346 Confevenzen, =“ Confueius.
Der Conferenzmitglieder freizulaſſen. Zu häufige Verſammlungen fFönnen
dem Inſtitute leicht Nachtheil bringen und die Theilnehmer an demſelben
ertälten. (S. Helfert, a. a. O,) Damit contraſtirt die Forderung Exb's
(a. a. O), daß der Conferenz während des Jahres wenigſtens zwölf ganze
Tage gewidmet werden. Die Beſtimmungen , welche hierüber in Württem-
berg getroffen ſind, erſcheinen durchaus ſach- und zwedgemäß. Darnach
jollen während ver Sommermonate vier Conferenzen, wo möglich im Mit-
telpunkte des Bezirkes gehalten werden. Sämmtliche Lehrer ſind zum Be-
juche derjelben verpflichtet und erhalten ſowohl ein Taggeld (unſtändige
Lehrer von 40, ſtändige von 48 Kreuzer), als eine Reijekoſtenentſchädigung
von 15 Kreuzer per Stunde. Zu jeder Conferenz iſt eine ſchriftliche Arbeit
über ein gegebenes Thema zu liefern und zwar (feit 1862) in der Art,
daß jeder Lehrer bis zum zurücgelegten vierzigſten LebenSjahre vier , bis
zum zuriüägelegten fünfundvierzigſten drei und his zum zurücgelegten fünf-
zigſten zwei Aufſäße jährlich auszuarbeiten hat. An die Stelle jeden
Aufſjaßes, der hienach den Lehrern zwiſchen dem vierzigſten und fünſzigſten
Lebensjahre erlaſſen iſt, tritt eine Skizze über die betreſſende Conferenz-
aufgabe vder eine die leßtere erſchöpfende Theſenreihe. Die Lehrer vom
zurücgelegten fünſzigjten bis zum Antritt des jechszigſten Lebensjahres ſind
von der Ausarbeitung der Conferenzaufſätße befreit, haben aber für jede
Conferenz ihren Beitrag zur Löſung der zur mündlichen Verhandlung kom-
menden Frage gleichfalls in einer Skizze oder Theſenreihe niederzulegen,
Mit dem Antritte des jechszigſten Lebens8jahres hört die Verpflichtung zu
jhriftlihen Conferenzarbeiten auf. Lehrer, welche vor dem Antritte des
jechSzigſten Lebensjahres aus dringenden Gründen von den Conferenzarbei:
ten befreit zu werden wünſchen , haben ihre diesfallſigen Geſuche bei der
Oberſc zu , in ausreichend begründeten Fällen Dijpenſation von der einen oder
andern Arbeit auf Anjuchen eintreten zu lajſen. Die Conferenzdirectoren
haben, einjhließlich der Reitekoſtenentſhädigung, ein Taggeld von vier Gul-
den, Und wenn, ſie die Conſerenz an ihrem Wohnorte abhalten, von . zwei
Gulden. Außerdem iſt ihnen für ihre Mühewaltung hinſichtlich der Con-
ferenzen jeit 1861 eine Jahre8prämie von vierzig Gulden verwilligt wor-
den. Jn Baden geſtattet eine Verordnung vom 30. October 1837 nur
eine einzige jährliche Conferenz und dur< Verordnung vom 22. October
1855 wurde auch dieje noch dahin eingeengt, daß jedes Jahr nur die Hälfte
Lehrer einberufen werden ſollte, Dieſe unzwedmäßige Einſchränkung rief
ein geſteigertes Bedürfniß nach Conferenzen hervor , das aber bald wieder
in ſeine natürlichen Schranken zurüäkehren wird. (Vgl. Riede, Volks-
jOule 1847. 84. 515. 566. 1848. 38. Magazin für Vädag. 1837. 1V.
71. 1839. WU, 1. Allgemeine Schulzeitung 1838. Nro. 3. Die Ordnung
in Abhaltung der Schulconferenzen in Sigmaringen betreffend. Rheiniſche
Blätier für Erziehung 2c. 1840. 21. 3,
Couſneins (Kong-Fu-Dſü d. i. ausgezeichneter Lehrer Kong) wurde 551
vder 552 unter der Regierung des Kaijers Lingwang zu Dſchnupping, einer
Stadt im Königreich Lu, geboren. Sohn eines Mandarinen und mit aus-
gezeichneten GeiſteSanlagen und Kenntnijjen begabt, wurde er im neunzehn-
ten Jahre |c chen jedoch jein Beſtreben , die Volt8bildung und Volk8wohlfahrt zu beför-
dern, großen Anſtoß fand und ihm mannigfache Verfolgung zuzog. Con-
ſucius 309g ſich deßhalb in den Privatſtand zurüä, wurde aber auch in die-
' Jem jein ganzes Leben verfolgt , ſo daß er ſchmerzlich ausrufen mußte: ich
bin treuer wie ein Hund und werde wie ein Hund behandelt. Demunge-
)
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