378 Geſellſchaft |. Verbreitung v. Volks8bildung -- Geſinnungs8unterricht. 374
Jahrh. Beiheſt 3: Schuſter, Jugend- u. Erzie»
hungösgeſch. Friedr. Wilh. IV. u, Kaiſer Wil-
helm8 I. Beiheft 4: Schmidt, Unterſuch. über da3
heſſ. Schulwejen unter Philipp dem Großmütigen.
Beiheft 5: Nücert, Geſch. des Schulweſens der
Stadt Lauingen vom Ende des Mittelalters bi8 zum
19. Jahrh. Beiheft 6: Lurz, Die bayr. Mittel=
ſchule ſeit der Übernahme durch die Klöſler bis
1803; Meiſter, Aus dem Konferenzbuche des
Bayreuther Waiſenhauſes. Beiheft 7: Wehr=-
mann, Die Begründung de3 evang. Schulweſen8
in Pommern bi8 1563. Beiheſt 8 : Heigenmooſer,
Überblid der geſchichtl. Cntwidl. des höh. Mädchen-
ſchulweſen8 in Bayern bis zur Gegenwart. Beis
heſt 9: Piſtorius, Die Patentverordn. für das
ritter= u, landſchaftl. Schulweſen in Mecklenburg
v. 1821; Snell, Geſch. des Schulweſens der
Stadt Waren. Beiheſt 10: Widenbauer, Geſch.
der Ludwigs8-Kreisrealſchule München. Beiheft 11:
Brügel, Die Gruppe Württemberg; Eitle, Die
einſtigen Kloſterſchulen u. jehigen niedern evang.
theolog. Seminarien in Württ. ; Schott, Gedruckte
Quellen zur Geſch. de3 höh. Schulweſen3 in Württ. ;
Raune>er, Diſziplinarunterſuch. gegen Lehrer an
württ. Gelehrtenſchulen aus dem 18. Jahrh.;
Schmid, Da3 württ. Volks8ſchulweſenim 16. Jahrh.
Beiheft 12: Fluri, Die berniſche Schulordnung
1591---1616. Beiheft 13: Ludwig, Entſtehung
der kurſächſ. Schulordnung 1580. Beiheſt 14:
Wienecke, Das preuß. Garniſonſchulweſen. Bei-
heft 15 : Hiſtor.=pädag. Literaturbericht über 1906.
Beiheft 16: Heigenmooſer, F. X. Hoſmann, ein
Kämpfer für die Lautiermethode. Methodenſtreit
1772/85. Beiheft 17: Hiſtor.=»pädag. Jahres8b.
über 1907. Beiheft 18: Radlmaier, J. Mid.
Sailer al8 Pädagog. Beiheſt 19: Hiſtor.=pädag.
Zahre8b. über 1908. Beiheſt 20: Haag, Ent=
ſtehung der Züricher Schulordnung v. 1716 bi8 auf
Peſtalozzi. Beiheft 21 : Hiſtor.=pädag. Jahre3b.
über 1909. Beiheſt 1 zur Zeitſchrift für Geſch.
der Erz. u. d. Unterr. : Nendon, Die Lectionum
praxis des Magiſter3 Joh. Theill. Beiheſt 2:
Hiſtor.-pädag. Jahre83b. über 1910, Beiheſt 3:
Eitle, Der Unterricht in den einſtigen württemberg.
Kloſterſchulen von 1556 bi3 1806.
B. Monumenta-Bände: 1 8: Koldewey,
Braunſchweig. S 9 16: Pactler 8. J., Ratio studiorum et In-
Stitutiones scholasticae Societatis lesu, 3;
Günther , Geſch. de3 mathem. Unterricht3 im
deutſchen Mittelalter. 4: Müller, Die deutſchen
Katechiämen der böhm. Brüder. 6 13: Teutſch,
Die ſiebenbürgen-ſächſ. Schulordnungen. 7 : Harts-
felder , Philipp Melanchthon als Praeceptor
Germaniae. 10 11 15 17 18: Poten, Geſch.
de3 Militärerziehung3- u, =bildungs8weſen8 in den
Ländern deutſcher Zunge. 12: Reichling, Das
Doetrinale de8 Alexander de Villa Dei. 14:
Schmidt, Geſch. der Erziehung der bayr. Wittel3-
bacher bis 1750. 19: Derſ., Geſch. der Erzieh.
der pfälz. Wittelöbacher. 20 21 22 23 39:

Cohr8, Die evang. Katechismu8verſuche vor Luther3
Enchiridion. 24: Brunner, Die Schulordnungen
der bad. Markgraſſchaften. 25 29 31: Jäarael,
Peſtalozzi-Bibliographie. 33: Diehl, Die Schul-
ordnungen de38 Großherzogtums Heſſen. 30:
Wotke, Da3 öſterr. Gynmaſium im Zeitalter
Maria Thereſias. 32 36: Kvactala, Die pädag.
Reform de8 Comenius. 34: Schuſter, Jugend u.
Erziehung der Kurfürſten v. Brandenburg u. Kö-
nige v. Preußen. 36 37 40: Schuſter, Jugend
de3 Königs Friedr. Wilh. IV. u. de3 König3 u.
Kaiſer38 Wilhelm 1. 35: Gilow, Das Berliner
Handelsſchulweſen d. 18. Jahrh. 38 44 45:
Schnell, Da3 Unterrichtöweſen der Großherzog
tümer Melenburg-Schwerin u. Streliß. 41 42:
Lurz, Mittelſchulgeſchicht!l. Dokumente Altbayern8.
43 : Bolte, Andrea Guarnas Bellum Grammar
ticale. 46 48 50: Schwarß, Die Gelehrten=
ſ (1787/1806) u. das Abiturientenexamen. 47 49:
Reißinger, Geſch. der humaniſt. Schulen im Ge-
biete der bayr. Pfalz. 51 : Uttendörfer, Das Er-
ziehung8weſen Zinzendorfs8 u. der Bürgergemeine
in ſeinen Anfängen.
Literatur. Die Schriften der Geſellſchaft.
[I. Heigenmooſer.]
Geſellſchaft für Verbreitung von
Volksbildung |. Bildungsvereine.
Geſellſichaftsſpiele [. Spiel.
Geſetzeskunde |. Bürgerkunde, Staats8-=
bürgerliche Erziehung.
Geſinnungsunterricht, 1. Begriff u.
Herkunft. Wenn auch das Wort G. neu iſt, ſo
do) nicht die durc es bezeichnete Sache. Ein G.
iſt ein erziehender Unterricht, der alſo ſittliche
Urteile vermittelt u. ſittliche Willen3impulſe her=
vorruft. Cinen ſolchen Unterricht hai es immer ge=
geben, wenngleid) nicht geleugnet werden ſoll, daß
gerade die neuere Pädagogik durc die raſche Ver-
vollfommnung der Methoden den Unterricht gegen
ſrüher erziehlicher geſtaltet hat. Immerhin muß
aber an dem Unterſchiede zwiſchen Unterricht u.
Erziehung feſtgehalten werden. Unterrichten heißt
nicht ſchon verſittlichen ; denn e8 wendet ſich in
erſter Linie an den Verſtand, die Erziehung da-
gegen an den Willen. Der Unterricht hat alſo
geiſtige Entwieklung zum Zielpunkte, die Erziehung
aber ſittliche Vervollkommnung. Der Unterricht
kann wohl ſittliche Einſicht vermitteln, aber es
ſehlen ihm die Mittel, den Menſchen zu entſpre=
dhendem Handeln zu veranlaſſen; das kann nur die
Erziehung; der Unterricht bietet gewiſſe Vor=
bedingungen für das ſittliche Handeln, die Er=
füllung aber iſt Aufgabe der Erziehung.
Inſofern der G. ſittliche Werturteile u. Wil-
lenäimpulſe zu vermitteln hat, iſt er eine Erblehre
der Pädagogik. Schon Sokrate3 erklärt gemäß
den Auſzeichnungen ſeiner Schüler Platon u. Xeno=
phon als Ziel der Erziehung die Gottähnlichkeit,
gegründet auf Tugend u. dieſe wieder gegründet
auf Unterricht, Platon bezeichnet als Ziel der

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