Full text: Allgemeine deutsche Lehrerzeitung : pädagogische Zeitung ; Hauptblatt des Deutschen Lehrervereins. - 56.1927, [1. Halbjahr] (56.1927, [1. Halbjahr])

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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für die' webtlich.e. Schule! «- mit Sex gemeinſanten Schule. 
Daß die Erfüllung diejec Forderung eine Verfaſ ſutngs- 
änderung zur Yorausſezung hat, kann nach vorſtehenden 
Ausführungen doch gar keinem Zweifel unterliegen, und daß 
jie -- wenn überbaupt =< nur nach ſehr ſchweren Kämpfen 
duräzuſeßen wäre, ebenſo ſelbſtverſtändlich. Das iſt auch 
dztaldemokratie. Unter der 
die . Lietmnsg.: Her S 
Neberſhrift „Rulturpolitiſche Kämpfe“ ſchreibt der 
„2?öxwäarts“. m ar. 200 (29..4 1927 ) uu HI um das 
Reichsſchulgejetß: „Eine gewalt ſame Erledigung des 
Geſetzentwurfs aber. verbietet ſich, anch wenn ker bei der imne 
„+ 
en „Zerriſſenheit dex Reic >'sregierung in der Schulfrage 
durc TZujeßen wäre, zum minde ejten 1 der FSrage. der -Gleich- 
ber ehtigung der drei Schularten; da es jich 
dabei um eine ganz offene und unbeſtreitbare 
D ZEFA URAL SNN eruüitg- handelt, die iur bei Zu 
ſtimmung der Sozialdemokratie zu erreichen wäre. Daß aber 
die ſozialdemokratiſche Fraktion Lujt haben ſollte; der ſchwarz- 
blauen S&ulreaktion die heißeſten Kaſtanien aus dem Feuer 
zu holen, das anzunehmen, dazu „ſollte ſelbſt die politiſche 
Erfalxung und „IKE durchdringende politiſche 
gegenwärtigen Reichsinnenminiſters nicht ausreichen. Den 
Zintel zur. Taue-hält das Zentrum itt.der 
Hand. Es ſcheint die Abſicht zu haben, ſeine vorübergehende 
SAUNEN mit deix Rechtsparteien rückſichtslos dazu zu bes 
üfßen, jeine konfeſſionellen Schulwüniche durchzuſeten, ſelbſt 
wenn dies uur unter Abkelwy von den Weinmiaxer Verein 
barungen und dem in ihnen zum AusdruX gelangenden Grund- 
ja der gegenſeitigen Duldung möglich fein ſollte. Das 
Sentrum wird“ jich dabei keiner Täuſchung darüber bhin- 
geben, daß ein ſolcher FSrontwechſel einen Kampf fultu- 
reller Nrt -wachrufen wird, wie ihm Deutſchland in gleicher 
Loidenjchaftlichkeit noch nicht: erlebt Hat. 
Wenn aber ein ſoldier Kampf mit einem Sieg der kul- 
turpolitiſchen Rochten enden ſollte, - ſo wird ſich wiederum im 
Scharffiun des 
Zz tt 
Zentrum. niemand darüber im Zweifel befinden, daß damit 
für den S4ulfrieden in Deutſchland, und damit. für den 
WREN Frieden der jungen Republik überhaupt, noch nichts 
erreicht, wohl aber jehr mu verloren wäre. Die beider- 
CR ASETN HNomntfeabeuten: Für das Weimarer 
STL BS SARL GUTER -- us der Zentrunisſeite waren es 
Groeber, Hinte und Burlage = warenſich darineinig, 
Tas. ein Sula e [€ das gegen den Willen 
RLST0L Volksmaſſe mit "SEA 0.der mit 
parlamentariſchen SHhlichen dur-Hgeſeckt 
GIE niemals Rube SEIDEN Et 2 ſo0d-E YU NRX 
neue exbitterung“erzeu gen werde: .MHMiwd..das 
DELE ſelber bat in AE SNEEUTEN Kämpfen früherer 
Zeiten bewieſen, daß es nicht zur Rule kommt und anderen 
keine -Ruhze läßt, ſolange es ſich ii Herzens- und Gewiſſens- 
fragen vergewaltigt fühlt.“ =- Der Artikel ſchließt: „Süär die 
Weimarer 'Scxlvereinbarungen im Zakre 1919, in einer 
u der BIE außenpolitiſchen Note, galt der Grundſatz: 
Cberzeuge können wir uns nicht, ve DUH I 
Lads n dürfen wir uns nicht, alſo müſſen wir uns du [de 
Jetzt, in einer. Zeit der außenpolitiſchen HE MEREN ieh 
man nach dem Grundſäg handeln zu wollon: Uebe "zeugen 
Gei „ui uns nickt, zum Dulden haben wir keine Luſt mehr, 
es 0 vergewaltigen wir, jolange wir die Macht 
S2 5 u Wer jolchen Wind ſät, möge ſich" nicht über den 
IGEN wündern, den er dereint ernten wird!“ 
Daß aber das Zentrum tatſächlich zu cinem jolchen 
Kampfe entſchloſſen iſt, zeigt das Hirtenſchreiben der Ful 
daer Biſchofs Loufs e 113 (Germania (94 vom 27: 4. 
1927), in dem eine Be „4.8 n EERAST «+ule gefordert wird, 
die „allen katholiſchen Anforde erungen entſpricht.“ Und was 
vy ne für Anforderungen ? „Fu beſtimmen, welches 
ex e Anford derungen ſind, iſt zulekt SadWe-der 
IREEN „ZiLEN ſchen TDPIULE Ff ETHA: Wir vor- 
[ae die Schufe, in der katholiſche Kinder von treu katho- 
liſchen Lehrern im Geijte "des heiligen kath DERNE Glaubens 
unterrichtet und erzogen werden.“ Von dieſem katholiſchen 
S<ulideal dürfe “wichts 5 ab gebröFdelt "und ver» 
kürzt werden, „Ihr müßt kämpfen und ringen 
bis das große Ziel SEDE DRIN 442,77 ; 
ij „Auf zwei gewaltigen GUDGRLZEſs ,' 10 beigt "es wäiter = 
„ereaht unſere "Forderung, und ſolange wie feſt auf ihnen ſtehen, 
Allgemeine. Deutſche Lehverzeitung. 
 
 
 
dis 
 
iſt unſere- Stellung unerſchütterlich: es. ſid 
2 < DE ISE 
grogen. Grundfäße des Elteornreobts und der. XiQUI Das 
NEB Gewiſſensfroiheit. Dadurch, daß die deutſchen 
Katholiken an dieſen AUBE Gr indjäßen RIP Kie uE 
de 
am beſten ſoxgen zu können, daß der"S hilfe ieden G 
niemand ſo jehr erſehnt wie gerade die "Kt bholiken, am eri | 
erreicht wird. Weil es. ſich hier für uns aber um lezte Grund? 
 
lagon des geſamten. bürgerlichen und ſtaatlichen Lebens handel 4 
darum ſoll matt auf. der Gegenſeite die Schien 
beit- ver FER EU M1T.5.0:00. 048 AM H UF0bER 50 DEB I 
rungen Feſthalten: Man. hat - das Wort ZuUR D.e R GE x: 
INDITLEN „FEIUEN..--FÜL ihre Shulforderung [LESER 
ben als "0. ben können ſie nie.. Daz-iſt der ehle Geiſt, I 
den unſexe Väter in den Zeiten ſchlimmſter Verfolgung der vie 4 4 
immer wieder bewährt haben. Wir wollen den Kampf nicht. WE 
wollon eine friedliche Löſang. Wonn man aber uns zum Kampf 
zwingt, jo ſind wir bereit, 
Wir dürjen uns auch nicht dur die lan; 38 Dauer der heutige A 
Schulfämpfe irgendwie entmutigen-oder mürbe machen laſſen. Denke 
wir an benachvarte Holland! Dort haben die 
70 Jahre lang um ihre katholiſche Schule gokämp/t. Gowiß liege 
die '"Verhältmiſſe bei uns and aber das Siel, das wir 
vorgelögt bab en z muß iert eicht WALLER . anf 
ri WebDILTEN -=d 8 5 Schu lab'e ſens, muß erveihn 
wo für. alle“ Kinder, die in-der Schule 198 
Epzi hung genie auen ſollen, mag es noh ſo langs 
dauern. "Wom'-an-in. den leßton Jahren nicht weitreich zudenn 
Säiehe verabſchiedet SELIG konnten, haben wir. doh immer 
wieder kleine Erfolge erzielt und Gott -Dank keine: Nieden 
lage verzeichten brancheit: Nur wenn fatho.4.4;:2 
wie dieſen - Grundſätzen und ſe:nea Führern ſteht, 
wir der Zukunft Erfolg haben könn3u." 
1 Anſchluß daran wird damn auf „die bewährte kath2“ 
liſche SEHEN Deutſchlands“ mit ikrer Zentra? 
ſolle in Düſſeldorf im Caniſius lyaus,'das am 27. April 
eingeweil't worden iſt, hingewieſen und um Gabon für dieſe 
jo „wichtige Organijation“ gebeien. -- Es kandelt ſich hier 
alſo um eine Kampfanſage allerſchärfſter Form, Die. auf nicht 
mekr und nicht weniger FME ols die Beſtimmunge 
des bävyeriſchen Röonkordats auf die Noel D& 
ſch ulgeſeßge bung zu übertr agen. An den fails 
liſchen Schnlen ſollen nur „treue Fatboliſc> Sebver“ ange? 
ſtollt worden, d. bh. nicht etwa ſolche, die lodialicy ihre religiöſen 
Pflichten erfüllen, ſondern die darüber linaus in jeder Be- 
ziehung der Kirche zu Willen ſind... Wiewzit das as ht, zeigt 
die „Germania“ m derſelben Numiner anm einem Beiſpiel: 
In Berlin foll zum Schalleiter einer Ea tholiſhen Shit 
ein Schulleiter gewählt werden, der zwar kat boliſch 8 
aber aufdem Bo d dien d D eutffchen Colrerpe? 
eins „ſteht. Das darf wicht" Je Wer Ka jo beißt 
es. da '=- „für die Ziele des De utſcheim Lelrers 
WEBE Ss mit aller Weft" Aingeſekt, gehört niht »an die 
Spiße - einer katholiſche Sammle“ Mer Teiter "eu 
katholiſchen | mule ſein will, ims demnach anch dem Ka t 1 
lif de € erveretn angehören, 0 ndernfalls it 
APIFGOHEL ve ſielt, mit we cher Kühnbeit- das Zentrit 
jetzt auftritt. Ue EIE braucht man nue di? iim Märzt: 
der „Stimmen der Zeit“ erſchienene Abhandlung d 
Jeſuiten SHröteler zu TIME um ſich gans Ear darüber 
zu werdon, welch Forderungen die kat> 30: pe Rirche mit don 
„Geiſt des Bokeonn tnifſe 5“ verknüpft. Sctrt 
nennt dieſe Frage ſchlech tbin „die: Grundfrage des 
kampfes“ und weiſt jeden Einwand gegon ſein? GE 
zurück, Nur womn dieſe Auffaſſung allentl:alben anet* 
kannt word WG könnten die Katholiken ron wirkl icher „G& 
Be rode "iG und nur wonn dieſe Auffaſ,ung vo 
DEE AIs un IRG die Mehrkeit d des "doutſchem 
und damit zu 36 1077. 70eU Weg. zum Nei ms fchutg els 
zu einem! dauernden S >> ulfei eden frei. = 
4 ATEN hängt natürlich auch die Abl eo hnungderſtaa ty 
48 En Schulhoheit zuſammen. Für Hufe Sch ullhoheit bat 
ſic vekanntlid» nouorlic 1 die Deut | <e YVolks part? i mit 
25 beſonderer Entſc hiedenheit eingeſet t. Abox - auch» des 
bie bl termbund will ſie nal» der oben mitgeteilten 
En Ihlioßung in ee „ Reichsſe chulgeſez ocbalten, denn es heißt" 
a ausdrüs 0. daß rx Staatsſchulf 
ly, der Charakter de 
EN 6-7 bien, 6 33 
ey DEr Ss [>dkule unangetaſtet 
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