Full text: Allgemeine deutsche Lehrerzeitung : pädagogische Zeitung ; Hauptblatt des Deutschen Lehrervereins. - 58.1929, [1. Halbjahr] (58.1929, [1. Halbjahr])

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
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Allgemeine Deutſche Lehrerzeifung 
Serailsgegeben vom Deutſchen Gehrerverein 
58. Jahrgang 
„Inhalt: Beſchlüſſe der 57. Vertreterverſammlung des D.L 
und 23. Mai 1929. -- Der Haushalt des Reichsmini ſteriums im Hauptausſchuß. 
Kulturpolitik. = Aufruhr der Rinder. = Rundſchau, = Wirtſchaftliche Sragen. == Deut 
Verlag und Geſcäftsſtelle: Berlin W35, Potsdamer Straße 113, Haus 2. Sernruf: B 18130/8151 ; 
Verantwortlicher Schriftleiter: Leo Raeppel, Berlin W 35, Potsdamer Straße 113, Haus 2. Fernruf: B1 8130/8151 
 
 
-- Unzeigen. 
 
Berlin, den 6. Juni 1929 
„-„D. in Dresden. =- Deutſche Coehrerverſammlung in Dresden am 22. 
emen === | 
Nummer 23 
 
 
-- Sozialdemofratiſcher Parteitag und 
ſcher Lehrerverein. = Verſchiedenes. 
 
 
Beſchlüſſe der „A Vertreterverſammlung des D.L.-Y. in Drosden. 
1. Geſchäftsberit. 
a) Antrag der Geſellſchaft der Freunde des vaterländiſchen 
Scul- und Erziehungsweſens in Hamburg: 
| „Die Vertreterverſammlung erſucht den Geſchäftsfüh- 
renden Ausſchuß, dafür Sorge zu tragen, daß die Bekannt- 
gabe der Leitſäße und Entſchließungen. zu den Yerbandsauf- 
gaben zum aleichen Zeitpunkte erfolgen kann wie die .nach 
8.26 der' Sakung ' des D. L.-D. vorgeſchriebene. frühzeitige ' 
Veröffentlichung der „Anträge für die ordentliche Vertreter- 
verſammlung.“ MEET EIN : 
b) Untrag Sachſen? „Der G.4. des Deutſchen Cehret- 
vereins wird beauftragt, „ der. nächſten Vertreterverſamm- 
lung Vichtlinien für die 'Zuſammenſezung der Hauptſtellen 
VOTZEN SINGE IKE En R R EN EE ; . 
ZIE en eri mt. Ue Haushaltsplan. 
. Im UWuftrage des D. L.-Y., Provinzialverband „Rhein- 
land, wurde am 16. und 17. Februar 1929 die Raſſe ge- 
prüft. Die Prüfung ergab, daß die 'Führung der Kaſſenge- 
ſchäfte mit größter Soräfalt und Genauiokeit erfolgt iſt. Auf 
Antrag. des Provinzialverbaudes Rheinland; und der von ihm 
gewählten Kaſſenprüfer wird dem Schakßmeiſter Ent- 
laſtung erteilt. s Ö 
Für die neue Geſchäftsperiode wird der Sächſiſche Leh- 
ververein mit der Kaſſenprüfung beauftragt. 
“Der HauShaltsplan wird nach den Yorſchlägen des 
'Shaßmeiſters genehmigt. 
BO DEUT MEY Ceohrerverein und Deutſcher Be- 
amtenbund. 
GDE Vertreterverfammlung des D. L.-Y. ſtellt feſt: Die 
Reorganiſation des .DBB., mit den Beſchlüſſen des :Bundes- 
tages vom Oktober : 1928. begonnen, muß mit allem ' Nach-, 
dru> weitergeführt werden. Ziel der Umgeſtaltung iſt: Den 
. DBB. zu einer innerlich geeinten, zielklaren und ſchlagkräftigen 
Organiſation, zu der Geſamtgewerkſchaft der deutſchen Be- 
amten= und Lehrerſchaft zu geſtalten.“ . ; ; 
„Der D. L.-D. fordert aufs neue von ſeinen Vertretern in 
der Geſchäftsleitung des Deutſchen Beamtenbundes, für eine 
allein dem Sahlenverhältnis der Mitglieder entſprechende Ver- 
tretung der Säulen in der Ceitung und den wichtigen 'Aus- 
ſchüſſen des Deutſchen Beamtenbundes Sorge zu tragen und 
zu erwirken, daß keine Doppelvertretungen einzelner Säulen 
durch Querverbindungen erfolgen.“ 
-& Entſchließung zurſchulpolitiſchen-Cage. 
„Der D. L.-Y. hält zur geſunden Fortentwicklung des deut- 
"ichen Bildungsweſens für unbedingt notwendig, daß die in 
der . Reichsverfaſſung verbriefte einheitliche Regelung der 
Cehrerbildung nach den für die höhere Bildung allgemein gel- 
tenden Grundſäßen durch das Reich endlich vorgenommen 
wird. Nur dürch eine ſchleunige reichsgeſeßliche Regelung kann 
die Gefahr abgewendet -werden, daß unzulängliche Löſungen,. 
wie ſie in einigen Ländern EN Oldenburg, Preußen) 
bereits erfolgt ſind, und- noch bedenklichere Zwiſchenlöſungen, 
wie ſie zurzeit von ſtarken Kräften in Bayern und Würtemberg 
erſtrebt werden, die von der Verfaſſung, geforderte Einheit- 
lichkeit dauernd unmöglich machen. ; 
. Er fordert ferner, daß die in dor; Reichsverfaſſung vor- 
-- geſehene allgemeine Schulpflicht, die für die Volksſchule mn- 
 
deſtens ac<t Schuljahre dauern ſoll, in allen Ländern durch» 
geführt wird. f 
Er erwartet weiter von der neuen Regierung, daß im 
Sinne der Reichsverfaſſung eine organiſche Ausgeſtaltung des 
öffentlichen Schulweſens erfolgt, daß dabei beſonders der 
Ausbau der Yolksſchule, wie ihn die Vegierungserklärung vom 
3. Juli 1928 andeutet, verwirklicht wird, und daß den Er- 
„ziehungsberechtigten im Falle „ihrer Bedürftigkeit hinreichende 
Erziehungsbeihilfen gewährt werden. * ; . E 
Der Deutſche. Lehrerverein hält es für unbedingt not- 
wendig, daß allen Ländern die Möglichkeit gegeben wird, 
ſchon vor Erlaß des, in Artikel 146 Abſatz 2 geforderten 
Reichsgeſezes auch den Lehrern, die keiner Religionsgeſell» 
ſchaft angehören, ihre in der Verfaſſung gewährleiſteten Rechts 
zu ſichern, daß ferner auh Anwärtern, die keiner Religionsge? 
ſellſchaft angehören, der Zugang zum Cehrerberuf ermöglicht 
wird.“ : 
5: Entſchließung zur Frage der Privatſchule. 
. „Die Reichsverfaſſung Hebt die Privat-Yorſchulen auf. 
» Das Grundſchulgeſeß vom 28. April 1920 ſekt als Schluß des 
Abbaus den 31. März: 1929 feſt. Dieſer Termin iſt jetzt bereits 
überſchritten. ; j "FE 
Der Deutſche Cehrerverein richtet deshalb an die Länder 
regierungen die dringende Bitte,“ ſich m't der Reichsregierung 
möglichſt ſchnell über das ſeit einem halben Jahre im Reichs» 
rat unerledigt liegende Entſ<hädigungsgeſeß, bett: 
Privatſchulen, zu einigen, damit das bereits vor neun 
Jahren erlaſſene Grundſchulgeſeß reſtlos in Rräft 
treten kann." GI M 
AEO: Entſ<ließung zum Konkordat. . 
„Der Deutſche Lehrerverein bekennt ſich erneut zu der 
Auffaſſung, daß nur „der Staat Träger der Schulhoheit ſeit 
darf... Daher lehnt er Konkordate oder Kirchenverträge, „in 
 
' denen ſtaätliche Bindungen bezüglich der Schule enthalten ſmd 
oder auch mir angedeutet werden, auf das entſchiedenſte ab“ 
7. Entſchließung zur Jünglehrerfräge 
Der D. L.-V. ſieht in tatkräftiger finanzieller Hilfe für die 
endliche Löſung der -Junglehrerfrage .naH wie vdr eine 
dringende, bisher aber vernachläſſigte Pflicht des Reiches. 
Gerade der. Umſtand, daß heute noch viele Tauſend katho- 
liſche junge Lehrer "und Lehrerinnen, die ihre Lehrerprüfung 
| vor zehn Jahren abgelegt haben, noch immer nicht im Schul- 
dienſt ſtehen, beweiſt, daß deren Lage nur eine Folge der Ab- 
tretung des Reichsgebiets mit überwiegend katholiſcher Be- 
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- - Der D. L.-Y. fordert deshalb, daß das Reich endlich die 
ſeit Jahren notwendige Hilfe -gewährt. ; . 7 
"SNC ML VUR des. Shlichtungsausſhuſſes. 
Der Preußiſche Rektorenverein iſt ein Verein, deſſen Be- 
ſtrebungen denen des D. L:-V. zuwiderlaufen. Eine Nütglied- 
ſchaft iſt deshalb gemäß Ziffer 10, Abſaß 2 der Saßung für 
Mitglieder des D. L.-Y., unzuläſſig. „Ni 
R Entſchließung zur.Denkſchrift 24-868 Beſol- "R 
dungsfrage. ; 
Die -vom - G. U. herauszugebende Denkſchrift beſchränkt 
„fich auf die Darſtellung der Beſoldungsverhältniſe der Leh- 
rerſchaft in den „deutſchen Ländern. ., : | ;
	        

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