Full text: Handbuch der Schulhygiene - 1 (1898) (1)

Allgemeine Anlage der Schnlbanuten. 
eer wettern energe 
A. Der Bauplatz. 
a) Der Baugrund, 
Die Voraussetzung für die Mehrzahl der Bestimmungen, welche 
bei der Schulhygiene in Betracht kommen, ist ein zweckentsprechen- 
des, gesundheitsgemäss gebautes Schulhaus. Daher ist die zweck- 
mässige Bauausführung das Fundament der gesammten Schulhygiene. 
Die hygienischen Massnahmen des Schulhausbaues beginnen mit 
der Untersuchung des Baugrundes. Anscheinend vorzüglich gelegene 
Bauplätze können schon durch die Untauglichkeit des Baugrundes 
von der Verwendung zum Schulbau ausgeschlossen werden. Beit 
v. Pettenkofer's Untersuchungen über den Boden ist man auf 
denselben mehr und mehr aufmerksam geworden und hat eingegehen, 
dass die Beziehungen des Bodens zur Gesundheit der Mengchen, die 
Ihn bewohnen, 80 mannigfach und wichtig Sind, wie kaum irgend 
welche anderen aus der gesammten Umgebung derSelben. 
Die im Baugrunde enthaltene Luft steht, 80 lange man nicht 
durch künstliche Mittel dies zu verhindern Sucht, mit der Luft ungerer 
Wohnungen in beständigem Austausche; das im Boden enthaltene 
Grundwasser liefert uns das Trinkwasser; die menschlichen und 
thierischen Abfallsproducte durchgetzen den Boden und können Grund- 
luft und Grundwassger verunreimigen. Kine Reihe von Infectionskrank- 
heiten, wie Malaria, Typhus u. a. m., Sind mit schädlichen Veränderungen 
des Baugrundes unserer Städte und Dörfer in Verbindung gebracht 
worden, und wenn auch dieser Zusammenhang noch nicht hinläng- 
lich erforscht 1st, 80 werden einzelne Krankheiten doch geradezu als 
Bodenkrankbeiten bezeichnet. Untauglich ist aber nicht nur der
	        

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