Reuchlin
866
Rich

Hilfe des religiözen Erlebnisses
zur religiögen Pergönlichkeit er-
ziehen. Fr geht deshalb von
dem Gefühls- und Vorstellungs-
leben und dem jeweiligen Ver-
gtändnis des Kindes aus.
Die 'Feilnahme am R. und dio
Erteilung von R. durch den
Lehrer erfolgen freiwillig. Das
gleiche gilt für die 'Peilnahme
an Schulgottesdiensten oder
„andachten. Die Bestimmung
darüber, ob ein Kind am R.
teilnehmen goll, und an wel-
chem, treffen die Litern. Die
Religionsstunden werden ge-
wöhnlich an den Anfang oder
an den Schluß des Unterrichts
gelegt. Für diejenigen Kinder,
die an dem R. teilnehmen, ist
er ordentliches Schulfach und
von ihnen daher wie die anderen
Unterrichtsfächer zu besuchen.
Die Religionsgesellschaften ha-
ben teilweise das Recht einer
gewissen Kingichtnahme in den
R. Die Ichrmäßige Gestaltung
und die Linordnung in den
Lehr- und Stundenplan ijst je-
doch Sache der Schule. An den
deutschen öffentlichen Schulen
ist der R. im allgemeinen mit
1 bis 2 Wochenstunden in jeder
Klasse vertreten. Die Zeug-
nisse über Veilnahme und L«i-
Stungen im konfessionellen R.
werden von den übrigen Schul-
zeugnisgen getrennt erteilt. >-
Bekenntnisschulen, Gemein-
Schaftsschulen.
Reuchtin, Johann, * 22.2.1455
Pforzheim, | 30. 6. 1522 Bad
Licbenzell b. Hirgau, huüumanisti-
Scher Gelchrter, war Sprach-
forscher, Erzieher und Diplo-
mat, meist im Dienste würt-
tembergischer und rheinischer
VYürsten, und eifriger Vörderer
der klassischen Studien, insbes.
des griech. und hebräischen Un
terrichts. -- Schr.: Briefwech
gel, neuhg. 1876.
Rhetorik (griech.), Redcekunst
Beredsamkeit, spätantikes Bil
dungs- und Schulideal. Di
Vähigkeit, politische, gericht
liche und festliche Reden zu
halten, gehörte geit den Ictzte
Jahrhunderten v. d. Ztr. für di
Griechen und die Römer zu dei
gelbstverständlichen Bestand
teilen höherer Bildung unc
wurde vielfach in Rhetoren
gehulen gepflegt. Auch im frü
ben MA. wurde an der Yorde
rung, zur rednerischen YVähig
keit zu erziehen, häufig fest
gehalten ; eine eigentliche rheto
rizche Bildung entwickelter
jedoch nur die romanische
Völker. > Quintilian.
Richter, Jean Paul-+ Jean Paul
Richtlinien, seit dem Welt
kriege gebräuchliche Vorm cela
Stischer Lehranweisungen ai
Stelle der älteren starren Lehr
pläne. Auf Grund der von
Staat bzw. vom RED erlasse
nen R. werden von den einzel
nen SchuJen oder Gemeinde:
gelbständige Lehrpläne aufge
gtellt, die den besonderen ört
lichen Verhältnigsen entspre
chen. -> Lehrplan, Vgl. auc)
die einzelnen Schulgottungen
Riehl, Wilhelm Heinrich, * 6. 5
1823 Biebrich, | 16. 11. 189;
München, Dichter, Politiker v
Volkskundler, war zuerst Pu
blizist, Berichterstatter unc
Volkspolitiker, wurde 1853 Ho.
norarprofessor, 1859 orden.
licher Prof. für „„Kulturge-
gehichte und Statistik“ in Mün.
ehen und gleichzeitig General
konservator der bayrischen Al.
tertümer.
R. stand als einer der großen

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.