Chemie, -- China. 313
angeſtellt worden ſind, theilt das pädagogiſche Magazin von Haug unter
dem Titel: A-B-C der Chemic mit. (1861. Heft 4. 5.) Für Schüler
| eignet ſich am bejten : Berthel, A., Chemie für Schulen und zum Selbſt-
4. Unterrichte. (106 S. 8.) Leipzig 1853. Klinkhardt. Preis 7'/, Sgr. Für
1 Mäd<
Selbſtunterrichte von E. Franke. Eisleben 1860. G. Reichard. Preis
'/, Thaler. Für Lehrer vürſte kein Werk größeres Intereſſe haben, als :
Stüödähardt, Dr. IJ. A., (Profeſſor an der königlichen Gewerbsſchule zu
Chemniß). Die Schule der Chemie oder erſter Unterricht in der Chemie,
- verſinnlicht durch einfache Experimente. 2. Auſlage. Braunſchweig 1846.
- Vieweg. Preis 2 Thir,
China. Indem wir übergehen, was zur Geſchichte und zur Religions-
übung der Chinejen gehört, und mtr bemerken, daß das Volk großentheils
der Religion de8 Buddha anhängt, während» die Religion des Confucius
die des Kaijers und der gebildeten Stände iſt, vaneben aber noh die Ne-
ligivon des Taotje amd des Fo zahlreiche Anhänger zählt und Mohameda-
ner, Juden und jogar Manichäer in vas himmlijche Reich Eingang ſanden,
bevor es den Chriſten gelang , Zutritt zu erhalten , bejhränken wir uns
darauf , einige Miütheilungen über vas Schulweſen zu geben, wie ſie aus
Cramers Geſchichte der Erziehung in alle Werke, die von diejem
Gegenſtande handeln, übergegangen ſind: D
Wie alle aſiatiſchen Bölker, ſo finden wir auch China j einer hohen Stuſe geiſtiger Eniwiälung, und Conſucius, ver 550 v. Chr.
Jebie, fand ſchon jo viel Bildung vor, daß er auf dem Wege des Nach-
venkens und au der Hand der weiſen Sprüche , die er vorfand , zu einer
reinen Gotte3verehrung fic; erj Völker beherrſcht daſſelbe auch eine ſv große Anhänglichkeit an das Alt-
: hergebrachte , daß weder die elte no die
- Ration in den Künſten und Wijjenſchaften Fortihritie machte, deren Grund-
elemente ſie do) vor allen andern Völkern inne hatte. Es wäre dies um
jo auffalender, da China's Bevölkerung in unglaublicher Zahl ſich vermehrt
und man ſie 1819 au] 336,000,000 ſchätzte. Allein das Wunderbare hört
auf, wenn wir bedenken , daß kein Volk ſich jo ängſtlich von allen andern
Nativnen abſc bildung anbelangt , jo konnte ſchon die Eigenthümdlichkeit der Sprache au ein weiteres Vorwärtsſhreiten nicht denken laſſen. Denn vob-
wohl dieſelbe 80,000 Charaktere beſißt, ſo iſt ſie doch dürftig, da jedes
Zeichen nur eine einzige Silbe angibt, die nicht gebeugt werden kann , ſo
daß Cin Laut Haupiwort , Eigenſchaftswort, Fürwort und Mittelwort zu-
gleich jein kann und es noch erſt auf den Leſer anfömmt, welchen Sinn er
mit dem Zeichen verbinden will. Dabei bezeichnet ein Einziger Laut , je
nachdem er lang oder kurz geſprochen wird, verſchiedene Begriffe. Um alſo
vplljiändig lejen unv ſchreiben zu lernen, bedarf es vielex Jahre, wo nicht
ves ganzen Lehens. Jit nun gleich dadur< der Chineſe in die Unmöglich-
keit verjeßht, große Forijchritte zu machen , ſv iſt doch die Nothwendigreit
eines Clementarmierricies um jo fühlbarer, je mehr Zeit dazu verwendet
werden muß. Wir finden veßhalb in China auch eme Majſe Schulen und
zwar in allen Dörfern und Siädten Gemeindeſhulen. Daneben gibt es
no< BPrivatichulen, Armen-, Nachtjchulen 26. In den größeren Städten
jind von der Negierung unterhaltene höhere Lehranſtalten: Provinzial-, Be-
zirk3- und Kreisſhulen, von denen die beſten Zöglinge zu Peking in das
vädagogij Prüfungen zu beſtehen , welche oft mit großer Feierlichkeit vorgenommen

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