Vorworl.
Wa3 wir ſeinerzeit im „Vroſpectus" in Ausficht ſtellten , hoffen wir bei der
Vollendung dieſes Werkes erreicht zu haben: Das „Handwörterbuch für den deutſchen
Volksſchullehrer“ will dem Lehrer, namentlich auf dem Lande, in kleineren und ſelbſt
größeren Städten, wo ihm ein unterrichtender Verkehr mit Berufsgenoſſen oder mit
dem größeren literariſchen Apparate einer öffentlichen Bibliothek erſ unmöglich wird, in zweifelhaften Fällen ein zurechtweijender und anregender Führer
und Rathgeber auf dem Gebiete der Pädagogik, der Erziehungs= und Unterricht8-Kunſt
und Wiſſenſchaft, der Schulkunde, der Geſchichte der Pädagogik, der Schulſtatiſtik und
verwandten Gebieten ſein, und zwar ſowohl durch das, wa3 es ihm direct giebt, als
durc< das, worauf es ihn in literariſcher Beziehung aufmerkjam macht. E3 will ihm
belehrend zur Seite ſtehen, wenn er 3. B. über das Volksſchulweſen früherer Zeiten,
anderer Gegenden oder anderer Staaten nac< Auskunft verlangt. Bei der Auswahl
der Artikel iſt vorwiegend und faſt ausſchließlich das Bedürfniß der Volksſhule maß
gebend geweſen und für die Ausführung, die für die Darſtellung zur Aufgabe gemacht
hat, ſo objectiv als möglich zu ſein, wird die methodiſche, didaktiſche 2c. Seite, wo
dieſe für den Volksſchullehrer in den Vordergrund tritt, als Hauptziel feſtgehalten.
Dabei iſt in jeder Beziehung, aljo bei der Auswahl wie Bearbeitung der Artikel
weiter beſtimmend geweſen: Das Vaterland und die Neuzeit in ihrem Schulweſen,
ihren Schuleinrichtungen , Methoden, Lehrerverhältniſſen , Lehrerbeziehungen 2c. muß
entſchieden vorwiegen, ſo daß, wie in der Geſchichte der Pädagogik ein größeres Inter-
eſſe der Neuzeit überhaupt zugewendet wird, auch die bedeutenderen und hervor-
ragenderen unter den lebenden Pädagogen Erwähnung und Würdigung finden ſollen.
-- Jezht, da das Werk vollendet in den Händen der Herren Abonnenten liegt, drängt
es mich zunächſt, allen Denen den herzlichſten Dank auszuſprechen, die in der Nähe,
wie in der Ferne aus dem Lehrerkreiſe mir als treue, tüchtige und hingebende wie
gründliche Mitarbeiter zur Seite ſtanden ; ſollte es mir daher, wie ich wünſche, gelungen
ſein , die Anforderungen und Erwartungen der meiſten Collegen mit diejem Werke
erfüllt und ein weſentliches Bedürfniß beſriedigt zu haben, jo iſt dies in hervor-
ragender Weiſe der Mühe und Sorgfalt der Herren Mitarbeiter mit zu verdanken.
Allein troß dieſer Einſicht bin ich doch weit entfernt, das Ganze als ein durchaus

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