Bezirkssgeminare
Bildsamkeit

Stimmungen, Gefühle und Wal-
lungen, die Wahrnehmungs- u.
Phantasgietätigkeit, die Strebun-
gen und Akte des Meinensg, Stel-
lungnehmens und Wollens und
gehließlich auf das Innewerden
des Selbstes. In der Auffasgung
der nachcartesianischen Jahr-
hunderte (> Descartes) galt das
B. als Inbegriff des Seclenlcbens
überhaupt. Die gegenwärtige
Scelenkunde betrachtet demge-
genüber das B. nur als eine
Schicht scelischen Lebens neben
den unbewußten und vorbewuß-
ten Schichten gefühls-, trieb-
und instinkthaften Strebens und
Ängesprochenwerdens, denen es
aufgelagert gedacht wird, Knt-
sprechend der alten B.s-Paycho-
logie war auch die Päd-
agogik vorwiegend B.s-Pädago-
gik und richtete Sich auf die Bil-
dung des bewußten Tebens
(Wissen, Denk- und Willens-
gchulung, „Bildung“). Die Ie-
bendige Frzichung in der Ge-
meinschaft ist jedoch nicht nur
B.s-Vormung, sondern geht in
ihrer Aufgabe, ihrer Wirkung
und ihren Mitteln weit darüber
hinaus. --- L.: 1,.. Klages, Vom
Wesen des B.s, 1933%; X. Krieck,
Philosophie der Frzichung,
193050. 6.T34. ; ders., Menschen-
formung, 1939,
BezirksSeminare ->-
SCMmINnare,
zihliotheken > Büchereien,
Bildhauersechmulten, Berufsfach-
schulen zur Ausbildung von
Bildhauern mit viersemestrigen
Lehrgängen. B. befinden sich in
Karlsruhe und Wungiedel.
BildSamkett, dispositioncll be-
gründete Bildungs- und JFrzie-
hungsfähigkeit des Menschen;
Gegamtheit der Anlagen einer
Kinzelperson, eines Volkes oder
Studien-
ciner Rasse, 80weit gie die Vor-
aussetzung für eine fruchtbare
erzicherische Einwirkung bilden.
Der Begriff B. wurde schon im
18. Ih. im Sinne von Verände-
rungsfähigkeit oder Pormbar-
keit überhaupt gebraucht, er-
hiclt jedoch geit Herbart die
besondere Bedeutung von „PB.
des Willens zur Sittlichkeit“ u.
gehörte Seither zu den Grund-
begriffen des Ppädagogischen
Donkens. Das 19. Jh. verstand
unter B. hauptsächlich die gei-
tige oder verstandesmälßige
Bildungsfähigkeit. Daher emp-
ſichlt es aich, den Bogriff B.
durch den umfassenderen Be-
griff der „VYrzichbarkeit“ zu
ersclzen und damit zusammen-
zufassen: 1. die Angelegtheit
zur Steigerung aller charakter-
lichen, leiblichen und geistigen
Kräfte im Hinblick auf die Wor-
derungen der gegschichtlich-
politischen Wirklichkeit und 2.
die Vähigkeit, an dem geschicht-
lich-kulturellen Leben aufneh-
mend und gegebenenfalls schaf-
fend teilzunehmen.
Der Begriff VYrzichbarkeit ist
ein typischer „Standortbegriff“,
dessen Inhalt nicht allein durch
die „Gegebenheit der Anlagen“,
gondern cbenso durch die Por-
derungen bestimmt wird, die
aus der geschichtlichen und
kulturellen Gesamtlage erwach-
gen, Diein der Yrbanlage gegebe-
nen erblichen Voraussetzungen
stecken pogitiv den Spielraum,
negativ die Grenzen möglicher
Entwicklung ab. Die gesechicht-
Jich-Politische Aufgabe entschei-
det inhaltlich über Richtung
und Ziel der Kntwicklung. BB.
odor Krzichbarkeit ist demnach
die Gesamtheit der erblichen
Angelegtheiten, gemessen an

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