NA.
A iſt 1. als Buchſtabe der erſte in unſerer deutſchen Buchſtabenreihe
Sowohl, als in allen bis jekt uns bekannten Alphabeten, das äthiopiſche
und Geheimſchrift, ausgenommen. Ex iſt der mittlere Grundlaut zwiſchen dem
höchſten e und dem tiefſten u. Er iſt auch der natürlichſte Laut, weil es
nur einer geringen Deſſnung des Mundes bedarf, um ihn herauszubringen,
und eben darum dex erſte Laut, den die neugeborenen Kinder von ſich geben.
Ebenſo iſt er auc< der Laut der Verwunderung und der Klage , und hilft
faſt in allen Sprachen und ſo auch im Deutſchen alle Leidenſchaften und
Bewegungen ausdrücen , inbeſondere durch Zufügung der Hauchlaute <
und h : Ach, ah und Ha! und wird, wie das O, Empfindungslaut. Die
allererſten Worte ſind mit dem A gebildet, wie z. B. im Worte „Vater“
das A in allen alten Sprachen und noch in den abgeleiteten als Umlaut
vorfömmt. CEbenſo bezeichnen mit „A“ die Jndier das Licht, die Griechen
die Luft, die Deutſchen das Waſſer. Von den Hebräern, Arabern und
Griechen wird dieſer Laut auch als Zahlzeichen für die Zahl 1 gebraucht.
Das Zeichen für das A im Lateiniſchen und Griechiſchen ſtammt aus dem
Phöniziſ Name Aleph beſagt. 9, Als Sinnbild des Anfanges kommt A in
Sprichwörtern vor, 3. B. zuerſt A dann B; wer A jagt, muß B jagen ;
er weiß weder A noh B; von A his Z, d. i. vom Anfang bis zum Ende.
Ruch iſt A ſoviel als der Vornehmſte, 3. B. er iſt das A der ganzen
Geſellſchaft, entſprechend dem Ausdrue der heiligen Schrift : „ich bin das
Alpha und das Omega.“ Oſſbg. 1, 8. |
Aa als verdoppelter Selbſtlaut kommt nur noh in folgenden Wörtern
vor: Aal, Aar, Aas, Haar, Paar, paar, Saal, Saat, Staar (Vogel),
Staat, Aachen, Aalen, Aarau, Haag, Aare, Maas, Waal. |
Abbildungen ſind ein vorzügliches Bildungsmittel, wenn ſie richtig an-
gewendet werden. Wir ſprechen jedoch mur von ſolchen Abbildungen,
welche beim Unterricht in dex Schule gebraucht werden können. Sowohl
Abbildungen von bekannten als von unbekannten Gegenſtänden
dienen zum Unterrichte. An den bekannten Gegenſtänden können die ein-
zelnen Theile gezeigt und benannt werden , z. B. die Theile des Pflugs,
welche weder alle Kinder kennen , noch die meiſten, welche ſie kennen,
mit dem rechten Namen zu benennen wiſſen. Inſofern unterſtüßen ſie
den Anſc Stoſſe zu bereichern. Die Abbildungen unbekannter Gegenſtände bringen
den Kindern richtige Vorſtellungen bei, welche dieſelben dur< die Anj nicht gewinnen können. Sie geben alſo der Einbildungskraſt nicht nur eine
Unterlage, jondern ſie bewahren diejelbe auch vor Jrrthümern, und ver-
hüten jene unwahren Vorſtellungen , die ſich 0 gerne erzeugen , wenn die
Cinbildungskraft einmal ſich jelbſt überlaſſen iſt. Sie regeln die Einbil-
dungstraft und dämmen dieſelbe zugleich, indem ſie die Gedanken an ein Bild
Enryclopüdiv des Unterrichts s und Erziehungsweſen, 1

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