Full text: Handbuch für das Berufs- und Fachschulwesen

690 Oeorg Borchardt, Die ſreie BildungsLarbeit der kaufmänniſchen Verbände 
Allgemeiner Verband der Verſicherungsangeſtellten, 
Sit Berlin 
In der vom Verband durchgeführten Bildungsarbeit ſteht die Pflege des rein 
fachlichen Intereſſes der Mitglieder, insbeſondere der Jugendlichen mit an 
erſter Stelle. Die Ortsgruppen veranſtalten hierzu fachliche Vorträge und Be- 
trieböbeſichtigungen. Dann folgen Vorträge allgemeiner Art, ſtaatsbürgerliche, 
gewerkſchaftliche und Wirtſchaftsfragen betreffend. Die ſeit längerer Zeit in 
Frankfurt a. M. beſtehende „Fachſchulkommiſſion“ hat in ihrer Tätigkeit 
zur Reform der einzelnen örtlichen Fachſchulpläne erreicht, daß an verſchiedenen 
Verſicherungöpläßen, wie z. B. Frankfurt, Magdeburg, Hannover, Leipzig, Stettin, 
Breslau uſw. die Technik des Verſicherungsgewerbes bei der Lehrplanaufſtellung 
der Verſicherungsfachſchulen in gebührender Weiſe berückſichtigt wird. Hierbei 
kamen die vom Verband herausgegebenen „Leitſäte für das Verſicherungs- 
weſen“ (Verſicherungsſchriftverkehr, Verſicherungsbuchführung, Verſicherungs- 
rechnen, Verſicherungslehre) zur Verwertung. Dieſe Bücher ſind an faſt allen 
Verſicherungspläen in Deutſchland als offizielles Lehrmaterial einge- 
führt worden. In den einzelnen Ortösgruppen finden dieſe Lehrbücher nebſt den 
gleichfalls vom Verband herausgegebenen Broſchüren „„Die Feuerverſicherung in 
der Praris“, „Haftpflichtrecht und Haftpflichtverſicherung“ und „Leitfäden für 
Anfänger im Entwerfen“ auch praktiſche Verwendung für Kurſe, Vorträge 
oder ſonſtige verſicherungstechniſche Übungen. 
An der Verbreitung fachlichen und gewerkſchaftlichen Wiſſens wirkt die monatlich 
erſcheinende Jugendſchriſt „Die Jugend-Warte“ mit. Hin und wieder werden vom 
Verbande auch Preisausſchreiben veranſtaltet, die die Behandlung lehr- 
reicher Fachthemen zum Gegenſtande haben und zur Vertiefung der Kenntniſſe an- 
regen. Auch die in größeren Abſtänden vom Verbande veranſtalteten Jugend- 
tagungen haben das Ziel, neben der Pflege der Kameradſchaftlichkeit Weg- 
weiſer für den Erwerb geiſtiger Kräfte zu ſein. 
Literatur 
Das deutſche Handelsſchulweſen, Theodor Blum, Verlag Göſchen, 1911, Leipzig. 
30 Jahre Deutſcher Verband ſür das kauſmänniſche Bildungsweſen, Louis Tronnier, Braun- 
ſchweig 1926. 
Verband Deutſcher Diplom-Kaufleute in Vergangenheit und Zukunft, Vortrag Walter Pfundt, 
Brandenburg 1922. 
50 Jahre eines kaufmänniſchen Voreins, Feſtſchriſt des Vereins ſür Handlungsökommis von 
1858, Hamburg 1908. 
Werden und Wirken des Verbandes Deutſcher Handlungsgehilfen, Leipzig 1906. 
25 Jahre Beruſsorganiſation, Verein der Deutſchen Kaufleute, Berlin 1909, 
Jahreöberichte der Handelöskammern, Jahreöberichte und Schriften der kauſmänniſ<hen An- 
geſtellten-Verbände. 
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