Loeeie 0n emerter den ieren ee meren erer ven eee pere meinen omen m nger memm
Dae neige m
Berufsarten. =“- Beruſsliebe, - 991
Yerufsarten. Die Schulkinder in die Technologie einzuführen , geh!
- über den Untezrichtskreis der Volksſ . ihnen ein überſichilicher Bli& in die Mannichfaltigkeit der Stände und Be-
ve
: wufsarten in der Abſicht vermittelt werden, damit ſie jedes, auch das ge-
: ringſte Gewerbe als Etwas ſc - menſ . wird ein gutes Leſebuch Veranlaſſung geben , wie die frühere Zeit beſeſſen,
welche die Aufmerkjamkeit des Kindes mehr auf die Gewerbe lenkte, oder
der Lehrer jucht Gelegenheit, die Werkſtätten der Künſtler und Handwerker
- mit jeinen Kindern zu beſuchen vder er wählt den Stoff zu 1hriſtlichen
- Aufjäßen aus jenem Geſchäftskreiſe, dem die Eltern der Kinder angehören.

Dies wird genügen, um den leßtern ſv viele Einſicht von den verſchiedenen
Ständen beizubringen, als zur Achtung vor denſelben und zu einem billigen
Urtheile über ihre Leiſtungen erforderlich iſt. Der Knabe würde das Buh,
das Mädchen die Kleidung anders betrachten, wenn ihnen nur im Allge-
meinen bekannt wäre, wie viele Zeit, Mühe, Hände 2. nothwendig geweten
- find, um jenes und dieſe zu verfertigen. Die Gedankenloſigkeit, womit ſo
viele Menjchen die Producte des Verſtandes, des Fleißes und der Kraft
behandeln, und der häufige Mißbrauch, den ſie davon machen, rührt zum
Theile daher, daß ſie nicht angeleitet wurden, über das Zuſtandekommen
derſelben nachzudenken. Die Folge davon iſt dann, daß man auch an den
Werken des Schöpfers gedankenlos vorübergeht. Haben die Kinder früh-
zeitig jede fremde Beruſsart achten gelernt, dann werden ſie einſt mit der
- eigenen um ſo zufriedener ſein.
Berufsliebe. Man kann mit Kellner (Aphorismen Nr. 24.) behaupten,
daß das wahre Glüc des Lehrers in der Liebe zu feinem Beruf beſtehe,
und daß er dieſes vft jein einziges Glück nennen könne. Ohne dieſe Liebe
iſt ihm jein Beruf eine drückende Laſt , während er, wenn er ihn liebt,
jeine übrigen Laſten leichter macht. (Es hängt folglich für ihn unendlich
viel von dieſer Liebe ab. Er pflege ſie daher ſorgfältig als die Quelle ſei-
ner reinſten Freuden. Iſt er zum Stande eines Lehrers von oben berufen,
iv hat er feinen Beruf wie ſein Leben und gleichjam mit dem Leben em-
pfangen; er joll ihn folglich lieben wie, das Leben. Erkennt er in dem
- Vehrerberufe einen Dienſt , den er der Chre Gottes leiſtet, ſo ſoll er ihm
- theuer und lieb jein um Gotteswillen. Vermeint er, durch ſein Lehramt
dem Wohle jeiner Mitmenſchen nüßlich werden zu können, ſv ſei ihm jenes
ſo werth wie dieſes. Dinter wurde Schulmann, weil ihm das Unter-
richten „Vergnügen“ machte; eine ſolche Berufsliebe wird zwar immex-
hin Gutes ſtiſten und das eigene Leben verſüßen ; aber ſie hat, wegen ihres
egoiſtiſchen Gehaltes, keine Bürgſchaft der Dauner in ſich; ſie ſtüßt ſich
rein auf das Belieben, und kann folglich ſchon morgen einem Gegenſtoß
erliegen. Anders verhält es fich mit der Berufsliebe , von welcher uns
Beſjtalozzi einen Beweis gibt. Er wollte ein Schulmeiſter werden, weil
ihm das Clend des Volkes zu Herzen ging. Seine Liebe zum
Lehramte hatte folglich einen viel edlern Grund als bei Dinter, und ver-
ſprach größere Dauer und geſegnetere Wirkſamkeit. Nicht der Berufsſtolz,
ſondern die Berufsliebe macht ehrwürdig , befriedigt das eigene Herz und
wirkt mit Erfolg. Ein Lehrer , der Liebe zu ſeinem Berufe hat, wird auch
bereit ſein, für denjelben Opfer zu bringen. Nicht nur die Erwachſenen,
auch die Kinder werden es hald merken, ob er aus Liebe, oder aus ſelbſt-
jüchtigen Beweggründen jeinem Berufe lebe. Kellner meint, mit Rüdfſicht
auf dieſe Liebe gelte von den Lehrern das Wort: „Viele ſind berufen, aber
Wenige auserwählt.“ Und doch iſt es gewiß , daß Niemand qrößere Liebe
t

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.