Wagner
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Wahrnehmung

außerdem zum Innenminister
in der thüringiechen Landes-
regierung ernannt. Nach dem
'Pode Hans Schemms über-
nahm W. im Dezember 1935 die
Leitung des Gaues Baprische
Ostmark als Gauleiter und
gleichzeitig des NS.-Lehrer-
bundes, Als Reichswalter des
NSLB. ist er zugleich Leiter
des Hauptamtes für TFrzieher
in der Reichsleitung der NS-
DAP. und führte als 8olcher eine
Reihe wichtiger Maßnahmen
(z. B. Kinrichtung von Grenz-
landschulen usf.) durch. W. ist
der Herausgeber einer Reihe
vonerzicherischen Zeitschriften.
--- Schr.: Lehrer im volksdeut-
Schen Kampf, 1941.
Wagner, Richard, * 22. 5. 1813
Leipzig, | 13. 2. 1883 Venedig,
wurde 1833 Dirigent in Würz-
burg, 1834 in Magdeburg und
1837 in Riga, lebte in der Volge-
zeit in Paris, Zürich, Luzern,
Brügsel und Wien, wurde 1864
von Ludwig I1. von Bayern
nach München berufen und von
diesem in Seinen Bestrebungen
auch weiterhin unterstützb.
Nachdem er gsich i. J. 1870 mit
der bedeutenden Tochter Franz
Liszts und geschiedenen Prau
H. von Bülows, Cosima, ver-
mählt hatte, Jcbto er geib 1872
in Bayreuth und guchte dieses
durch die Yestspiele zu cinem
Mittelpunkt des dqeutschen
Kunstlebens zu machen.
Die besondere Leistung W.s
isb die Schöpfung des Musik-
dramas, das in ciner bisher un-
bekannten Weise Mugik, Dich-
iuing und dramatische Hand-
Jung miteinander vereinigt. Als
Ziel gSchwebte ihm die Schaſſung
einer holen künstlerischen IKul-
ür vor. die aus einem rassisch
unvermischten Volkstum her-
vorwachgen, anderergeits aber
die Vorbedingungen für eine
nationale Kinheit 8chaffen und
in dauernder formender Prä-
gung zu einem volksgemäßen
künstlerischen Ausdruck führen
Sollte. Die Stoffe geiner Werke
entnahm er hauptgsächlich der
deutschen Vergangenheit und
dem german.-deutschen Sagen-
und Mythenkreis und erschloß
die ihnen zugrundeliegende nor-
disch-heldigche Weltanschau-
ung durch ihre künstlerische
Gestaltung der Gegenwart, In
geinen zahlreichen mugiktheore-
tigchen und kulturpolitischen
vehriften wandte gich W. gegen
die Zerspaltenbeit und Iultur-
losigkeit des 19. Jhs. und insbes.
gegen den LKinfluß des Juden-
tums, erstrebte cine Nabional-
erzichung auf dem Wege über
die Kunst und gsah geine be-
Sondere Aufgabe in der Schaf-
ſung eines diesem Ziele dienen-
den Nationaltheaters.
pchr.: Das Judentum in der
Musgik, 1850; Das Kunstwerk
der Zukunft, 1850; Deutsche
Kunst und deutsche Politik,
1868; Mein Leben, 2 Bde., 1933;
Gegammelte Sehriften und
Dichtungen, 12 Bde., 19115;
bie Hanptschriften, hg. von
LK. Bücken (KTA., Bd. 145),
19387. -- 1.:; K. R. Ganzer,
R. W., der Revolutionär gegen
das 19. Jh., 1934; XK. Schmitz,
R. W., wie wir ihn heute gehen,
1937.
Wahrnehmung, auf die Auf-
fasszuimng der Wirklichkeit ge-
richteter gcelischer Vorgang;
auch der gegenständliche In-
halt dieses Anffassungsvorgan-
ges bzw. sein Ergebnis. Die W.
wird hauntsächlich durch die

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