Full text: Allgemeine deutsche Lehrerzeitung : pädagogische Zeitung ; Hauptblatt des Deutschen Lehrervereins. - 57.1928, [1. Halbjahr] (57.1928, [1. Halbjahr])

 
 
 
57, Jahrgang . 
 
 
[gemeine Doufſche ſehrorzeifun 
Serausgegeben vom Deutſthen Lehrerverein 
„Verlag und Geſchäftsſtelle: -Vevlin: W35, Potsdamer Straße 113, .Haus 2. Sernruf: Rurfürſt 8150/8151 
Verantwortlicher Schriftleiter: beo Ravppel, Berlin-Lichterfelde 1, Steinſiraße 80; Fernruf: Lichterfelde 5951 
Berlin, den 10. Mai 1928 
 
 
 
 
 
 
  
 
Die Arbeit der "Völkerbundgeſellſchaften 'auf dem. Ge- 
" Diete: der „Erziehung 'im Geiſte» der“ Verſtändigung und. Der- 
ſammlung vom Jahre 1925, der 'die NMitgliedsſtaaten „bittet, 
die Jugend ihrer. Länder mit. dem Yorhanden,e:n, den Zielen 
amd. der. Verfaſſung - des. Völkerbundes bepannt zu' machen. 
 
n Bereits im darauf “folgenden „Jahre '= 1924, <-. hat. dann 
I das VölkferbundsSekretariat eine Umſrage bei. den „Regierun- 
gen und den freiwilligen Organiſationen der. Mitgliedsſtaaten 
unternommen, - um die. Methoden. feſtzuſtellen, die - am ge- 
-eianetſten erſcheinen, die Jugend eben in dieſein „Gebiete zu 
erziehen. = bat 
 
 
 
Und“ abermals "ein. Jahr ſpäter == 1925 =. a 
der- Völkerbund. die Kommiſſion für Geiſtige Zuſammenarbeit 
gebeten, baldmöglichſt “einen - Nuterausſchuß, . beſtehend aus 
Sachveeſtändigen für“ Erziehungs fragen, einzuberufen, di? ſich 
„mit: dieſem ganzen Sragenfomplex „näher befaſſen ſolle... Die 
* Kommiſſion für “Ge tige Zujammenarbeit. hat ſich daraufhin 
“ Überaus“ zur Fhalfend, und vorſichtig: geäußert: 2 ir 
' wohl bewüßt, daß. ihre Kompsteitzen - ſehr «beſchränkt ſeien 
"und'-ilre" Mitwirkung dalter. eine „äußerſt beſcheidene werde 
% Bleiben müſſen; denn weder. ſie. noch der "Völkerbund ſelbſt 
„permöchten Hier irgend etwas Zu fordern, ſondecn ſie müßten 
jich darauf beſchränken, Pörſchläge ' zu unterbreiten. . Die 
nationale und. die moraliſche Erziehung entglitten ihnen und 
werden" ihnen ſtets entgleiten. „Freilich ſei es ihr. Recht. und 
 
 
 
mD "betannt-zu machn. 2 € EE ENES GN 
; 1926 und 1927 haben .dann. in Genf, jenem; Wanſch ent= 
„ſprechend, zw2i.: Tagungen, eines Unterausſchuſſes der. Kom 
miſſion für „Geiſtige Zuſammenarbeit; beſtehend aus Sas 
verſtändigen für Erziehungsfragen, ſtattgejunden, der wichtige 
Beſchküfſe- über die Eingliederung des Unterrichts über den 
Völkerbund in die Lehrpläne der Schulen, und zwar von der 
Volksſchule bis zur Univerſität, gefaßt hat. D.eſe Vorſchläge 
der Eißperten an die Regierungen der Mitglioedsſtaaten ſind 
in einer beſonderen Veröffentlichung des Yölkorbundſelretariats 
erſchienen. und jeht auch ins Deutſche überſetzt; ſie enthalten 
auso&ächnete Anregungen, vor allem für die wichtigſte" Srage 
auf unſerem "ganzen Arbeitsgebiet: die Einführung der 
Lohrerſchaft in unſere Jdeen. Es kann hier nicht im 
einzehten auf dieſe -Beſchſüſſ? eintegangen werden, nar einige 
beſonders wertvolle ſeien heraus3ehoben. So der Vorſchlag, 
- den Generalſekretär des Völferbundes zu bitten, regelmäßig 
- Xurze/Reſumss über. die Lehrerſchaft beſonders intereſſierende 
Arbeiten des Völkerbundes herauszugeben und ſie unmittel- 
"Dar gait die größten Lehrer-Zeitungen und Zeitſlwiften der 
Mitgliedsſtaaten zu ſenden. Daß internationaler Beſuchs- 
/ austauſch,- Schülerbriefwechſel, Jugendlager und dergleichen 
mehr empfohlen werden, bedarf kaum .der.Erwähnun". 'Ferner 
„ baben. die Sachverſiändigen angeregt, in den verſchiedenen 
. Ländern dahin zu wirkeit, baldmöglich natindale“ Erziehungs- 
- „konferenzen, beſtehend aus Vertretern der. Schuibehörden, „der 
 
 
 
„ 
 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- - rufen," die.di2. Aufzabe- haben würden, 4 
fehlungen" der Experten der-'bejonderen 
Vn La11385, MIRUPTÜENT 15: > 25 54 DENE“ 15 
  
 
  
ſöhnung gründet ſich auf einen Beſchluß der Völkerbundver-,, 
Es ſei „ihr «1 
Jogär ihre Pflich!, die Jugend dex: Welt -mit..dem: Völkerbunde ; 
. Lehrerſchaft und der freiwilligen - Organiſationen, einzube- 
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In elt Völkerbund und „Saule ." <=." Die / Schüle im Wahlfampf. == Schulverwaltungsreform, Cändgemeinden und Lehrerſchaft, 
<== „Rundſchau. =-, Wirtſchaftliche Fragen. =- Deutſcher Lehrerverein. =- Verſchiedenes, = Als Beilage: Bücherſchau Nr. 5. 
'"' , Ni "m 4: ? . as ! G 
Yölkerbund und Schule. - WE 
Von FSreda Marie Gräfin zu Dohna, Leiterin der Erziehungs abteilung der. Deutſchen Ciga für Völkerbund, 
  
 
„deutſche Erziehungsabteilung der Völkerbundgeſellſchaften ſich 
- vergeblich eingeſetzt. haben. Im vergangenen Herbt nun 'hat 
. Gründung 
„Prinzip "beſchloſſen ijt,- wenn auch- ſeine nähere Ausgejtältung, 
, aut feine Domizilierung, vor allem aber ſeine f 
„Jungen unſerer“ Völferbundgeſellſchaften, dahin zu wirten, daß 
ihre Beſchlüſſe in den verſchiedenen . Ländern baldmöglichſt 
- „dem erſten Genfer 
arbeit mit großem Schwunge angepackt und, da ſie ſowohl 
-- von der Regierung; wie durch die Lehrerſchaft unterſtüßt wird, - 
„bereits beneidenswerte "Erfolge erzielt.“ An den meiſten eng= 
„It, eben; eine-von der „unſeren. vollkommen verſchiedene NMeu-. .. 
"talität vorhanden, die dortigen Kinder werden 'von klein auf 
.„Jelbſtverftändlich > eine ganz andere als bei uns. + Wer die. : 
. denkt, ein wie hoher Prozentſaß der“ dortigen Bevölkerung 
- die der - Britiſh Union, bei uns vorläufig nicht erzielt noch" 
„vollen, Anſätze gänzlich vernichtet, -ſo daß - erſt vor knapp 
„aufzubauen. Gerade in "unſerer; „Wixkangsſphäre. haben wir 
--in Deutſchland« große Schwierigkeiten zu überwinden; ſie: er- 
- „geben ſich einmal - aus 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
  
 
  
Endlich" haben. ſich die, Sachverſtändigen bei: der zweiten 
Tagung auch: für die Gründung eines -Informations5biürxos für 
Erziehungsfragen boim Dölkerbund ausgeſprochen eine 
Forderung, für die : vornehmlich die öſterreichiſche und die 
IT 
des öftoren auf unſeren -Weltkongreſjen und. Geonf..gegenüber, - 
der Völkerbund, fowohl der Rat.wie die -Vollverjammlung, 
dieſem, Beſchluß "der .Sadwverſtändigen zugeſtimmt, ſo. daß die 
. eines Erziehungsbüros beim VYVöſlkerbunde im. 
 
Mäachtbefugnis 
noh etwas ungek.ärt ſind. - GTR ASNN BES 
„Die Sachverſtändigen haben jedenſals auzgezeichnete Ar- 
beit geleiſtet, und es iſt nun“Aufgabe der Erziehungsabtei- 
in die» Tat »mnzeſezt werden. 1224 
Vornehmlich 'die "engliſche Völkerbundliga hat geihmah 
Beſchluß vom Jahre 1925 die Erziehungäs5- > 
liſchen Sdhulen ſind Jugendligen ſür den Völkerbund gegründet, 
finden Muſteriikungen nach Genfer Vorbild ſtatt. In England 
in den "Idealen von Demokratie und 'Parlamentarisms : er- 
zogen; außerdem ijt die Einſtellung dem Völkerbunde: gegenüber 
Tagung des Weltverbandes der Yölkerbundgeſellſchaſten vor 
zwei - Jahren in- Abevyſtwythy in- Wales miterlebt hat, unſeren 
Empfang und unſere Aufnahme durch die dortige "Bevöl- 
kerung; wer, den alljährlichen FSriedensgruß der Waliſchen 
Rinder an die Rinder der ganzen Welt konnt, und wer be- 
Mitglied der Yölkerbundliga ijt, der weiß, daß Erfolge, wie 
erwartet werden dürfen. 10.05 
- Die Deutſche. Liga. für Dölkerbund" hat. in- 
deſſen das große Verdienſt, längſt vor der erſten Genfer »An- 
regung; dem Preußiſchen: Unterrichtsminiſterium im Jahre 1919 
eine Eingabe und im Jahre 1920 e:ne ausgezeichnete Denk- 
ſchrift über die Erziehung der deutſchen Jugend zum Völkex- 
bundgedanken unterbreitet zu - haben; damals ſtand die : Er- 
ziehungsabteilung unter der-Leitung von Frau Dr. Eliſabeth 
Rotten. »Leider hat jedoch die Inflationszeit dieſe hofinungs- 
 
 
 
zwei Jahren- damit begonnen werden - konnte, die Arbeit nen 4 
 
 
Einheits- 
dem Fehlen eines deutſch A 
8 T - 
ſtaates und eines Reichskulturamtes und aus de 
erien der deutſche 
hlreich: 
 

	        

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