Volltext: Sittliches Erziehungs-Lexicon, oder Erfahrungen und geprüfte Anweisungen: wie Kinder von hohen und mittlern Stande, zu guten Gesinnungen und zu wohlanständigen Sitten können angeführet werden

 
feuret, und der chörigte Stolz, bezähmet wirdz 
wo ſiegleich weit vom Geis und Verſchwendung; ==- 
von ſchändlicher Wolluſt und ſtoiſcher Unempfind- 
lichFeit zum Ziel der menſchlichen Glückſeeligkeit ges 
langen können, 
 
 
 
WMittelmäſſig. 
f8&*s iſt zwar der Maaßſiab noch nicht erfunden 
Ww oder wenigſtens iſt er in dem Tempel der Päda- 
gogie noch nicht aufzgeſtellet, an welchem man die 
grofjen, mittelmäßigen und kleinen intellecfualen 
und ſittlichen Fähigkeiten der Seelen unſerer Jugend, 
nad) ihren verſchiedenen Graden deutlich beſtimmt 
ausdru&>en kann. Jndeſſen verſtehen ſich die Pä 
dagogiſten doch) einander ſo ziemlich ? We 
groſſen, mittelmäßigen und kleinen Fähigkeiten eines 
Kindes reden. Und man höret oft Eltern oder Leh 
rer klagen: daß ihre Kinder nur mittelmäßige An- 
lagen , für die Wiſſenſchaften und für die Tugen- 
den harten. Und es iſt wahr , daß die Zahl der 
nuttelmäßigen unendlich gröſſer iſt, al8 der groſſen 
und kleinen Genies, Aber eben dies iſt für die gane 
e Verfaſſung unſerer Telt ſehr nüklich. 
Denn die Erfahrung bezeuget: daß dieſe Kinder 
von mittelmäßigen Fähigkeiten, am leichteſten zu 
erziehen find 3 und daß fie gerade die nüßlichſten 
Glieder in der Totalität werden. Rinder von 
 
   
 
 
 
 
 
  
   
 
 

	        

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