904 Buchſtabirmethode, == Bürgerſchule, -- Bukowina,
worüber ſie fich auszudrücen wijjen. Es wird demzufolge bei den jüngern
Schülern mit den Freundjchafts8briefen anzufangen ſein; denn dieſe ge- |,
hören einer Sphäre an, in welcher ſie ſich zu bewegen verſtehen. Wo ſie |
jich meiſt an Alter8genojjen wenden, hat ihre Unbefangenheit noch ein ganz z
jreies Spiel. Auf der zweiten Stuſe kann man zu den Hböſlichkeits-
briefen übergehen, wobei ven Schülern das Verhältniß klax gemacht werden
muß, in welchem der Schreibende zum Empfänger ſteht, weil man ſich in
Ton und Haltung des Brieſes darnach zu richten hat. Zugleich müſſen die
Schüler diejexr Stufe Eingang, Hauptinhalt und Schluß des Briefes unter-
jcheiden lernen. Auf der dritten Stufe müſſen die übrigen Arten von Brie-
jen geübt und der theoretiſche Unterricht darüber vollendet werden. -- |
Vgl. Praktijches Handbuch jür den Unterricht in deutſchen Stilübungen von |
%. Rudolph, Oberlehrer an der ſtädtiſchen Töchterſchule zu Berlin. Nico- |
lal'i S. 137 1. ff. 11. Abth. S. 145 1. ff. Wer Übrigens eine Muſterſammlung
zu brauchen vermeint, der wird im Briefbüchlein von Dr. J, G. Moli-
tox. Lahr 1863. Geiger. Preis 12 kr., reiches und zweämäßig ausgearbei-
jetes Material finden,
Buchſtabirmethode, |. Leſemethoden.
Bürgerſchule, |. Realſchule.
Bukowina. Bevor diejes Ländchen an Oeſterreich kam, was 1775 ge-.
ſc über: „Unter dem Namen einer Schulſteuer hatte jeder Pope und Diakon
jährlich 4 fl. an „Seine Heiligkeit“ den Biſchof von Radauz, dieſer den
eingehobenen Gejammtbetrag, ungefähr 1650 fl. aus dem ganzen Lande, an
den Metropoliten von Jaſſy abzuführen, der ſolchen auf verſchiedene im
Lande befindliche Schulen zu verwenden und darüber der fürſtlichen Kam-
mer jährliche Rec welche das Land zu verwalten hatte, nahm fich möglichſt des Schulweſens
an. Von ver Hauptſchule in Suczawa gibt Bat izot folgende Schilderung:
„Es war eine ſehr armſelige Schule; dieſelbe war in einer Zelle der Me-
tropolie untergebracht, von beiläufig 15--20 Kindern beſucht. Der Unter-
richt beſtand aus Buchſtabiren, Sillabiren und Lejen aus uralten cyril-
liſchen Büchern, etwas Schreiben und Rechnen; die Hauptaufgabe des Leh-
rers8 aber war, die Jugend in den morgenländiſchen Kirchenliedern zu un-
terrichten und ſie in der Kirche jelbſt anzuſtimmen, auch die Kinder hiezu
anzuleiten.“ Gleich beim Beginne der Jojephiniſ Organiſation der Bukowiner Schulen begonnen und man hatte zur Ueber-
nahme des Unterrichtes methodiſch geſchulte Lehrer herbeigezogen; allein
rückſichtlich der Fortentwilung derſelben ging es nicht anders als im Banat,
und erſt die gegenwärtige Zeit tritt in die Aufgabe ein, das damals begon-
nene Werk ſfortzuſeßen. |

C.
C, ein Mitlaut und der dritte Buchſtabe des lateiniſchen und deutſchen
Alphabet8, Es entjpricht dem griechiſchen Gamma, dem hebräiſchen Ghimel,
weßhalb der eigentliche Laut des C ein K-laut iſt. In den älteſten latei-
niſchen Inſchriften wird C ohne Unterſchied für G und K, gebraucht. Erſt

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