Full text: Abendgymnasium bis Kinderfreude (1)

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VIII Institute u. Einrichtungen, die Sich 
mit der Lösung der Probleme der h. Wissenschaft 
beschäftigen, Sind: Das Z7stz7ut des Reichsvereins 
Volksernäßrung, Berlin, das /7Stz7ut für Hauswrt- 
SchaftswisSenSchaft an der Akademie für Soziale u. 
päd. Frauenarbeit, Berlin, die FZazuszuzrischafts- 
zu SSENSCHAftl. VerSuchsstelle des Reichsverbandes 
deutscher Hausfrauenvereine, Leipzig, u. die 7727/27“ 
nat. HauswrtschaftskonoresSe (Seit 1928, die ersten 
m Freiburg 1.d. Schweiz, Gent, Paris, Rom). 
Schrifttum: Zeztschrzften: Die Volksernäh- 
rung (Seit 1925); Neue Hauswirtschaft (Seit 1929); 
Hauswirtschaft in WisSenschaft u. Praxis, hrsg. von 
der Versuchssteile für Hauswirtschaft des Reichs- 
verbandes deutscher Hausfrauenvereine (Seit 1928). 
-- Aufsätze betr. die pSycholog. Seite des h. U.S in: 
Mädchen-B. auf christl. Grundlage, bes. ]. Ermler 
1925, M. v. Tiling, Die psycholog. Bedeutung der ! 
häuslichen Betätigungen für die Mädchen im Ent- 
wicklungsalter, in : Deutsche Mädchen-B. (1927). 
Haushaltsführung: E. Meyer, Der neue Haus- 
halt (88 371929); H. Zimmermann, Haus u. Haus- 
rat (221929); Handbuch für Hausarbeit, Vorwort: 
Hauswirtschaftsschulen. 
 
 
 
H. Hey! (*1926); Ch. Frederick u. ]. Witte, Die ratio- 
gang ist jährig. Mindestalter bei Aufnahme: 
nelle Haushaltsführung (*1922); C. Richter, Das 
ÖOkonomiat (h. Großbetrieb als Selbstzweck, 1919). 
Ernäßrungslehre : ]. König, Nahrung u. Ernäh- 
rung des Menschen (1926); R. Berg u. M. Vogel, 
Die Grundlagen einer richtigen Ernährung (1925); 
A. Senner, H.e Naturkunde (*1929); W. Ziegel-: 
nährung (1930). 
Zur Methodrir: R. Peter: Methodik gesnahrungs- ' 
' treibender u. Arbeiter. Die Verwaltung der 
Kundhch-h. Arbeitsunterrichts (1930; M. Müller, 
Erziehung zur Hausfrau u. Mutter, in: Handbuch 
der Pädagogik, hrsg. von H. Nohl u. L. FPallat 
(1928). 271. Jlölleney. 
HauswirtschaftsSschulen. 
Für ländl. Verhältnisse gibt es: 
I. Ländliche Mädchenberufs-(Fortbil- 
dungs-)Schulen in Preußen (vgl. Gesetz über 
die Berufsschulpflicht vom 31. VIL 1923) mit 
dem Ziel, die Volksschulbildung weiterzufüh- 
ren u. die im Elternhaus erworbenen KRennt- 
nisSSe mit entsprechender Berücksichtigung 
ländl. Verhältnisse zu vertieten u. zu erwei- 
tern. Die Hauptaufgabe 1ist die erziehl. Beein- 
Aussung der :14--1Sjähr. Mädchen. Ein beson- 
derer Vorzug dieser Schulen liegt darin, daß Sie 
die jungen Mädchen der Berufstätigkeit wenig 
oder gar nicht entziehen. 
II. Sog. Mädchenklassen an Landwirt- 
 
SchaitsSchulen, genehmigt aäurch Erlaß des: 
preuß. Min. für Landwirtschatt, Domänen u.For- : 
Sten vom 10.VI1. 1925. Autnahme finden 'Töcn-. 
ter landwirtschaftl. Mittel- u. Kleinbesitzer u. : 
ländl. Gewerbetreibender nach abgeschlossener . 
- Autnahmeerforderlich: Lvzealbildungoderdiit- 
Volksschulbildung mit einem Mindestalter von 
16 Jahren. Dauer des 1 .ehrgangs* „Jahr, u. zwar , 
im allgemeinen im Winter. Mit dem Winter- ' 
halbjahr tindet der Unterricht nur direkten Ab- 
Schluß ; mdirekt wird er im Sommer fortgesetzt hilinnenprütung, 2 Semin 
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in Form kurztfristiger Lehrgänge u. Vorträge 
u. zuverlässiger Beratung vonszeiten der Lei- 
terin der Kurse. -- /7e/ des Lehrgangs 1st die 
Vorbereitung der Schülerinnen für die wirt- 
Schaft]. u. Sozialen Aufgaben der künftigenLand- 
wirtsfrau als Gattin u. Mutter, als Leiterin der 
Hauswirtschaft u. Gehilfin des Mannes in der 
Landwirtschaft. Der erfolgreiche Besuch befreit 
von der ländl. Mädchenberufs-(Fortbildungs-) 
Schule u. vom hauswirtschaftl. Unterricht der 
kaufm. u. gewerbl. Berufsschule. 
DI1LLandwirtschaitlicheHaushaitungs- 
Schulen mit festem Sitz u. ausgedehnter Eigen- 
wirtschaft mit Viehzucht, Obstanlagen, Molke- 
reibetrieb, Frühbeetkulturen, Gartenbau, Ge- 
flügelzucht usw. Diese Schulen bedürfen der 
Anerkennung der Landwirtschaftskammer. Sie 
habenals Ziel, junge Mädchen ausländ). Kreisen 
zu befähigen, einen ländl. Haushalt zu führen. 
Eine weitere Aufgabe besteht darin, in ihnen 
die Liebe zur heimatl. Scholle, also zu land- 
wirtschaft]l. Betätigung zu fördern. Der Lehr- 
16 Jahre. -- Serechtigungen: Erfolgreicher Be- 
Such des 1. Halbjahres befreit vom hauswirt- 
Schaftl. Unterricht der Kaufm. u. gewerbl. Be- 
rufsschule, der erfolgreiche BeSsuch des 11. Halb- 
maver, Leben u. Ernährung (21928); R. Frye, Füh- Jahres von der hauswirtschaitl. Berufsschule. 
rung der Küche auf der Grundlage neuzeitl. Er-. - C . 
' dem Lande Sind (8--12 wöchent].) Kurse für 
IV. Wanderhaushaltungsschulen auf 
"Töchter kleinerBesitzer, Handwerker, Gewerbe- 
Kurse liegt in den Händen der Kreisverwal- 
tungen, die ländl. Frauenorganisationen zur 
Mitarbeit heranzieben. 
V.Haushaltspflegerinnenseminar: 47/7- 
nahmebedingungen:1.Allgemeimbildung:Schluß- 
zeugnis eines Lyzeums, einer höheren Mädchen- 
Schule, einer Mittelschule oder Zeugn1s über die 
Schulwissenschaitl. Prüfung. 2. Fachbildung: 
2jähr. Lehrzeit mit abschließender Gehilfinnen- 
prüfung vor der LandwirtschattsSkammer. Das 
Haushaltspflegerinnenseminar ist ijähnig u. 
Schließt mit einer Staatl. Prüfung. Auf das Semi- 
narjahr folgt ein 2Jähr. Großbetriebspraktikum 
in bezahlter Stellung, das von der Landwirt- 
Schaftskammer bestätigt werden muß. Die An- 
erkennung der ländl. Haushaltspflegerin ertolgt 
nach Ableistung des Großbetriebspraktikums 
durch das Min. tür Landwirtschaft, Forsten u. 
Domänen. -- Percechtigung: Seibständige Lei- 
tung eines mittleren oder größeren Kaushaits 
oder eines liindl. Wirtschaftsbetriebes. 
VI. Wirtschaftliche Frauenschulen aut 
äem Lande zur Heranbildung von Lehrerinnen 
der landwirtschaftl. Haushaltungskunge. Zur 
telSchulbiläung. Azusdr/dung? 1 Frauenltehrjahr, 
2 Jahre prakt. Tätigkeit in einem anerkannten 
landwirtshaiti. Retrieb mit abschließender Ge- 
arjahre, I SOz1al-päd.
	        

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