Volltext: Handbuch der Schulhygiene - 2 (1900) (2)

Hygienische Ueberwachung der Schulen. 419 
Dies ist im Ganzen und Grossey genvmmen die Art der gSamität- 
Jichen Contrule, wie Sie mir für die Schule erspriesslich erscheimnt, 
Nach örtlichen Verhältnisgen werden Abänderungen getroffen werden 
können, wie denn in den bisherigen Instructionen für die Schulärzte 
m Wiesbaden, Kömgsberg, Frankfurt a. M. u, a. mehr, vieles anders, 
das Meiste nicht in dem hier skizzirten Umfange zur Ausführung 
gelangt ist. Das wichtigste Moment aller getroffenen Einrichtungen 
Schemt mir darm zu liegen, dass Sie Stetig im Wirksamkeit Sind, 
und dass die Schule dadurch stetig im ärztlicher Obhut steht. Es 
tritt darm ein gewisser Gegensgatz auf gegen frühere Vorschläge 
(Falk), welche darauf hinauskamen, dass periodenweise Inspicirungen 
der Schulen Statthaben mögen. Ich halte dieselben nicht für zweck- 
mässig, weil im den zwischenliegenden Zeiträumen Sich Schwere 
Schädlichkeiten anhäufen können. Cohn wies z. B. nach, dass nach 
1! Jahren eme Anzahl von emmetropischen Schülern myopisch 
geworden war. Dies darf nicht m Schulen vorkommen, und wird 
nicht vorkommen, wenn die Schule jeden Tag unter Aufsicht 18t. 
Auch vermuthe ich, dass bei den periodenweis stattfindenden In- 
Spectionen mancherlei Vebelstände dem Inspicienten entgehen dürften, 
welche von den Vorstehern der Schule im übel angebrachter Aengst- 
lichkeit verborgen gehalten werden. Man weiss Ja, wie es bei allen 
diesen Inspectionen zugeht. Oft kommen die handgreiflichsten Vebel- 
Stände gar nicht oder erst Spät zu Tage. -- Alle schulärztlichen 
Maassnahmen werden 80 getroffen werden müssen, dass weder der 
Unterricht noch die Schuldisciplin darunter leiden, Sondern gefördert 
werden; daher ist bei allen Maassnahmen ebensowohl der vorge- 
Setzten Schulbehörden, wie der ausführenden Beamten sorgsamst 
darauf Bedacht zu nehmen, dass Schulleiter und Sanitätsbeamte 
im besten und innigsten Einvernehmen zu handeln im Stande Sind. 
women =. 4-.=4G>-1-4------------
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.