Full text: Berliner Lehrerzeitung. - 5.1924 (5.1924)

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erliner Lehrerzeit 
 
Heransgegeben vom Cehrerverband Berlin 
Shriftletter: 6, Kuhrt, Berlin-Johanniskhal, Dereinsftraße 103 Fernruf: Oberſchöneweide 507, 
 
DVieBerliner Lehrerzeitung erſcheint in Verbindung mit der Allgemeinen Deutſchen Lehrerzeitung, 
's. Jahrgang 
Berlin, den 11. Januar 1924 
 
 
 
Wirtschaftsfragen der Berliner Lehrerschaft. 
A, Socehring. 
Icha + g wiſſenſchaftlichem Gebiete hat ſich die Berliner Cehrer- 
! ee; FENN nicht nur als Geſamtheit in den Lehrer- 
dals" Lehrer uE et Mitarbeiter im Kreiſe Gleichſtrebender, 
in der ſtillen Studi, Sdqhul- und auch als eifrig Suchender 
wiſſenſhafilic Wierſluibe ringt der Berliner Lehrer mit den 
Haben "8: En: und pädagogiſchen Geiſtesfragen. Bierin 
Für KRE IEE EH noch Nachkriegszeit etwas geändert. 
Zeit ort cm EM: hs die Lehrerſchaft immer Mittel und 
eeliſcher Gef uch' in den ſchwerſten Tagen. Das zeugt von 
alle jene = nee Äußere Zeichen dieſes Ringens ſind 
i . "WſHaftlichen Einrichtungen und Veranſtaltungen, 
Von den Berlino Kerſchaft unter Mühen aufgebaut ſind . und 
Lchrerbücherei Lehrern weitgehend benutzt werden: Deutſche 
d EC: wiſſenſchaftliche Vorleſungen und Rurſe, 
ſtelloriſche Werke, Hochſchulen, UArbeitsgemeinſhaften, ſchrift- 
naftlichen Betäti a. Das bedeutſamſte Zeichen der wiſſen- 
troß mancher Dette iſt die Berliner Volksſchule ſelbſt, die 
8%. Innern Meet md] ſchwerer Belaſtung durch Mangel 
Hülern das 3 und in der äußeren Ausſtattung, den 
Auch auf a. nd Höchſte gibt. 
und Politik NeheIEE geiſtigen Gebieten, in Literatur, Kunſt 
Sport, ſoziale is rege Betätigung; Turnen, Spiel und 
geſchwächt: die "ap „Naritativo Arbeit ſind ohne Lehrerſchaft 
enäinter, beſſer GE gemeindlicher und geineinnüßiger 
Där, Das le Edrenarbeiten, iſt ohne Lehrer kaum 
ſchaft in dieſe I ſind Zeichen, daß nicht nur die Lehrer- 
die“ Arbeit Kola EDE Befriedigung findet, fondern daß 
ENret, der au greich iſt und aut geleiſtet wird, Mancher 
uu Hungen u. Wirtſchaftsgebieten arbeitete und aur Ent 
l aas APM Maher Rampf um eine beſſere wirtſchaft- 
Einweid 9rwärts5 kam und mißmutig“ wurde, hat 
und enuß RE zu rein geiſtiger Arbeit wieder Sreude 
rufe, daß GRAY und geſunden; denn es liegt in unſerm 
IBP Ut ällen Wirtſchaf ſehnen näch geiſtiger Betätigung, daß 
eer ſind UE NE NW CHILEENE viel ratſoſer und un 
.. Gewiß ILE N „Enttäuſchungen erleben. . 
Tichtlich in : it WirtſHaftsfragen wiſſenſchaftlich und untet- 
Wie viele Eu RoE „Fonmmen, ſtehen auc? wir unjern Mann. 
in den per (aben ſich dur Studium und praktiſche Tätigkeit 
rIchiedenen Wirtſchaftsberufsarten reiche Sachkenntnis 
Wirtſ WRtE Nn in den Berufs- und Fachſchulen über die 
nen Sfragen der einzelnen Berufsſtände. Aber im 
fteleh de nalt, im praßtiſchen Eingreiſen in das Wirt» 
en verſagt unſer Kennen" und Können, Wir laſſen 
7 eigenen Baus! ; ichteſl nd einfachſten 
und Z en Shalt in den ſchlichteſten: und einſam 
ſcheinbar ſicheren Bahnen laufen, ſchauen nicht weit über 
ebrachten 
Unſero vier We y 5 . EE: 
„. vier Dfähle, ſcheuen jeden Schritt aus altherg 1 
weiſen, „Wie Kn Lehrer machen ſich ein FHares Bild 
Haie 7“ eigenes Einfommen und die Bedeutung ee Mn 
wend. im Wirtſchaftsgetriebe, über die „möglich beſte ms 
ing ihres Geldes, fkönnen ſich hinoinſteilen in as 
dubio tliche Gebäude der Löhne und Botter. im Er 
und 15- und Konjumprozeß, ſind ſich ſchlüſſig as 4: ve 
Gehl nde Stouerfragen und zahlen, zvagen ii I 
3 ebe der Erzeugung und der Wareitnbermes GE IGIE 
ten einzudringen in Induſtrie, Handel und Verkehr. € 
en Betätigung in der Yolpswirtſchaft halten M BS En 
ſei 1. -- Mancher wird nun freilich behaupten; liegen zuvi 
ZREWA *.68 ſo ſei; denn auf dieſem Gebiete iegen 3 
» 
Nummer 2 
 
Schlingen und Fängeiſen für den ruhigen Sortgang des eigenen 
Wirtſchaftslebens und der moraliſchen Reinheit "des Herzens. 
Man ſpricht von Schiebern und Wucherern nicht auf dem 
Gebiet der Schularbeit, des wiſſenſchaftlichen Strebens und der 
ſchöngeiſtigen Betätigung, deſto mehr aber im Wirtſchaftsleben, 
von Zuſammenbrüchen und Konkurſen, hinter denen dex Staats» 
anwalt exſcheint, und anderen Erſcheinungen böſeſter Art int 
Wirtſchaftsgetriebe, die nicht nur den Körper, ſondern auch deu 
Sinn vergiften. UÜlan wünſcht, daß dieſe Dinge vom Lehrer» 
ſtand ferngehalten bleiben. Es mag darin viel Wahres liegen, 
aber auch viel Weltfremdheit. Es muß nicht ſein, daß man 
mit dem Hineintreten in wirtſchaftliche Betätigungen die wiri- 
ſchaftlichen Sünden witmachen muß. Gerade unſer Beruf, 
der dem Idealſten gilt, gibt das beſte Gegenmittel :und muß; 
uns gegen die gefährlichen Verſuchungen immun machen. Wenn 
jeht eine ineiner Anſicht nach kleine Sahl: voi Lehrern dur 
die wirtſchaftliche Not oder durch emen in ihnen ſänummernden 
Trieb im Wirtſchaftsleben zu allerlei "Verſuchen gekomnten 
iſt und ſich auf Gebiete gewagt hat, die gefährlich find, und 
einige, eben weil ſie nicht mit der nötigen Ruhe allergefähr- 
lichſte Operationen unternahmen, ſtolperten, jo ſoll das nicht 
abichre>en. Mancherlei . Yerſuche, . Einrichtungen, die ſeit 
Jahren beſtehen, oder. jekt erſtanden ſind, ſelbſt die, welche 
halb oder ganz Schiffbruch erlitten, haben uns bewieſen, daß, 
ſolche Dinge den Lehrer nicht gleich moraliſch aushöhlen. 
Der Wirtſchaftsverband, die Derſicherungskaſjen, der "Beamien- 
wirtſchaftsverein und die neuen Schöpfungen, K.-U.-K." und 
Einkaufsgenoſſenſchaft, ferner ſchulenweiſer Bezug von Wirt- 
ſhaftsartifeln, Unternehmungen einzelner Haben den. Lehrern, 
die die Arbeit übernommen und geleiſtet haben, keinen ſittlichen 
Schaden, den Benußern der Einrichtungen aber ſicher" Vorteit 
gedracht. Es hätte noh viel beſſer gehen können, wenn wir 
mebr Mut gezeigt Hätten. 53 
Die wirtſchaftliche Lage, in der wir - uns“ befinden, noh 
mehr die, in die: wir Hineingezwungen werden “ſoilen un 
wohl hincingezwungen werden, muß uns jagen, daß wir troß 
der Möglichkeit von Fährniſſen den Weg in das praktiſche 
Wirtſchaftsleben tun müſſen, ſei es niehr theoretiſch, ſei es 
mehr praktiſch, ſei es beides. Vor drei Jahren Ichon ſchuf 
die Vertreterperjammlung des D. L.-D. einen „Ausſhuß für 
Standes- und Wirtſchaftsfragen“. Es war ein leiſer Schritt 
it das Gebiet, in 'das die Cehrerſchaft viel ſtärker Hineintreten 
muß, durch Beraten wd durch Taten. Ih ſelbſt bin der 
Überzeugung, daß wir dieſe Angelegenheit viel zu jehr haber 
links liegen laſſen, und ich Hoffe, daß ich mit meinen Aus 
führungen nicht allein ſtehen werden. (Schluß folgt.) 
 
Zur Frage des Überganges von der Grund- zur 
höheren Schwie. NER IE. 
. H 4 nD &* 
Am 1. April 1921 iſt das Grundideen. Schon. 
treten. Damit erfolgte auch KN | 3 Schulen ohne ſolche 
Heute ſind daher die en 87 ME Eee Privatzi M 
Klaſſen. „Da die Zahl "Eerſte Klaſſe verhälinis mäßig Hein- 
5-4 Deb Zn Kauptteil des Nachwuchſes für die 
fähere Sdcmule aus der Dolkeſchule fommen. Es iſt daher 
Zeit, zur Frage des Übergangs Stellung zu nehmen, * 
' Es beſtehen dafür dcei Möglichfeiten; 
1. Die höhere Schule unterzieht alle ſich meldenden Kinder 
einer Keomntnisprüfung und trifft danach die UAuswahl. 
2. Die Grundſimle gibt den aeeigneten Rindern. ein qaus- 

	        

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