Volltext: Berliner Lehrerzeitung. - 5.1924 (5.1924)

- 
 
Berliner Lehrerzeit! 
Die Berliner Lehrerzeitung erſcheint in 
S. Ja 
Ein 
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Perausgegeben vom Lehrerverband Berlin 
Schriftleiter: 6, Kuhrt, Verlin-Johanni 
hrgang 
Rahmenplan für die Cr0ß-Berliner Arbeits- 
gemeinschaften für Lebreifortbildung." 
Grundlegung. 
 
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n Fragen der Erziehung und des Unterrichts gewonnen 
und Unterſuchungen über PÄä 
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ägiger Litoxatur zu dem 
 
sthal, Vereinsſtraße 10; 
 
Verbindung mit der Allgemeinen 
Berlin, den 14. November 1924 
Fernruf: Oberſchöneweide 507: 
Deutſchen Lehrerzeitung, 
Beiniger 46 
 
 
 
 
 
auf; ich denke mir vielmehr für dieſen Abſchluß eine Zuſammen- 
faſjung und Kritik der behandelten Fragen auf der Grundlage 
einer wiſſenſchaftlichen Methodologie. Pädagogik als Wiſſen- 
ſchaft iſt erſt im Werden. Eine wirkliche Philoſophie der 
Erziehung iſt nur möglich, wenn allgemein erkannt wird daß 
die Pädagogik unlöslich mit der Kulturwiſſenſchaft verflochten 
iſt.“ Daß die neuzeitliche Wiſſenſchaft von der Kultur eine 
Geiſteswiſſenſchäft ſein muß, wird heute kaum noch beſtritten. 
Der Begriff der Geiſteswiſſenſchaf! aber erfordert eine Ein- 
ſtellung, in die unſere Cohrerſchaft erſt nach und nach Hinein- 
wächſt. wo bis jet überhaupt eine wiſſenſchaftliche Be- 
gründung der Pädagogik verſucht wurde, da geſchah es ent- 
weder in intollektual-philoſophiſchem (Herbart) oder in experi- 
mentell-naturwiſſenſchaftlichem Sinne (Wundt). Nun iſt aber 
der unter dem Namen Erziehung begriffene gSragenkompler 
weder rein rational noch rein erperimentell zu löſen. Der 
Begriff der Bildungs w € rte weiſt über das Naturhafte ſowohl 
Seeliſche hinaus in ein drittes Reich, :in das 
ie «Über das 
der Sinngebung)- Der Bau 
17 
des. Sinnes (des Sinnhaften, 
der Erziehung im Sinne von Bildung ruht auf zwei Grund- 
Bildungswerten. Bildſam- 
feilern, auf Bildſamkeit und 
kort weiſt in die Richtung des Körperlic 
alſo in die Bezirke des Subjektiven. 
ſind verankert im Reiche der objektiven Kultur. Weſen, 
Umfang und Grenze der Bildſamkeit wiſſenſchaftlich zu unter- 
ſuchen und daraufhin Bildungswege aufzuzeigen, it Aufgabe 
Tor Pſychologie. Welcher Art dieſe pädagogiſche Pſychologie - 
loten Endes ſoin muß, kann nun nicht mehr zweifelhaft ſein: 
Die unlösliche Verfnüpfung der ſeeliſchen Akte und Erlebniſſe 
mit den objektiven Werten der Kultur im Reiche des Sinnes 
führt zur Unterſuchung der BZildungswertke, d“ 4: Fer 
ſcoliſchen Bolange, die für die geiſtige Entwicklung des 
werdenden Menſchen von entſcheidender Bedeutung ſind. Rein 
dige Folgerung, daß die 
denkeriſch ergibt ſich alſo die notwen 
ftliche Soelenkunde in ihrem Grumid- 
neue erziehungswiſſenſcha 
und Endarakter geiſteswiſſenſchaftlich eingeſtellt ſein muß- 
Geiſteswiſſenſchaftliche Pſychologie und Kulturwiſſenſchaft bilden 
ja ein gegenſeitiges Bezugsſyſtem, deſſen Größen in funfküd- 
nellem Zuſammenhange ſtehen, und auf dem Grunde von 
beiden erſt kann der Neubau der wirklichen Erziehungswiſſen? 
ſchaft errichtet werden. Alle echte Wiſſenſchaft iſt unendlich 
wie das Leben. Sie kann darum nie fertig und abgeſchloſſen 
ſem. Die kritiſche Ohiloſophie hat gezeigt, daß Wiſſenſchaft und 
Coben in ei t gültiges Syſtem einzu- 
immer wie 
niemals in ein für alle Zei | 
ſchließen, ſondern 1 der als Aufgaben zu Faſſen ſind, 
die jede Zeit neu für ſich 31 
1 ſtellen und zu löſen hat. Der 
Teilnehmer unſerer Gemeinſchaft wird darum auch am 
Schluſje des Arbeitsganges kein fertiges Syſtem der Pädagogit 
mitnehmen, das ihm nun für ſein Leben aushält und an dem 
nicht mehr gerüttelt werden darf, ſondern höchſtens eine klare 
Yorſtellung davon, welchen Anforderungen ein ſolches Syjtem 
entſprechen muß, und das Streben, ſelber an dem Auf- und 
Ausbau eines ſolchen Gebäudes mitzuarbeiten. Mit dem alten 
dogmatiſchen Betriebe des „iurare in verba magiſtri“ muß 
gründlich aufgeräumt werden. Dabei iſt freilich Voraus- 
ſetzung, daß der Jünger alte und neue Syſteme der Erziehung 
gründlich kennen gelernt hat. Abſprechende Beurteilung von 
Dingen, in die man keine Einſicht hat, wirkt noch unerqui- 
licher ' als die ſtarre Feſtlegung anf ein Syſtem. | 
Der Weg zur Wiſſenſchaft iſt lang und ſchwer. wir haben 
2-5 Stunden - theoretiſcher Arbeit 9 Halb? 
Dabei ſcheiden“ wir die „Grundlegung“ 
'-Seeliſchen im Kinde, 
Die Bildungs werke 
 
bei wöchentlich 
jahre vorgeſehen. 
 
 

	        

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