Full text: Sittliches Erziehungs-Lexicon, oder Erfahrungen und geprüfte Anweisungen: wie Kinder von hohen und mittlern Stande, zu guten Gesinnungen und zu wohlanständigen Sitten können angeführet werden

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gelegef, welcher der Grund aller angenehmen und 
immer nüklichen Tugenden iſt. 
 
 
ungern. 
A Lit dieſem in der Erziehungsſprache bekannten 
ds“ 9 Porte, beleget man den heßlichen Fehler der 
Kinder, da tie, wenn andere eſſen oder trinken, dur 
Augen, Mienen oder dumpfigte Worte begierig zu 
erkennen geben: daß ſie von den aufgeſeßten Spei- 
ſen oder Gerränk etwas verlangen, Dieſes Lungern 
der Kinder iſt immer läſtig. Beſonders aber wird 
es unangenehm , wenn ſie es bey ihren Beſuchen 
thun , welche ſie in fremde Häuſer geben , oder wel: 
„He die Eltern bey ſich empfangen. Einige Kinder 
äuſſern dieſen Fehler mit viel Beſcheidenheit und 
Klugheit. Andere werden unbeſcheiden und gar 
troßig, wenn man ihre Begierde nicht erfüllet. Die 
Schuld hiervon iſt mehr den Erziehern , als der 
Jugend ſelbſt beyzumeſſen, Denn Kinder folgen 
den ſinnlich natürlichen Trieben. Der Wachsthum 
ihres Cörpers und das Vergnügen, welches ſie in 
dem GJkenuß der Nahrungs - M ittel finden , reißet 
ihre ep eg 
 
  
 
 
 
 
 
  
 
 
terde faſt immer. Und es iſt die Pflicht 
Eltern, oder der Erziehungs-Aufſeher, die Kinzs 
der is zu gewöhnen, dieſe Begierde in den Schran- 
ken der Mäßigkeit und Beſcheidenheit zu halten. 
Unverſtändige Kinder - Wärterinnen oder Mütter 
lehren jungen Kindern dieſe Unart: indem ſie ihnen 
von 
 
 
 

	        

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