392 Algebra, =“ Alphabet,
zuepſt der kleinen lateiniſ traten im ſiebenzehnten Jahrhundert auf. An ihrer Spiße jteht Des8car-
tes, der Begründer dex analytiſchen Geometrie , und an ihn ſchließen ſich
die glänzenden Namen eines Fermat, Newton und Leibniz an. Auch das
achtzehnte Jahrhundert zeichnete ſich dur< Geiſter aus, welche in der Algebra
Großes leiſteten ; wir nennen nur einen Lambert, Lagrange , Laplace, und
veſonders den verdienſtvollen Euler, welcher Newtons Methode , Wurzeln
Dur< unendliche Reihen zu finden, vervollkommnete und ſich zuerſt der Diſ-
jerentialrec hundert machten ſim einen Namen auf dieſem Gebiete Gauß , Legendre,
Cytelwein, Wronski, Bohnenberger 2c., und ſchufen eine faſt unüberſehbare
Menge von Lehrbüchern der Algebra, wovon wir für die Schulſtandsaſpi-
ranten nur folgende anführen. : A. Stubha, Sammlung von algedraiſhen
Auſgaben. 4. Auflage , Sagan und Sprottau bei Julien. Preis 2?/, Thlr.
K. Rahlow, Denkrechnen. Algebraiſche Aufgaben. Langenſalza, Schulbuch-
handlung. 1853. Preis 9 Sgr. W. Schmidt, hundert algebraiſche Aufgaben
mit praktiſchen Löſungen. Bevorwortet von Hentſchel, Wittenberg bei Her--
roje. 1862. Preis 7'/, Sgr. E. Hentſ mentarijch gelöſt. Weißenfels bei Meuſel. Preis 7*/, Sgr. Von etwas ältern
Schriften dieſer Art können empfohlen werden: Maier Hirſ aus der Buchſtabenrec überjeßten Werke von Lacroix und Couc empfohlen werden: Die Anfangs8gründe der Algebra von ZI. G. Binder,
-St. Gallen und Bern. Huber, 1857. Preis 27 Sgr. -- Man ſpricht auch
von einer numeriſchen und ſymboliſchen Algebra, und verſteht unter
jener die algebraiſche Operation, welche die bekannten Größen mit Zahlen
bezeichnet , unter dieſer aber die Bezeichnung derſelben Größen mit Buch-
ſtaben. S. auch d. A. Arithmetik und Rechnen.
Alphabet (von den erſten zwei griehiſ jo genannt) bezeichnet in unſerm Sprachgebrauche die Summe aller Laute
einer Sprache, ſowie die denſelben entſprechenden Zeichen in ihrer beſtimm-
ten Aufeinanderfolge. Die Buchſtabenſchrift bildet die dritte und vollkom-
menſte Stuſe der Schreibekunſt. Die erſte Schrift war die Zeicheuſchrift
oder die Darſtellung der Gedanken durch Abbildung ſinnlicher Gegenſtände.
Das Bild des Gegenſtandes galt für das ganze Wort und jehr oft für
einen ganzen Gedanken. Mit der Vervollfommnung der Sprache und der
Suammeniebung der Worte reichten die Zeichen nict mehr hin und die
Zeichenj] Erkenntniß der einzelnen Laute einer Silbe in die Buchſtabenſ überging , indem einzelne Zeichen der alten Zeichenſchrift zur Darſtellung
beſtimmter Laute verwendet wurden , ohne daß dieſelben mit dem, was ſie
urſprünglich darſtellten, noch in irgend einer Beziehung ſtanden , z. B. den
Stierkopf (aleph) für den a. (S. d. A. Schreibekunſt.) Die Buchſtaben
wurden zuerſt von den Armeniern erſunden und benannt, und von den
Phöniziern nach Griechenland, von den Griechen aber nach Rom und von den
Römern nach Teutſhland gebracht, weßhalb dieſe Alphabete in der Reihenfolge
der Buchſtaben ſo ziemlich mit einander übereinſtimmen. Nach welchen Grund-
jäßen dieje Zujammenſtellung erfolgte, kann nicht ermittelt werden; es ſcheint
bei feiner alten Sprache, als hei vem Sanskrit, ein beſtimmtes Geſeß zu
Grunde gelegen zu haben. Darin ſtimmen die meiſten Alphabete überein, daß
jie den A als erſten Buchſtaben haben. E53 gibt gegen 400 Alyhabete, deren
Buchſtabenzahl und Reihe ſehr abweichend iſt. Das Hebräiſche beſteht aus
22 Conjonanten, 14 Vokalzeichen und enthält Laute, welche unſere härteren

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