Arbeitsunterricht
Argentinien

erziehung, cine nationals0Z,.
Verpflichtung, bg. v. d. DAPY.,
1936.
Arbeitgunterricht, Unterrichts-
grundsatz (nicht begonderes
PYach) der Schule, beruht auf
der Forderung, im Unterricht
möglichst ausgicbig die eigene
Tätigkeit des Schülers heranzu-
ziehen. „Alles, was die Sclbsf-
tätigkeit des Schülers fördert,
ihn zu eigenem Denken und Ur-
teilen führt, ist A., mithin das
Jebendige Lehrgespräch und der
zur Mitarbeit anspornende Leh-
rervortrag ebenso wie die richtig
vorbereitete und geleitete Ge-
meinschaftgarbeit mit Arbeits-
teilung und -vereinigung und die
ginnvoll gestellte Haugaufgabe“
(Erz. u. Unt. 1938). Der A. ver-
ſchlt geinenZweck, wennerin blo-
Bem „froien“ Tätigsein, plan-
Josem Diskutieren oder Kriti-
gieren geitens des Schülers be-
steht. Xr muß vielmehr gein
Ziel in einem „Trgebnis, in einer
Wertung und KEnfscheidung“
gehen, Der Lehrer trägt hierfür
die Verantwortung und hat da-
her die Führung in der Hand zu
behalten. Wichtig für den Er-
folg des A.s ist die Erlermung
der notwendigen Arbeitstechni-
ken, die den Schüler nach und
nach zu größerer Selbständig-
keit führen, die Beherrschung
der unterrichtlichen Hilfsmittel
(Arbeitsmitte)) wie naturwigscn-
gehaftliche, technische u. hand-
werkliche Geräte und Gegen-
stände und nach Möglichkeit
auch die eigene Hoerstellung von
Arbeitsmitteln wie Sammlun-
gen, Bildermappen, kleine Ge-
räte usf. Der Arbeitsvorgang
geiteng des Schülers umſaßt
vergehiedene Veilvorgänge oder
Arbeitsstufen, deren Kenntnis
für die erzicherische Verwer-
tung der Arbeit notwendig ist.
Man kann unterscheiden zwi-
gehen: 1. dem Arbeitsentschluß,
d.h. der willentlichen Inangriff-
nahme einer Arbeit, 2, der Pla-
nung und Prüfung der Mittel
und Wege, 3. der Durchführung
der Teilaufgaben und 4, der
Prüfung und Auswertung des
Arbeitsergebnigsses. -- 1.: O.
Scheibner, 20 Jahre Arbeits-
gehule, 1930?; R. Seyfert, Ar-
beitskunde, 19401,
Argentinien, Das Bildungswesen
A.s ist noch ungleich entwickelt
und wird erst in den letzten
Jahrzehnten planmäßig geför-
dert.Die bestehendeSchulpflicht
kann noch nicht überall durch-
geführt werden, Auf die drei-
gtuſige Volksschule (1. Stufe
drojjüährig, 2. u. 3. Stufe je zwei-
jährig) Setzen sich fünfklassige
höhere Schulen für Jungen und
ſür Mädchen 80wie Vachschulen
uw (verhältnismäßig zahlreiche)
Lehrergeminare. Neben den 6
Univergitäten bestcehen Ausbil-
dungsstätten für das höhere
Lehramt, Scit dem Jahre 1933
(Gründung des Consejo Nacio-
nal de Kducacion) wird der
Kampf gegen dasAnalphabeten-
tum in versfärktem Maße ouf-
genommen, das Volksschulw«-
ßen ausgebaut und die nationale
Krziehung vertieft. -- Die (über
200000) Deutschon A.8 8ind vor-
wiegend Bauern mit annühornd
180 deutschen Schulen, und
zwar meist Scchsklassigen Volks-
Schulen. Außerdem bestchen
2 höhere Schulen in Buenos
Aires. Die Schulen mügssen die
Kenntnis der spanischen Spra-
che vermitteln, Daher ist der
Weiterbestand der deutzchen
Sprache gefährdet.

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