Vorrede,
Indem wir hiemit unſere Arbeit der Leſewelt übergeben, ſind wir
weit entfernt, zu wähnen, daß wir mehr darbieten, als einen beſchei-
denen Verſuch, eine Seite der Pädagogik entwickeln zu helfen, welche
Fatholiſcherſeits bis jeht zu wenig berückſichtigt worden iſt. Wir ſind
uns der Mängel unſerer Arbeit wohl bewußt und müſſen bekennen,
daß keine Zeit ungünſtiger zur Abfaſſung eines Werkes ſein kann,
als die unſere, in welcher jeder Tag auf dem Gebiete ves Schul-
weſens umfaſſende Veränderungen bringen kann und bringt. Rechnen
wir noch dazu, wie unſicher no< ſo Manches in der Pädagogik und
wie zweifelhaft Vieles, insbeſondere das ſtatiſtiſche Material iſt , ſo
wäre ein Zuwarten allerdings geboten geweſen. Allein als wir be-
dachten, daß gerade jeht der Kampf um den Cinfluß, der der Kirche
auf die Scule gewährt werden ſoll, entbrannt iſt und jeden Tag
heißet wird, ſo mußten wir uns entſchließen, ein Werk zu veröffent-
| lichen, das dazu dienen ſoll, die Grundſätze der katholiſchen Erziehung
und" die daraus ſich ergebenden nothwendigen Folgerungen zu beleuch-
ten, ſelbſt auf die Gefahr hin, manchen billigen Wünſchen nicht ge-
nügen zu können. Doc ſind wir uns bewußt, unverdroſſen geſam-
melt, die beſten Quellen benüßt und uns die Unbefangenheit bewahrt
zu haben. Jndem wir alſo unſere Leſer um ihre gütige Nachſicht
bitten , bemerken wir nur noch, daß die ununterbrochene Fortſetzung
des Werkes geſichert, und daß Jrrthümer und Lücken, auf welche wir
aufmerkſam werden, ſowie Veränderungen, die ſich während dem Er-
ſcheinen des Werkes ergeben, am Schluſſe deſſelben in Inſaßartikeln
berichtigt werden ſollen,
Reiſelfingen und Rißtiſſen im Mai 1863,
Die VWerfaſßſer.

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