. 1927; Nr. 7). folgendes: „Wir wijien; Ki 
das Zeugnis der mittleren Reife zu erwerben. Neu- . |' die: mittlere -Reife namentlich" auf. das Drängen 5 
aben Preußen (22. 3. 1927) und Me Xlewburg- |:Dolkfsſchullehrerſchaft" hin Aeſmaffen IEU 
Schwerin ebenfalls Beſtimmungen dazu erlaſſenz. und man | iſt“. undies folgen damn einige recht'gehäſjige DEUM EE 
kann nicht ſagen, daß ſich dadurch an dem Bilde, das die bis- | an die Ndreſſe der Volksſchulleljrer, die aber in eu IE 
herigen Löſungen der Frage abgeben und auf deſſen Bunt- -| ſammenhang belanglos ſind und die wir bei Penna 8) AR 
ſcheXigkeit wir bereits hingewieſen haben, etwas geändert ! ununterrichteten Manne nicht EREN TUIN NGE: PE T 
hätte. ; "Jer die mittlere Reife, weil er in der Glei (REL NER 
Preußen erteilt das Zeuanis der mittleren Reife nach | niſjes der -m. R. mit dem Seugms der fächfitchen Teac 
1 Ss Hettgnis 00 teren Nett en " DIE 
den betreffenden Beſtimmungen, (deren Wortlaut in der April- | eine Entwertung - ves 
>. uur 
% "Zz 
SE 
lekteren ſieht und Weil er 
.» '.. 4 IM € 5. 3 . po 
Nummer der „Blätter für Schnlrecht“ veröffentlicht wird), | Angſt um die „Unterminierung“ de: WRE RUM BLE Fl en 
x Schülern der höheren Schülen nach erfolgreichem Be- | Zuſammenbruch in feinen“ Augen ein „unenegiet Funn 
juch der Unterjekunda, 2. Schülern der als vollausgeſtalt&t | -Derluſt“ ift, im übrigen fordert er ein2 iE DEE 8 (bus | 
anerkannten öffentlichen Mittelſchulen und anerkannten | der Berechtigungen, die an die mittlere. und an die rams 
öffentlichen "höheren "Mädchenſchulen nach erfolg- | Reife geknüpft werden. - ena 455 008 
reichem Beſuch der Abſchlußklaſſe und 5. Schülern der' an Mit. aller Deutlichkeit rücen auch die REI vein 
Sffentliche Dolksjchulen organiſch angegliederten ge- | höheren Schule von der mittleren Neife ab, mit auſſa 0 
hobenen Klajfen, fofern ſie den'. anerkannten Mittel- | Einmütigkeit wird dort die Unintereſſiertboit der hs SEE 
ſchulen „nach Einrichtung, Aufbau, Zuſammenſezung des | Schule an der mittleren Reife betont. „Srüher war es WE ? 
Cehrkörpers und Leiſtungen“ als gleichwertig anerkannt ſind, | einmal ſo, daß die höhere Schule allein für fich das Recht I 
nach erfolgreichem Beſuch der Nbſchlußklaſſe und dem -Be- | in Anſpruch" naln, Berechtigungen" zu verleihon. Nun eme 
ſtehen einer Kommiſſionsprüfung, die im laufenden "Jahre | Form gefünden it, die. Berechtigung an di? Zeugmiſſe anderer 7 
„ausnahms=weiſe durch eine vom zuſtändigen Regierungsdezer- | Schulen zu knüpfen, iſt man daran ganz unbeteiligt und beruft | 
nenten vorzunehmende Beſichtigung der Rlaſſe erſet wird. ſich "auf die AufFabe "der höheren Schule, mit der die mitt 
„Das“ den Schülern der erſten Gruppe auszuhändigende Ver- | lors Reife gar nichts „zu tun bat und zu tun haben darf.“ | 
ſeßungszeugnis hät den Vermerk zu tragen: „Dieſes Zeugnis | Es wird jedenfalls alles getan, um einer „Verwechſelung“ d. & | 
ſchliegt das Zeugnis der mittleren Reife ein“;. für die Gruppen | einer Gleichſezung dieſes neuen Zeugniſſes der mittlerew | 
2 und 5 Hat das auszuhändigende Schlußzeugnis die Ueber- | Reife mit dem Zeugnis einer höheren Schale von vornhereit | 
ſchrift zu tragen: „ZWSlußzeugnis (Zeugnis der mittleren Reife).“ | vorzubengen. Und es wird auf die an ſich unbeſtreitbare | 
Die bisherigen Berechtigungen, die an den erfolg» | Tatſacke hingewieſen, daß es ja noch völlig ungeklärt ſeis | 
reichen Beſuch der Unterfekunda der höheren Lehranſtalten ' | welche Berechtigungen etwa an das Zeugnis der m. Re | 
jowie der SEREN EEE der anerkannten Mittelſchulen und | 36pnüpft werden könnten und wie ſich das Leben dazu ſtelle- 
höheren Mädchenſchulen JEP waren, werden durch den Umiere Stellung der mittleren Reife gegenüber it nicht 
Erlaß nicht berührt. Der AUD behält ſich vor, eine Zu- weniger klar als die der ſächſiſchen Roalſchulmänner und det 4 
fammenſtellung der mit dem Zeugnis der mittleren Reife Philologen. Wir haben ſie abgelehnt und lebn2n ſie 1045 
verbundenen Berechtigungen zu veröffentlichen. ab, weil-wir das Berechtigungsweſen ablehnen. Aber went | 
. MeFlenburg-Schwerin erteilt das Zeugnis der. | ſie eingeführt wird, ſo verlangen wir aus oft genug dar? 
HEINEN: Reife nur den erſten beiden der in den preußiſchen | gelegten Gründen, daß es auch möglich ſein muß, ſie von 
eſtimmungen genannten Gruppen; in bezug auf dieſe Gruppen | der Volfsſchule aus zu erwerben. * Unter dieſem Geſichte“ 4 
entſprechen die Beſtimmungen durchaus den prengiſchen, alſo | punkt muß änerkaunt worden, daß Preußen eine Form eM 
wohk den Richtlinien des Reichsminiſteriums des Innern. funden Hat, die jenem Vetlahger in gewiſſ u "Umfange 
Die Volksſchule iſt älſo vom Freiſftaat MeXlenburg- | Reo>knung trägt; daß Meckleo: buro Sch ebe ND 7 d65 18 
„Schwerim nicht b'erürf ichtigt worden. . Recht, das Zeugnis De 1NNTESES MERCE Died FASeHER,, vans 5 
Die deutichen Volksfehullehrer, ſoweit ſie dem Deutſchen höheren und der ZARGlRhilE - Vorbeter RE < vers 
Hrerverein angehören, ſind Forne Freund& der mitt- | urteilt werden. Es muß erwartet ede "EAT MEME 
x Zeife.. Sie ſind, wie bier oft genug ausgeführt worde | burg-Schw. in dieſer Beziehung das . 130: vs „abel 
- Gegner des überfommenen Berechtignngsweſens. Die Es hat ja im Nackhölen ſchon ha Ee is Dern 
4 
R. 
R 
 
+44 
inige Uebung. Ulle Ver* 

	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.