Aehnlichkeit. =“- Aehnlichlautende Wörter. ' 37
tern jowohl , als bei ven Jſraeliten während ihre8 Aufenthaltes daſelbſt
erflären. -- S, Katholiſches Shulwochenblati i896. Nr. 31 u. f.
Aehnlichkeit iſt die Uebereinſtimmung mehrerer Dinge in mehreren,
oder den meiſten weſentlichen Merkmalen und Eigenſchaften. Der Grad
ver Aehnlichkeit wird nach der größeren vder geringeren Anzahl dieſer
Merkmale bemeſſen, welche auch Vergleichung3s8punkte genannt wer-
den. Das Vermögen, an zwei auch noch jo verſchiedenen Körpern Aehn-
lichkeiten aufzufinden, nennt man Wib. (ſ. d. A.) An Gegenſtänden Aehn-
lichkeiten von den Kindern auffinden zu laſſen, iſt eine nothwendige Uebung
des elementaren Unterrichtes. Durch dieſe Vergleichungen wird die Kennt-
niß der Gegenſtände tiefer begründet , als durch die Anſchauung und Be-
Ihreibung allein, denn die ähnlichen Begriffe werden hervorgehoben, abge-
wogen, geläutert, ergänzt und befeſtiget. Dieſe Uebungen beginnt man auf
der unterſten Stufe mit dem Vergleichen ſinnlicher Gegenſtände und zwar
mit jolhen, welche einander möglichſt ähnlich ſind. Dieſe Aehnlichkeiten
werden geſunden durc< Betrachtung der Theile, der Beſchaffenheit der
Theile, des Urſprung3, der Veränderungen, die an den Gegen-
ſtänden vorgehen können, der Eigenſ jer Veränderungen erhalten, des Nußens und des Gebrauches,
Größe, Stoff, Thätigkeiten, die ſie erleiden oder hervorbrin-
gen 2x. Man vergleiche z. B. Meſſer und Gabel. Beide gehören
zum Tiſc ſtehen aus Eiſen und Stahl. Das Heft des Meſſer3 und der Gabel ſind
gewöhnlich aus Holz oder Horn gefertigt; beider Hefte haben dieſelbe Ge-
ſtalt. Da beide den Haupttheilen nach aus Eiſen und Stahl beſtehen , ſo
roſten ſie leicht, wenn ſie nicht ſorgfältig gereinigt werden. Meſſer und
Gabel dienen zum Zerlegen des Fleiſches und anderer Speiſen. Beide
werden vom Meſſerſc von Aehnlichfeiten an ſinnlichen Gegenſtänden geübt, ſv geht man zu gei-
ſtigen Begriffen über, bejonders zu jenen geiſtigen Begriffen , welche
mit dem Namen ſinnlicher Gegenſtände bezeichnet werden , die mit
überſinnlichen Gegenſtänden Aehnlichkeit haben. Dahin gehören beſonders
die bildlichen Auspdrüde, namentlich die bibliſchen Bezeichnungen, z. B.
den Herrn fürchten iſt die Wurzel der Weisheit, ihre Zweige grünen ewig-
lich. Ein Kind, das nicht ſolgt, ijt wie eine verlockte Taube, die auf nichts
merten will. Verderben wird es überfallen, wie ein Adler. (Vergl. Gleich-
niſſe.) Der Aehnlichkeit entgegengeſeßt iſt der Unterſ Auffinden der Aehnlichkeiten geht man weiter zum Auffinden der Un-
terichiede. Stoff zu jolchen Uebungen finden wir bei Wurs8t und be-
ſonder3 gibt uns Meßler -- in feinen planmäßig geordneten Muſterbei-
jpielen. Freiburg 1857. Herder =- einen ſchönen Stufengang. --- Die Aehn-
lichkeit nennt man auch mit griechiſchem Namen Analogie (ſ. d. A.), wie
auch die Aehnlichkeit regel, d. i. die Weiſe, aus ähnlichen Urſachen
ähnliche Wirkungen zu "folgern, ein Schluß aus Analogie „genannt wird.
Eine beſondere Art der Aehnlichkeit iſt die mathematiſche, welche in
der Uebereinſtimmung aller Merkmale an zwei Flächen oder Körpern be-
ſteht, mit Ausnahme der Größe. Sind zwei Flächen oder Körper auch in
der Größe Übereinſtimmend, ſo wird die Aehnlichkeit zur Gleichheit. Die
mathematiſche Aehnlichkeit hat ihre praktiſche Seite in dem verjüngten Maß-
ſtabe bei Meſſungen und faſt alle Arbeiten mit dem Meßtiſche und andern
Inſtrumenten beruhen hierauf.
Aehnlichlantende Wörter. Aehnlichlautende Wörter ſind ſolche, welche
in der Ausſprache zwar lautverwandt find, bei der ſchriftlichen Dax-
4

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.