Beſchäftigungen, einzelne, =“ Beſchämung. 995
gend in Schule und Haus von Dr. J. D. Georgens. Mit Jllujtrationen
- nd vielen techniſchen und Kunſtheilagen, 1. Band. Gr. Fol. 118 Seiten.
- Glogau. 8. Flemming. 1857. Geh. 2 Thlr. Il. Band 1'/, Thlr. Ferner
von eben demſelben: Aus- und Zuſ ter Text und 17 Blätter Abbildungen. Glogau, 1856. Geh. 20 Sgr. ---
Die Arbeitsſ zeimMnen für Kinder von fünf bis acht Jahren. 2. Aufl. 15 Sgr. 11. Das
Flechten für Kinder von fünf bis vierzehn Jahren. 2. verm. Aufl. 15 Sgr.
Nd. Das Bappen (Modelliren) für Kinder von acht his vierzehn Jahren.
Rreis 12 Sgr. IV. Das Ausſiechen für Kinder von fünf bis neun Jahren.
18 Sgr. V. Das Stäbchenlegen für Kinder von drei bis acht Jahren
von Auguſt Köhler in Gotha. Preis 12 Sgr. Y1. Die Erbfenarbeiten
für Kinder von vier bis zehn Jahren von Aug. Köhler in Gotha. Preis 12 Sgr.
Weimar. H. Böhlau. Diejes Unternehmen wird fortgeſeßt werden. Aus der-
ſelben Verlagshandlung können hezogen werden : Die Netze zum Zeich:
nen zu Nr. 1 der Arbeitsſchule gehörig. 96 Exemplare, 8 Sgr. Pied
mappe zu Nr. 11. 30 Flechthblätter -- 900 Streifen --- 1 Flechtnadel.
12 Sgr. Werkzeuge zum Vappen zu Nr. Il. Ein Etui mit eiſernem
Qineal, Winkel, Zirkel, Scheere und Meſſer. Vreis 1 Thlr. 10 Sgr. Alle
dieſe und noch viele andeve derartige Anweiſungen ſind durchaus nicht zu
verſ nachſinnende Thätigkeit zu gewöhnen, und ſie auf die ſpätern gewerb-
lichen Handarbeiten vorzubereiten und Simt für gefälliges Aeußere und
Ebenmaß zu wecken. Eine ausführliche Beſprechung der „Mittel der Ar-
heitsübung“ enthält das erſte Heft der rheiniſchen Blätter von 1857 von
Dieſterweg.
Beſchämnnug. Sie iſt ein pädagogiſches Heilmittel, und uur unter die-
jem Geſichtspunkte ſtatthaft. Rubrieiren wir ſie unter die Strafen und über-
ſehen wir nicht, daß die Strafen zugleich beſſern ſollen, ſo wird uns das
ganze Weſen und die Anwendungsart der Beſchänung offenbar. Es wird
niht beſtritten, daß dieſes Heilmittel, vorſichtig angewendet, oft raſcher und
entſcheidender wirkt, als Strafen, die mehr eine äußerliche Wirkung her-
vorbringen , während jenes das Innere des Kindes wie mit einem ſchnei-
denden Schwerte trifft und das Uebel mit der Wurzel ausrottet. Allein
es muß, um diejen Erfolg zu haben, mit großer Sparſamkeit und Vorſicht
gebraucht werden. Zu häufig und ohne pädagogiſche Umſicht in's Werk
geſeßt, wird man damit das Ehrgefühl abſjtumpfen , ſtatt es zu ſchärfen.
Dex Erzieher und Lehrer ſoll , indem er ein Kind beſchämt , in demſelben
das unangenehme Gefühl rege machen wollen, welches eben dann entſteht, wenn
- ihm ſeine Fehler ernſtlich vorgehalten werden, jo daß das Bewußtſein ſelbſt-
verſchuldeter Mangelhaftigkeit deutlich und unter Vorwürfen vor die Seele
tritt. Die erſte Regel, welche bei der Beſchämung zu beobachten iſt, verlangt
' yon den Lehrer, daß er er wäge, ob er dieſes Strafmittel öffent:
- li< oder unter vier Augen anzuwenden habe. Er muß dem
Kinde die öffentliche Beſchännmumng unter allen Umſtänden erſparen, wenn ex
„mit der geheimen ſeinen Zwe& zu erreichen hoffen kann. Für dieſe iſt es
- oft noch empfänglich, während jene den Reſt ſeines Ehrtriebes vollends er-
ſtidt. Auch darf als ami8gemacht angeſehen werden, daß , wenn die öffent-
lihe Beſhämung abgenüßt iſt, die geheime ohne Wirkung bleibt, wo hinge-
gen von dieſer zu jener nicht ohne einige Ausſicht aufgeſtiegen werden kann.
- Bei gut gearteten Kindern tritt oft der Fall ein, daß ſie fich bheijchämt füh-
len bei der bloßen Ertkenntuniß ihres Unrechtes; hier gilt dann der Grund-
ſaß: man beſ Enchc>lopäüdie des Unterric

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