Kopfrechnen, =“ Kraft ves Glaubens. 45
und Intereſſe! An guten Aufgabenſammlungen haben wir keinen Mangel
und wir erhalten deren täglich mehr! -- “
Das Kopſrehnen iſt hierna nicht der Ort, zugleich auch über das Ziffer- oder ſchriftlihe Rechnen zu
jprehen. E3 ergibt ſich aber aus dem BiSsherigen , daß in den Fällen, in
welchen eine Nec ſ men. Das Ziffer- oder ſchriftliche Rechnen erſcheint ſomit als ein äußeres
Mittel, das Kopfrechnen zu unterſtüßen und iſt daher im Grunde nicht8
Anderes als eine Fortſezung und Ergänzung des Kopfrehnen8 anzuſehen.
Daß das Zifferre jſolite , ergibt ſi< hieraus von ſelbſt. So entſchieden es iſt, daß das Koypf-
rechnen die Grundlage und das Weſen alles Rechnens iſt, ſo gibt es den-
noc< Sc Vebung mit „aliquoten Zahltheilen“ (die „Zerſtü&elungsform“) empfehlen.
Allein was iſt dieſes anders , al8 ein Kopfrechnen mittelſt des Gebrauchs
von Ziffern ?!!
Schon im vorigen Jahrhundert hat man verſucht, das Kopf- oder
Denkrechnen methodiſch zu behandeln, wie uns J. F. Köhler 38 Anweiſung
zum Kopfrechnen, Leipzig 1797, beweiſt. Unfer Jahrhundert aber hat über
dieſen Zweig des Unterricht8weſen3 faſt zahlloſe Schriften hervorgebracht,
von denen wir folgende nennen : J. C. F. Baumgarten, Kopfrechenbuch
zum Gebrauche des Lehrers bei den Uebungen der erſten Anfänger. 3. Aufl.
Berlin, 1833. 15. Sgr. Scholz, Aufgaben zum Kopfrechnen. 3 Hefte.
Halle. 15 Sgr. Siel, vollſtändige und gründliche Anweitung zum Kopf-
rechnen , nebſt Aufgaben. Magdeburg, 1824. A. Stubba, Aufgaben zum
Kopfrechnen für Schüler in Stadt- und Landſchulen. 4 Hefte a 1?/, Sgr.
Hentjſ burger. Straſſer, F. X. , Anleitung zum Kopf- und Tafelrechnen. Augs3-
burg bei Kollmann. Wälder, J. G., 5555 Denkrechnungs-Beiſpiele in
330 ſtufenweis geordneten Aufgaben für die Hand der Schüler der drei
oberen Kurſe in der Werktagsſ gaben zum Kopfrechnen von G. A. Winter. Leipzig. Uebrigens behandeln
die meiſten Rechenbücher das Dent- und Zifferrec Körperhaltung, 1. Orthopädie.
Körperliche Strafe, ſ. Züchtigung , körperliche.
AIraft des Glaubens. Der Glaube iſt ſowohl für den Unterricht,
als für die Erziehung von höchſtem Belange. Für den Unterricht (in
-Jeiner Geſammitheit), den er mit ſeinem reineren und höheren Lichte belebt
und ihm die Richtung auf das lette Ziel aller Erkenntniß und alles
Wijjens verleiht; für die Erziehung , deren Grundſtein und Mittelpunkt ex
iſt. Wir können daran um jo weniger zweifeln, wenn wir bedenken, welche
außerordentliche Kraft die heilige Schrift dem Glauben zuſchreibt. Den
Glaubenden läßt ſie nicht zu Schanden werden (Röm. 10, 11.) und hält
alles möglich für ihn (Mart. 9, 22.); dem Glauben vindicirt ſie die Fähig-
keit, die Liebe zur thätigen Beobachtung der Gebote Gottes zu beleben
(Habak. 2, 4. Joh. 14, 15. 23. Röm. 8, 28.) , ven Weg zum Wachsthume
der Gnade und des ewigen Lebens zu bahnen. Daſſelbe erhellt ſodann aus
der Natur der Sache; denn man wird keine Lehre oder Thatſache der
Offenbarung nennen können, welche für Herz und Leben des Menſc nicht einen großen praktiſchen Werth hat, und deren Erkenntniß gleichgiltig
wäre, Die Kraft des Glaubens iſt demnach gerade ſo bedeutend wie der

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